3D Druck und „Gummi“-Teile aus Dichtungsmasse

Nach den bereits ein halbes Jahr zurückliegenden Versuchen mit MS-Polymer-Dichtungsmasse liegen nun mittelfriste Erkenntnisse zur Eignung und Haltbarkeit vor.

Die Erfahrungen sind positiv. Die Gummitaste an der Taschenlampe ist immernoch wie neu.

Da geht mehr, also eine neue Idee:
Ein Bohrstaubteller. Vielen Unbekannt. Ein Teil, das Steckt man auf den Bohrer eines Bohrhammers, wenn man in die Decke bohren möchte. Dann fällt der Staub nicht auf das rotierende SDS+ Bohrfutter und verteilt sich auf das Bedienpersonal der Bohrmaschine, hier einmal Kalfaktor genannt.
Der gemeine Kalfaktor mag es nicht so, ständig in einer Staubwolke zu stehen, Sand zwischen den Zähnen zu haben und einen Dreckregen in die Augen zu bekommen.
Ein Großteil des Bohrstaubs lässt sich ohne lästige Großtechnik einfach mit dem Bohrstabteller aufnehmen. Nach den Bohrungen kann der Teller dann am Boden oder im Kehrichteimer geleert werden.

Um so ein Teil selbst herzustellen habe ich mit dem 3D Drucker eine Forom gedruckt. Die musste natürlich vorher konstuiert werden. Eine rotationssymmetrische Außenseite (als Querschnittsprofil konstruiert und per „sweep“-befehl im CAD erzeugt) und ein Verteilerschieber der in der Mitte auf die Achse gesteckt werden kann um die Dichtungsmasse gleichmäßig in der Form zu verstreichen.

Beide zusammen mit einem 2mm Bohrer als Rotationsachse sind hier zu sehen:
Form für Bohrstaubteller

Die Form muss gut mit einem Trennmittel wie Silikonfett behandelt werden, um das Werkstück im ganzen mitsamt dem überhängendem Rand wieder herauszubekommen. Zur Hilfe habe ich in den Formboden ein 2mm Loch gebohrt, um die Unterseite des Werkstücks mit dem Einblasen von Druckluft in die Form schon mal zu lösen. Dann vom Rand her herausprokeln.

Form für Bohrstaubteller

Ich hab das Teil heil aus der Form bekommen und auch den Probeeinsatz nach 4 Tagen aushärten erfolgreich durchgeführt.

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