Schlagwort-Archiv: 3D-Druck

Magnetische LED Lampe

Weil es auf der Arbeit in den dunklen Kellern, in den alten Verteilschränken so dunkel ist, braucht es zusätzliche Beleuchtung.
Da die Schränke alle aus Blech sind, ist eine magnetische Befestigung der Leuchte natürlich vorteilhaft.

Aus der elektronischen Bucht habe ich sehr kleine starke scheibenförmige Neodym-Magnete mit 1mm Materialstärke und 5mm Durchmesser.
Außerdem habe ich schon hier und da dunkle Ecken mit LED-Klebestreifen aufgehellt. Also bietet sich das doch beides an, um miteinander verheiratet zu werden.

Als Kompromiss zwischen Helligkeit und Sperrigkeit habe ich 30cm als Länge bestimmt.
Die Magnete und der Klebestreifen brauchen natürlich auch eine Art Fassung. Nun stellt sich mal wieder heraus, das 3d-Drucker prinzipiell zu klein sind. Selbst mein Eigenbau hat im Moment nur 25x25cm Druckfläche. Doch mit der richtigen Ausrichtung, diagonal auf dem Druckbett, passen die reichlich 30cm dann doch noch gerade so hin.

Leiste für Magnetlampe
Die Konstruktion ist einfach und bedarf keiner weiteren Erklärung.

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Ladestation für das neue Telefon

Nachdem mein Smartphone, der Palm Pre langsam immer mehr Obselet wird (sei es die fehlende Rechenleistung des Single-Core ARM Prozessor beim Ausführen der überbordernden Javascripte auf den Internetseiten, oder die in die Jahre gekommene Software), musste schweren Herzens doch mal was neues her.

Es wurde ein Chinese, Jiayu S3 advanced.

Das Ding kann alles was zur Zeit so üblich ist. Naja. Fast alles. Zum Beispiel kabelloses Aufladen, das kann es nicht. Und wenn man das vom Palm seit einer Ewigkeit gewöhnt ist, fühlt es sich wie ein technischer Rückschritt an.

Deshalb habe ich zumindest erstmal eine Halblösung umgesetzt. Eine Ladestation. Ein normales MikroUSB-Kabel in eine Halterung eingeklebt. Beim einstecken des Telefons in die Halterung wird automatisch der Stecker ins Telefon gesteckt und das Teil lädt.

Diesen Standlader habe ich im CAD konstuiert und mit dem CTC Drucker in ABS ausgedruckt. ABS weil es weicher ist und somit weniger Spuren am Telefon bei häufigen Steckvorgängen hinterlasst.

Der stecker ist einfach mit Heißkleber eingeklebt.

Jiayu S3 Ladestation

Durch die Eigenkonstruktion konnte gleich die Dicke der Schutzhülle berücksichtigt werden, so das diese nicht stört.

Drucken mit Rasentrimmerfaden aus Nylon

Achja: das Nylon für den Rasenkantentrimmer von Amazon. Ich hab das mal in den Drucker eingespannt.
Es ist Rasentrimmerfaden in der 210m Großpackung mit 1,6mm Durchmesser zu 12,43 Euro (im Februar 2014).
Amazon-link
Die Spule wiegt 500 gramm.

Drucken mit Rasentrimmer-Faden

Aaalso: Das geht.
Das Zeug hat recht geknistert im Extruder, die Teile waren nachher dennoch sehr stabil.
Düse war bei 240 grad. Ich hab das in meinem I3 probiert der ein Bowden Extruder hat.
Bei meinen 60 cm Schlauch war die Elastizität des Materials schon etwas hinderlich, so dass es recht nachtropft, man könnte dem vielleicht mit etwas mehr Retrakt gegensteuern.

Brauchbar war 35mm/s Druckgeschwindigkeit in meinem Aufbau.
Das Material ist so zäh, das man es kaum ohne Werkzeuge schafft den dünnen faden abzureißen, der sich bildet wenn alles fertig ist und die Düse hoch fährt.

Freilauf in der Pfeffermühle ?!

Vorgestern weigerte sich plötzlich die Pfeffermühle ihre Aufgabe zu verrichten.
Pfeffermühle
Diese Pfeffermühle ist ganz toll weil viel Pfeffer hineinpasst, so dass man nicht ständig nachfüllen muss, und weil das Mahlwerk gut funktioniert und mit wenig Handarbeit viel gemahlener Pfeffer herauskommt. Das Keramik-Mahlwerk verspricht eine lange Haltbarkeit.

Bis jetzt funktionierte Sie jedenfalls für etwa 5 Jahre, bis Sie sich nun gaaanz leicht drehen ließ und kein Pfeffer mehr herauskam.
Irgendwie war die mechanische Kopplung zum Mahlwerk nicht mehr vorhanden. Also gleich mal eine kleine Inspektion gemacht:

Pfeffermühle

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Geiger zählen

Jetzt, etwa 3 Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima, nach der Geigerzähler und Zählrohre faktisch kaum noch zu bekommen waren, ist das Zeug wieder billig.

Da ich radioaktivität mit nichts was ich hier habe messen könnte, ist es also an der Zeit diesem Zustand mal abzuhelfen.
Geigerzähler selbst zu bauen ist kein Hexenwerk, aus Zeitgründen habe ich jedoch gleich eine fertige Elektronik passend zum Zählrohr bestellt. Praktischerweise ist die Kennlinie des Zählrohrs dann in der Zählersoftware entsprechend berücksichtigt, es werkelt ein Arduino-kompatibler Atmega328 im Inneren.
Was daran fehlt ist freilich nur noch das Gehäuse.

Daher nach erfolgreicher Funktionskontrolle mit Glühstrümpfen, die auch heute noch deutlich radioaktiv sind, ein Gehäuse zum 3D-Druck konstruiert.

Geigerzähler Gehäuse

Die Aufteilung im Gehäuse ist selbsterklärend, wenn man die eingebaute Elektronik sieht:
Geigerzähler Gehäuse

Nach dem Einschalten zeigen sich die ersten erkannten Zerfälle:
Geigerzähler Gehäuse

Nach kurzer Zeit zeigt es dann die normale Hintergrundaktivität von etwa 0,1 uSv/h an.

Filament-Spulenhalter mit 608 Kugellagern

Auf Ausschau nach einem geeigneten Spulenabroller habe ich auf Thingiverse ein Modell gefunden, das meiner Vorstellung entsprach:
http://www.thingiverse.com/thing:46016

Leider war das STL-Modell kaputt, so das es beim slicen zu Fehlern kommt.
Daher habe ich notgedrungenerweise am Ende nach zwei verkorksten Drucken nochmal neu konstruiert:

Spulenhalter Korpus
Dieser Halter wird zwei mal benötigt.

Dazu jeweils die 4 Scheiben vom originalteil:
Zubehöerteile zum Spulenhalter

Neu hinzugefügt habe ich noch ausdruckbare Achsen, die man statt M8 Schrauben und Muttern verwenden kann.
(Im Foto die weißen Pinnöckels), alternativ M8x30 Maschinenschrauben.
Die 608 Kugellager haben 8mm Innendurchmesser.

Fertig zusammengesteckt dann so:
Spulenhalter im Einsatz

Der Layerversatz kommt von Tests mit dem neuen selbstgebauten 3D-Drucker, schadet aber der Funktion nicht 🙂
Wer will kann hinten noch (wie im Foto) Unterlegscheiben drann stecken, ich hab die Pins aber noch etwas kürzer gemacht, so kann man sie auch weglassen.

Wer das Teil nachdrucken möchte, kann die Dateien, wie immer mit den Freecad-Konstruktionen, hier herunterladen:
Spulenhalter.rar [210 kByte]

Gehäuse für Geetech „Reprapdiscount“ Smartcontroller (128×64 fullgraphic LCD)

Für den Smartcontroller von Geetech habe ich ein Gehäuse entworfen.
Gehäuse für Geetech Smartcontroler

Bestehend aus Oberteil, Unterteil, Knopf und Haltewinkel für Schrägmontage.

CAD Geetech Smartcontroller Gehäuse

Die beiden Taster sind geschlossen im Gehäuse. Es ist ein Taster für die Beleuchtung.
Man kann das Teil so einstellen, das die Displaybeleuchtung nach ein paar Sekunden ausgeht, dann ist das blaue Display aber sehr schlecht ablesbar. Längere Zeiten als ca. 10 sekunden lassen sich nicht einstellen. Mit dem rechten Taster wird das Licht für die nächsten Sekunden aktiviert. Ich habe es auf der Rückseite auf „dauerhafte Beleuchtung“ Umgesteckt, so dass ich die Taste nicht brauche.

Die zweite Taste ist Reset! Die liegt so nah neben dem Bedienknopf den man zudem auch noch drücken muss, dass man die versehentlich mit erwischen kann. Der Ärger ist groß wenn bei einem 8 Stunden Druck man nach 7 Stunden versehentlich auf den Taster kommt. Deshalb auch hier: Kein Loch. Wer möchte kann ja ein Loch reinmachen wo man mit einem langen spitzen Gegenstand… Aber man kann auch einfach kurz den Strom ausschalten oder den Taster am RAMPS drücken.

Die zwei kleinen Stege im Kartenschacht mit einem Messer heraustrennen. Drucken ohne Supports.
Die Haltewinkel je nach persönlicher Vorliebe festschrauben (müssten dann Löcher in die Rückwand gebohrt werden) oder einfach mit Heißkleber ankleben.
In das Unterteil könnten M3 Muttern eingepresst/eingeschmolzen werden, und das Gehäuse dann seitlich verschraubt werden.
Für die Flachbandkabel ist ein Schlitz im Gehäuseboden.

Wie immer gibts die Freecad Konstruktion und die STLs.
RRdisc-geetech-smartctrl-geh.rar [1.5 MB, RAR]

tvb-gone Handsender Teil 2 – Batteriehalter und Gehäuse

Als Batterien verwende ich zwei CR2032 Lithium-Knopfzellen, die parallel geschaltet sind.
Reichelt Elektronik bietet kleine Blech-Batteriehalter an, die direkt auf Leiterplattenmaterial aufgelötet werden können. Dabei muss der kleinere Minuspol der Batterie als Leiterbahn hergestellt werden.
Die Batterhalter sind aus federndem Blech hergestellt und haben so starke Federn, dass die Batterien gut gehalten werden. Einen zusätzlichen mechanischen Schutz gegen herausrutschen finde ich unnötig.

Der Einfachheit halber habe ich einfach eine zweite Platine mit Hausmitteln hergestellt, und dort die Batteriehalter aufgelötet. Das ist einfacher als eine Doppelseitige herzustellen oder teuer herstellen zu lassen, macht aber dafür die Konstruktion 1,5mm dicker.

Das Gehäuse habe ich wieder im FreeCAD konstruiert und dann mit dem 3D-Drucker ausgedruckt.

Handgehäuse

Im Unterteil kommen die Batterien zum liegen, man sieht auch die Nocken auf denen die Leiterplatte gehalten wird.
Im Oberteil gibts vorn dann die Öffnungen für die verwendeten 3mm IR-Leds und weiter links im Bild den U-Förmigen Ausschnitt im Gehäusedeckel.
Der Ausschnitt befindet sich im zusammengebauten Zustand genau über dem Kurzhubtaster. Die entstandene Lasche kann somit leicht bis auf den Taster durchgedrückt werden. Die kleine Bohrung lässt einen Blick auf die eingebaute Kontroll-LED zu. Das Loch wird dann mit transparentem Heißkleber verschlossen, der das Licht der LED durchscheinen lässt.

Die FreeCad 3D-Konstruktionsdaten (und fertige STL-Dateien) kann wer möchte hier herunterladen:
tvb-gone-gehaeuse.rar [770 kB]

Bisherige Erfahrungen:
Bisher ging jeder Fernseher auszuschalten außer ein Modell von LG.
Es kann bis 15 sekunden dauern, bis aufgrund der Vielzahl der Codes und langsamen Übertragung der richtige Code gesendet wird.

Drehregal in der Küchenecke.

Nachdem ich nun endlich eine Buchen-Leimholzplatte in die schiefe Ecke neben dem Spülenschrank eingepasst hatte, entstand darunter ein großer toter Raum, der nur durch den schmalen Spalt zwischen den Schränken von vorn zugänglich ist.
Nun hat man ja allerlei Hausrat und Vorräte die untergebracht werden müssen, deshalb kann das so nicht bleiben.
Den Spülenschrank konnte ich noch ein wenig verrutschen, zumindest ca. 10 zentimeter, so weit es die Wasser- und Abwasseranschlüsse und der Abstand zur Kammertür zuließ.

Viel hat es nicht gebracht, der Abstand zwischen den Türen der beiden Schränke ist nur etwa 25-30cm.
Wie sollte man den Platz da nutzen?
Ich habe mich für ein drehbares Regal entschieden.

Nachdem der Gedanke daran längere Zeit in meinem Kopf herumspukte und ich mir bereits einem Jahr von einem Arbeitskollegen ein großes altes Radlager-Kugellager mitbringen ließ, dass nicht mehr gebraucht wurde da nicht mehr klar war zu welchem Ostblock-Fahrzeug es passen könnte, lief mir nun noch eine 50cm große Sperrholz-Kabeltrommel über den Weg.

Gerade mal ein paar Monate später 😀 habe ich diese dann mal übergeschliffen und mit Leinöl geölt, da ich wegen dem neuen Wohnzimmertisch sowiso Schleifmaschine und Holzöl bei der Hand hatte.

Doch wie weiter?
Nun, der mittlerweile angeschaffte 3D-Drucker half mir weiter: Ich war nun auch ohne Drehbank in der Lage, einen passenden Lagersitz für das Kugellager herzustellen. Als Achse habe ich ein einfaches 1m langes Eisenrohr 30x2mm bestellt und gehofft die angegebenen +/- 0,5mm Toleranz fallen negativ oder neutral aus, damit es in das 30mm Auge des Lagers passt.
Pustekuchen. Das Rohr war Oval, zwischen 30,0 und 30,3mm Außendurchmesser.

Nach sehr abenteuerlichen Methoden das Rohr in Rotation zu versetzen und Schleifmittel und Feilen hin position zu bringen, konnte ich die beiden Teile zusammenfügen. Durch „passung“ steckt und hält es nun zusammen.
Der Kugellagerhalter war weniger aufregend, nach einem Malheur beim ersten Druckversuch ist gleich ein brauchbares Teil herausgekommen.
Küchendrehregal
Das Lager ließ sich eindrücken und hält auch hier durch Formschluß in seinem Sitz.

Da das natürlich alles nicht so genau und solide wie eine richtige Metallbaukonstruktion ist, wird die Welle oben nochmal gegen Querkräfte abgefangen. Dazu habe ich einen Adapterring gedruckt um ein 608 Kugellager im Inneren am oberen Ende des Rohrs zu befestigen. Eine 8er Schraube kann dann einfach von oben in das Lager gesteckt werden, es kommen ja keine großen Kräfte drauf. Um den Adapterring einsetzen zu können habe ich die innenliegende Naht des Stahlrohres mit dem Stabschleifer abgeschliffen.

Küchendrehregal

So dreht sich nun die gesamte Achse und steckt unten in einem großen Kugellager, und hat oben ein kleines Kugellager für die Qeurkräfte. Das große Kugellager ist zwar ein Radialkugellager, welches in die falsche Richtung belastet wird, aber es ist sowas von überdimensioniert das mich das wohl überlebt.

Küchendrehregal
Die Kabeltrommel als rundes Regal mit 2 Böden hat leider im Zentrum viel zu große Löcher.

Daher hab ich aus Reststücken vom Fußbodenlaminat (das Zeug nimmt ja auch nur Platz weg und setzt Staub an) mit der Lochsäge Scheiben ausgeschnitten, die den Zwischenraum ausfüllen. Eine kleinere Scheibe für das Loch, und eine etwas größere Scheibe damit das ganze nicht durchfällt.
Küchendrehregal

Die beiden Scheiben aus dem Trägermaterial vom Laminat, eine Art Holzfaserplatte habe ich wegen der Beschichtungen dann mit fasergefülltem Epoxidharz zusammengeklebt, und nach der Aushärtung die Scheiben mit MS-Polymer in die Kabeltrommel eingeklebt.

Küchendrehregal

Damit die Trommelunterseite nicht am großen Kugellager auf der äußeren Lagerschale schleifen kann, musste noch eine Distanzscheibe zwischen Kabeltrommel und innerer Lagerschale eingefügt werden. Nun ist M30 nicht gerade eine Größe, zu der man im Haushalt eine Unterlegscheibe findet. Aber was solls, das geht auch aus Plaste. Also kurz mit dem 3D-Drucker eine Scheibe gedruckt. Viel muss es ja nicht aushalten, da oben die Kabeltrommel flächig aufliegt und unten der Druck direkt auf die dicke innere Kugellagerschale weitergereicht werden kann.

Küchendrehregal

Ursprünglich wollte ich das untere Kugellager auf eine Platte befestigen, und diese dann mit Gummi oder sowas am wegrutschen sichern. Da ich aber das obere Ende der Drehachse sowiso mit einem Kugellager versehen habe und dort ohnehin einen Halter brauche, kann ich das untere Ende auch genauso mit dem schweren Spülenschrank verschrauben, damit die Leimholzplatte oben herausnehmbar bleibt (zum Beispiel zum Saubermachen der Ecke).

Soweit sogut, alles dreht sich sehr leicht. Die Trommel habe ich nicht fest mit der Welle verbunden. Aufgrund der guten Lagerung reicht die Reibung der Kabeltrommel auf dem Distanzring unten völlig aus, um die Welle mitzudrehen.

Doch selbstverständlich fehlt noch etwas in der dunklen Ecke: Licht!
Und das kann ja wohl schlecht so altmodisch mit einem mit der Hand umständlich zu bedienenden Schalter gesteuert werden.
Das muss automatisiert werden.
Und Led-klebeband ist ja auch noch welches da. 12V Strom gibts an der Stelle ohnehin aus einem sparsamen Schaltnetzteil für das Küchenradio

Da das ganze ja ein drehbares Regal ist, wär es gut, wenn das Licht angeht wenn man es dreht. Also das ist ja mal einfach: Eine Nockenscheibe, die eine fast komplett umlaufende Schaltnocke hat, und ein Mikroschalter, der das Licht an macht. In einer position geht das Licht aus. Das ist sehr praktisch, weil das Regal so immer in dier gleichen Position „abgestellt“ wird, und wenn man einmal weiß was vorn drann steht, muss man nicht erst drehen und suchen, und braucht auch kein Licht, sondern greift einfach hin.
Küchendrehregal

Perfekt.
Und so siehts fertig aus:
Küchendrehregal

Naja.
Fast fertig. Ein bisschen niedrig, die Trommel.
Und so muss ich wieder Ausschau halten, bis mir wieder mal eine über den Weg läuft, die auch 50cm Durchmesser hat. Aber das ist ja, wenn man die gesamte Laufzeit des Projekts betrachtet, nur eine Frage der Zeit.

3D Druck und „Gummi“-Teile aus Dichtungsmasse

Nach den bereits ein halbes Jahr zurückliegenden Versuchen mit MS-Polymer-Dichtungsmasse liegen nun mittelfriste Erkenntnisse zur Eignung und Haltbarkeit vor.

Die Erfahrungen sind positiv. Die Gummitaste an der Taschenlampe ist immernoch wie neu.

Da geht mehr, also eine neue Idee:
Ein Bohrstaubteller. Vielen Unbekannt. Ein Teil, das Steckt man auf den Bohrer eines Bohrhammers, wenn man in die Decke bohren möchte. Dann fällt der Staub nicht auf das rotierende SDS+ Bohrfutter und verteilt sich auf das Bedienpersonal der Bohrmaschine, hier einmal Kalfaktor genannt.
Der gemeine Kalfaktor mag es nicht so, ständig in einer Staubwolke zu stehen, Sand zwischen den Zähnen zu haben und einen Dreckregen in die Augen zu bekommen.
Ein Großteil des Bohrstaubs lässt sich ohne lästige Großtechnik einfach mit dem Bohrstabteller aufnehmen. Nach den Bohrungen kann der Teller dann am Boden oder im Kehrichteimer geleert werden.

Um so ein Teil selbst herzustellen habe ich mit dem 3D Drucker eine Forom gedruckt. Die musste natürlich vorher konstuiert werden. Eine rotationssymmetrische Außenseite (als Querschnittsprofil konstruiert und per „sweep“-befehl im CAD erzeugt) und ein Verteilerschieber der in der Mitte auf die Achse gesteckt werden kann um die Dichtungsmasse gleichmäßig in der Form zu verstreichen.

Beide zusammen mit einem 2mm Bohrer als Rotationsachse sind hier zu sehen:
Form für Bohrstaubteller

Die Form muss gut mit einem Trennmittel wie Silikonfett behandelt werden, um das Werkstück im ganzen mitsamt dem überhängendem Rand wieder herauszubekommen. Zur Hilfe habe ich in den Formboden ein 2mm Loch gebohrt, um die Unterseite des Werkstücks mit dem Einblasen von Druckluft in die Form schon mal zu lösen. Dann vom Rand her herausprokeln.

Form für Bohrstaubteller

Ich hab das Teil heil aus der Form bekommen und auch den Probeeinsatz nach 4 Tagen aushärten erfolgreich durchgeführt.

Ein wenig (mehr) Ordnung im Gewürzregal

Um etwas mehr Ordnung in das Gewürze-Abteilung zu bekommen, habe ich ein Teil entworfen, welches in alle Richtungen anreihbar ist, und die hierzulande überall erhältlichen Gewürzstreuer der Firma Ostmann aufnehmen kann.

gewürzablage

Vier mal ausgedruckt ergibt das eine schöne Doppelreihe in Regalbreite.
gewürzablage

Wie man sieht habe ich noch viele andere Behälter die nicht hineinpassen. Wenn deren Inhalt einmal aufgebraucht ist, werde ich dann die „richtigen“ nachkaufen und unten noch zwei weitere Reihen hinzufügen. Ich kann mir ja jederzeit noch weiter Elemente nachdrucken.

Die Beschriftung ist ausgedruckt und mit transparentem Paketklebeband auf dem Dosenboden angebracht. Wenn die Dosen leer werden, beginnen sie aufgrund der größeren Materialstärke des Deckels kopflastig zu werden. Damit sie dann nicht zum herausfallen neigen, sind sie mit dem Deckel nach hinten abgelegt.

Die Konstruktionsdatei im FreeCAD-Format und STL zum Nachdrucken gibts hier:
gewuerzablage.rar [0,5 Mbyte]

SMD-Lötstation – Gehäuse im 3D-Druck

Passend zu meiner Variante der SMD-Lötstation habe ich ein Gehäuse entworfen.

Nach einigem Gebastel im FreeCAD wurden 3 Gehäuseteile fertig.

Ein Gehäuse mit Montagenocken für den Netzteil und Frontplatte, und geneigter Front.
Aussparungen für die Luftzirkulation und die rückseitige Netzkabeleinführung gehören natürlich dazu.

Gehäuse

Passend zu dem Abmessungen des Gehäusekörpers eine Frontplatte mit allen benötigten Ausschnitten und Leiterplattenhaltern für die Steuerelektronik.

Frontplatte

Dazu ein Tastenfeld für die Temperatur und StandBy-Funktion.

Tasten

Und zuletzt, weil ja am Ende doch wieder nicht alles zusammen passt:
Ein Adapterring, damit es doch irgendwie zusammen geht:

Gehäuseadapter

Und zuletzt: Ein Handgriff für den Mini-Lötkolben:

Kolbengriff

Wer das alles nachbauen möchte, kann hier die Konstruktionsdateien und die STL-Dateien im Rar-Archiv (0,5Mbyte) herunterladen.

Weitere Details in der Fortsetzung zum Zusammenbau.