Filamentextruder: Elektronik

Hier gehts weiter mit dem vorgestellten Filamentextruder.
Der ganze Drahtverhau braucht ein wenig Ordnung, es soll sich auch nachher ein Bedienfeld ergeben.

Dazu bekommt der Apparat einen doppelten Boden.
Beim zuschneiden der Holzteile für den Unterschrank in der Küche blieb ein passendes Stück übrig.

Aus dem mit dem Filamentextruder hergestellten Recyclingmaterial werden gleich die benötigten Teile für den Extruder gedruckt.

Los gehts mit 4 Stützen, und weiter mit 4 Baugruppenträgern, die gleichzeitig die Frontplatten der jeweiligen Baugruppe mit den Bedienelementen haben.

So soll es später leichter sein, Baugruppen zu ändern oder zu ersetzen.
Der Kasten wird 70mm hoch sein, deshalb steht das Maß für die Bedienfelder schon mal fest. Ein 24V Netzteil ist bereits beschafft und wartet auf seinen Einsatz.

Da die Heizung später durch ein leistungsfähiges 230V-Heizband ersetzt wurde, muss dieses nur dem Antriebsmotor der Förderschnecke und etwas Kleinkram betreiben und ist nun überdimensioniert.

Also los:

und von der anderen Seite:

Die Anordnung der verschiedenen Teile ergibt sich dann.

Schon mal alles zusammengestellt:

Nun fehlt noch etwas Kleinkram, ein weiteres Teil mit zusätzlichen Schaltern, Halter für Abdeckstreifen der ungenutzten Fläche, und natürlich der Kabelbaum nebst Steckverbindung nach oben zum Extruder.
Doch damit gehts ein anderes Mal weiter.

Erfurt: Mehr 3D-Drucker.

Da ich nun häufiger in Erfurt unterwegs bin, hat es mich auch ins lokale Hackspace verschlagen, den Bytespeicher.
Dabei ist mir aufgefallen, dass da zwischen meiner Vorstellung über die Anzahl der vorhandenen 3D-Drucker und der tatsächlich vorhandenen Anzahl eine ziemliche Lücke klafft :)

Das lässt sich bestimmt ändern, und deshalb habe ich auf der entsprechenden Mailingliste nachgefragt, ob jemand mitmachen möchte.
Es wird also eine Arbeitsgruppe, Zirkel, oder neudeutsch ein Workshop veranstaltet werden, bei dem eine Hand voll solcher Geräte aufgebaut werden.
Eine Ankündigung gibts bereits auf https://makerspace-erfurt.de zu lesen.

Nun möchte das natürlich auch vorbereitet sein, und darüber will ich nun hier ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.

Erfurt: Mehr 3D-Drucker. weiterlesen

Filamentextruder: Neues Getriebe

Nachdem sich mehrfach gezeigt hat, das die 6 und 8mm schmalen Zahnräder etwas schwach sind für die Kräfte die für den Antrieb der Förderschnecke des Filamentextruders nötig sind, habe ich das ganze nun ein ganz klein wenig überarbeitet.

Es gibt erstmal einen Satz neue Zahnräder. Der IC dient dem Größenvergleich.

Hier im vergleich mit dem alten Getriebe:

Dazu habe ich aus Blechteilen aus dem Baumarkt ein Gehäuse gemacht. An den Löchern lassen sich Kugellagerhalter befestigen.


Auf dem Foto fehlen natürlich noch die Kugellager und Wellen, die Zahnräder hängen nur so “zur Ansicht” an diesen dünnen Schrauben.

Auf dem Foto sieht man testweise das erste Zahnrad aus dem blauen ABS. Das war leider nicht abriebfest genug und musste nach einem Einsatz schon wieder ausgetauscht werden. Das erste Zahnrad mit der höhsten Umdrehungszahl und dem geringen Umfang neigt dazu, für den Werkstoff PLA durch Reibung zu warm und damit weich zu werden, deshalb hatte ich hier ein anderes Material ausprobiert.

geschirrspüler unterschrank

Da ich nach wie vor regelmäßig Brot backe, wurde sich beschwert über das Backofenzubehör, welches ständig im Weg herumsteht.
Zusätzlich steht der Auftisch-Geschirrspüler seit dem Umzug auf Stapelkisten.

Fast wäre er schon durch einen normalen schmalen 45cm Geschirrspüler ersetzt worden, weil er einmal das Wasser nicht mehr halten wollte.
Ich habe ihn aber gereinigt und seither funktioniert er wieder.

Nun kann man ja eins und eins zusammenzählen, die Backformen die früher im Ofen lagerten und mir nun beim Backen immer im Weg sind, könnten doch in einem Unterschrank unter dem kleinen Geschirrspüler verschwinden.

Nebenher waren mir neulich ein paar Spanplatten von einem zerlegten Schrank vom Straßenrand ins Auto gesprungen, ohne das für diese eine feste Bestimmung vorgelegen hätte.

Also gut, erstmal messen. Schöner siehts ja aus, wenn nachher oben alles in der gleichen Höhe ist. Damit ergab sich also auch, wie hoch der Sockel unter dem Geschirrspüler sein soll.
Die Spanplatten waren 56cm breit, das ist genau die richtige Tiefe für einen Küchenschrank.

Damit das auch von der Handhabung schön wird, habe ich kugelgelagerte Teleskopschienen bei ebay gekauft. 55cm lang. Der monetäre Anschaffungswiederstand war knapp 15 Euro für beide Schienen inclusive Versand.

Wenn man sich nicht so richtig sicher ist, wie man das am besten zusammenschustert, malt man sich erstmal ein paar Striche und Zahlen aufs Papier.

Dann den Korpus zusammenbasteln. Ich habe mir eine Lehre mit dem 3d-Drucker hergestellt um Löcher für Holzdübel möglichst genau bohren zu können. Dazu vielleicht später noch ein eigener Beitrag. Man kann es ja auch einfach mit Schrauben zusammenschrauben, sieht aber nicht so schön aus.

Rückwand ist einfache dünne Schrankrückwand, stabilisiert das ganze aber ganz gut.

Dann auf beiden Seiten die Teleskopschienen angeschraubt und den Innenabstand dazwischen gemessen. Danach wurde dann der Kasten gebaut.
Der Kasten besteht aus den gleichen Spanplatten wie der Korpus, 16mm stark, weil die ja da waren und nichts gekostet haben. Zum Glück ist der
Geschirrspüler schwer genug, so daß beim Herausziehen der Schublade der Schrank nicht einfach nach vorn kippt.
Die Schienen sind bis 45 Kilogramm geeignet und sollten das aushalten. Im nachhinein als ich den schweren Kasten fertig hatte, war ich froh die schwereren Schienen ausgesucht zu haben :)

Damit die Front zum nebenstehenden Spülenschrank passt, musste natürlich auch entsprechend der Sockel in der gleichen Höhe nachgebaut werden.
Da mein Schrank eine Spezialanfertigung ist, wird der Platz im Sockel natürlich nicht verschwendet und der Schubladenboden kommt einen halben Zentimeter über den Fußboden.

Praktischerweise hatte ich von den Edelstahlgriffen an den Küchenschränken (Nachdem ein Plastegriff gebrochen war, hatte ich alle ausgetauscht) zwei mehr gekauft als benötigt wurden, für eventuell nachfolgende Schränke. Das erspart die rennerei, nochmal das gleiche design nachzukaufen.
Die Griffe kamen damals 1 Euro pro Stück, waren ein schnäppchen. Der Edelstahl rostet dafür auch. Ab und zu einfetten, dann merkts keiner :D

Dank der langen Teleskopschienen kann diese Schublade nun auch das, was die anderen in der Küche nicht können: Sie geht komplett auf.

Wie so häufig fordert bauen auch Opfer. Die kleine Fußbank hatte kontakt zum Sägeblatt aufgenommen, das Brett ist halb durch. Das ist doch noch gut :) Das kann man doch noch nehmen. Ein bisschen Holzkitt, und dann geht das wieder.

Kontakte von einem Konto aufs andere Verschieben unter Android

Das war bisher mit großen schmerzen verbunden.
Bisher?

Nun, ab Android 5 gehts offenbar.

Auf dem Samsung Galaxy A5:
Kontakte App aufmachen (Nicht Telefonapp und dann auf Kontakte)
Menü ausklappen.
Gerätekontakte verschieben nach -> ist falsch.
-> richtiger: Einstellungen
-> Kontakte
-> Kontakte importieren/exportieren
-> vom Gerätespeicher importieren
-> Kontakt speichern in
-> Konto auswählen.

Danach wieder im Menü der Kontakte-App
-> Einstellungen
-> Kontakte
-> Anzuzeigende Kontake
-> das alte Konto anwählen

Zurück in die Kontake App,
Menü öffnen,
-> Auswählen
-> oben am Bildschirmrand neben “0 Ausgewählt” das viereck antippen
-> Papierkorb (auch oben)

Damit sind alle auf das neue Konto umgezogen.

defekte(?) HP Docking Station 1YR

Product #: 469619

Fehler: Laptop lädt nicht auf der Docking Station.
Verschiedene Netzteile erfolglos ausprobiert.

Fehlersuche im Gerät: ein Mosfet schaltet die Ladespannung nicht auf die Stromkontakte des Dockinganschluß.
Ursache unklar.

Es hat sich dann nach Hinweisen aus dem Internet herausgestellt, das diese Dockingstation nicht mit dem 65W Originalnetzteil vom Notebook läuft.

Ein Gebrauchtteil von ebay, 135W 19V 7.1A (HSTNN-HA01) hat dann für korrekte Funktion gesorgt. Es gibt noch ein stärkeres mit 150W, das ist aber scheinbar nicht von nöten, oder nur für die große Dockingstation mit eingebauten Laufwerken.

WordPress 3.8.1 kaputt nach Update des twentyfourteen Theme (Error 500)

Nach einspielen eines Update des Theme hier im Weblog war es kaputt.

Aus den Errorlogs des Servers ging ein Fehler in Zeile 40 der Datei /wp-content/themes/twentyfourteen/inc/widgets.php hervor.

Das Update hat diese Funktion hinzugefügt:
/**
* Constructor.
*
* @since Twenty Fourteen 1.0
*
* @return Twenty_Fourteen_Ephemera_Widget
*/
public function __construct() {
parent::__construct( 'widget_twentyfourteen_ephemera', __( 'Twenty Fourteen Ephemera', 'twentyfourteen' ), array(
'classname' => 'widget_twentyfourteen_ephemera',
'description' => __( 'Use this widget to list your recent Aside, Quote, Video, Audio, Image, Gallery, and Link posts.', 'twentyfourteen' ),
'customize_selective_refresh' => true,
) );

/**if ( is_active_widget( false, false, $this->id_base ) || is_customize_preview() ) {
add_action( ‘wp_enqueue_scripts’, array( $this, ‘enqueue_scripts’ ) );
}*/
}
Die letzten zeilen unten ab “if ( is_active_widget” laufen nicht, deshalb sind die nun bei mir auskommentiert.
Da ich dieses Widget gar nicht verwende, sollten die ohnehin nicht ausgeführt werden, was offenbar nicht funktioniert.

Nun läufts wieder.
Ich hoffe diese Fehlerdokumentation hilft dem Nächsten mit diesem Problem.
Deshalb war das Weblog die letzten Stunden down.

Arduino Mega 2560, AMS1117, ATMega CPU. Teil 2 – Firmware

Nachdem nun mechanisch alles in Ordnung gebracht wurde, kommt der zweite kniffelige Teil.

Mein Arduino Mega war noch über Seriell ansprechbar, daher wird hier nur die CPU selbst beschrieben, nicht der USB-Seriell-Wandler (Atmega18U2, CHG340 oder was eben so auf dem Board ist)

Es wird benötigt: Ein Programmer für Atmel 8-bit CPUs.
Software, Arduino IDE.

Ich habe folgende Tools:
UsbASP (fischl.de) als Programmer
AVR8-Burn-o-Mat als Frontend
Arduino-IDE 1.06 “classic”
Google :)

Neben der CPU sieht man einen ICSP-Anschluss aus einer 3×2 Pfostensteckerleiste. Das ist standartisiert, wer dazu noch keinen Adapter hat kann sich das googeln.

Die CPU ist nun noch komplett nackig, es fehlt der Arduino Bootloader und die passende Konfiguration in den Fuses-Registern.

Also ran an den ISCP-Anschluss, auf Pin1 aufpassen und UsbASP anschließen.
AVR8-Burn-o-Mat starten (Unter Linux: als Root, sonst hat das Programm keinen zugriff auf /usr/bin/avrdude, ggf. config anpassen um den korrekten Pfad zu ARVDUDE einzutragen. AVRDude wird dann auch als Root ausgeführt was wichtig ist für den Zugriff auf die USB-Hardware).

Zunächst müssen die FUSES gesetzt werden. Der Prozessor ist noch langsam und es ist zu empfehlen den Jumper für langsame Prozessoren am UsbASP zu stecken.
Google liefert dazu diesen Treffer:

http://www.codingwithcody.com/2011/04/arduino-default-fuse-settings/

Arduino Mega 2560
Low Fuse 0xFF
High Fuse 0xD8
Extended Fuse 0xFD

im AVR8-burn-o-Mat wählt man also den AVR-Type ATmega2560 aus, daneben ist der Button “Fuses”.
Der öffnet ein Dialogfeld mit vielen optionen.
Da wir schon wissen welche Hexwerte gebraucht werden wird der Reiter “Fuse HEX Editor” gewählt und die 3 Werte eingetragen.

Apply anklicken, dann oben “write Fuses”.
Die Ausgabe von AVRDUDE im Programmfenster beobachten, ob es geklappt hat.

Nun alles einmal abstecken und wieder anstecken, damit der Prozessor neu startet, am UsbASP den Jumper 2 wieder entfernen, sonst dauert das schreiben des Bootloaders sehr lange.

Jetzt kann das AVR8DUDE wieder zugemacht werden.
Wir brauchen nun die Arduino-IDE. (unter Linux wieder als Root)

In der Arduino IDE nun im Menü Tools wieder das Board “Arduino Mega2560″ auswählen. Dann den Programmer UsbASP auswählen, und im Menü Tools “Bootloader installieren” starten.
(Ausgabe in der Statusleiste beobachten)

Nun ist der Arduino Mega wieder einsatzbereit und kann ganz normal über die IDE per “upload” programmiert werden.

Arduino Mega 2560, AMS1117 Spannungsregler und CPU Teil 1

Nun wieder mal was neues..
Ich hatte mich HIER ja bereits zu dem ganzen Ärgernis ausgekotzt.

Nun habe ich zwei tote Arduino Mega hier liegen, und gestern kamen aus China neue CPUs. Die kosteten etwa 4,70 E pro Stück, während die hier für 11,50 feilgeboten werden. Für 7,40 E gibts aus China einen komplett neuen Arduino Mega.

Aber es geht ja ums Prinzip, wegwerfen kann ja jeder.

In beiden Fällen ist bei meinen Arduinos die CPU zum Teil gestorben, der ADC ist kaputt, die CPUs verbraten viel mehr Strom als sie dürfen und erhitzen sich entsprechend.

Ursache ist in beiden Fällen die Stromversorgung gewesen. Beim Teilnehmer 1 habe ich die Beleuchtung des angeschlossenen Displays stark flackern sehen als der Atmega kaputt ging. Der Spannungsregler fing an zu schwingen.
Daraufhin habe ich am Ersatzboard noch einen zusätzlichen Kondensator (0805-SMD) direkt an die Beinchen des Spannungsreglers gelötet. Außerdem wurde auf die Platinenunterseite direkt auf die Durchkontaktierungen ein kleiner Kühlkörper geklebt. Die Eingangsspannung wurde schon im Sommer von 12 auf 10,5V gesenkt um die Verlustleistung zu begrenzen. Im prinzig ging es dem Regler also gar nicht so schlecht.

Der zweite Teilnehmer hat nur ein paar Tage durchgehalten, da hatte der Spannungsregler dann gleich komplett auf Durchzug geschaltet und die 10,5V auf die 5V-Elektronik gebrückt. Das hielt auch gar nicht lange an, denn nach kurzer Zeit sprengte sich der vorgeschaltete Schaltregler mit einem lauten Knall in die Luft.

Wegen der hohen Spannung hatte diesmal nicht nur der Atmel-CPU einen Schaden, sondern sind auch 4 Motortreiber kaputt. Leider waren da auch teure Silent Steptick dabei. Also 40-50 Euro Schaden und der Aufwand das ganze Elend wieder instand zu setzen.

Also gestern den ersten kaputten Arduino mega zur Brust genommen.
Als kleine Schwierigkeit ist noch zu erwähnen, das der Chip 100 Anschlüsse hat, die sehr eng zusammen liegen.

Hinweis: Bitte denkt an statische Aufladung beim Hantieren mit den CPUs. Wenn ihr keine geeignete Arbeitsumgebung (ausreichend hohe Luftfeuchte, Baumwollklamotten, unlackierter Holztisch, keine Plastestühle) habt, dann Anstistatikmatte, Armband und so nicht vergessen)

Nun zur Instandsetzung: Wie bekommt man das Ding überhaupt herunter, ohne die Leiterplatte zu beschädigen.
Es gibt zwei praktikable Methoden:
Methode 1: Vorwärmen und dann mit Heißluft alle Löstellen auf einmal flüssig machen. Dazu braucht man eine spezielle Düse oder gleich die ganze Reworkstation, ich habe beides nicht.
Dann bräuchte man eine Siebdruckmaske um Lötpaste aufzubringen und könnte es mit Heißluft wieder verlöten.
Deshalb habe ich die archaische Methode 2 angewandt:
Abflexen von 3 Pinreihen direkt am Chip mit dem Stabschleifer (Dremel ect) mit mini-Trennscheibe. Aufpassen das man nicht bis auf die Platine kommt.
Die vierte Reihe kann man dann mit viel Zinn benetzen und über die ganze Breite auf einmal ablöten. Mit Entlötlitze die ganzen Reste entfernen.

Dann muss der neue drauf. Eine Ecke ist etwas mehr schräg “abgeflacht” als die anderen 3, das dient als Orientierung für die richtige Montagerichtung.

Ein kleines Pad verzinnen, den Chip auflegen und positionieren und ein Beinchen anlöten. Kontrollieren ob alles fluchtet. Dann ringsherum reichlich Flussmittel auf die Beinchen auftragen und mit Lötzinn alles anlöten. Es werden sich bei unter 0,5mm Abstand eine Menge Lötzinnbrücken
bilden, was sich nicht vermeiden lässt.

Nun mit Entlötlitze alles überflüssige Zinn entfernen. Dann alles mit dem Mikroskop kontrollieren. Mit bloßem Auge kann man das gar nicht sehen ob alles passt. Ich habe zum Beispiel dieses olle Beinchen nicht gesehen, weil je nach Licht/Blickrichtung es nicht geglänzt hatte.
Die kleinen Strukturen sind leider schon recht nah an der optischen Auflösung unserer Augen. Gesehen habe ich nur den Versatz der Beinchen auf einer Seite.

Mit dem Auge sieht man etwa das hier:

Mit dem Mikroskop dann schon eher das hier:

Da hing wohl ein abgetrenntes Beinchen noch in der Entlötlitze, und hat sich zurück auf die Platine gemogelt.

Fehler dann entsprechend nochmal nacharbeiten, wenn nötig direkt unter dem Mikroskop.

Nun mal vorsichtig mit dem Labornetzteil mit Strombegrenzung bei 50mA das Teil an den Strom bringen. Geht das Netzteil in Strombegrenzung ist noch was faul.

Hochwertige Kontakte wiederverwenden.

An einem Wagen habe ich eine Sitzheizung nachgerüstet. Damit das auch schön aussieht, gab es die originalen Schalter für das Armaturenbrett vom Schrott.

Leider hat der Schrotti entgegen der üblichen Verhaltensweise wenn man die Stecker nicht braucht, nämlich beim zerlegen einfach den Kabelbaum durchzuschneiden und die Stecker am Bauteil stecken zu lassen, diesmal wirklich nur die nackten Schalter geschickt.

Das Problem hatte ich dann erstmal so gelöst:

Das Teil oben am Bildrand war an der Klebenaht befestigt und sollte die Kontakte auf die Kupferbahnen drücken. Dazu wurde oben und unten Moosgummi aufgeklebt.

Das hat auch zwei Jahre lang relativ gut funktioniert, bis auf der Beifahrerseite zunächst die Schalterbeleuchtung immer wieder ausging, und später dann auch die Sitzheizung kalt blieb.

Das kann so nicht bleiben, nur wie macht mans besser (außer die teuren Originalstecker kaufen).
Ich habe da vor Wochen einmal einen alten HF-Verteiler der hochwertigeren Sorte von der Arbeit mitgebracht (die dort zentnerweise verschrottet wurden) und hineingesehen, und dabei die schönen vergoldeten Phosphorbronzekontakte gesehen.
Die würden sich doch gut bei meinem Steckerproblemchen anbieten.

Also auf zum Kontakte-ernten.

Es braucht natürlich einen Adapter bzw. Steckergehäuse damit die Kontakte auch dahin gelangen wo sie hin sollen, und vor allem dort bleiben.
Eine Aufgabe für den 3D-Drucker :)


Es sind zwei Teile geworden. Wer noch nicht erkannt hat, wozu das zweite Teil ist, sieht es im nächsten Bild.

Das Teil passt so genau, das es durch Passung im Schalter hält.
Das andere kann dann passend hineingesteckt werden. Durch die asymetrische Anordnung der Kontakte im Loch kann der Stecker auch nicht verkehrtherum eingesteckt werden.

Das wird also so eingebaut, nachdem über den Lötanschlüssen noch eine Isolierung aufgeklebt ist.

Feineinstellbarer Z-Endschalter am Prusa I3, Extruderwechsel

Ich habe zwangsweise an meinem Prusa I3 Drucker einiges umgebaut, weil das Material aus dem ich die gedruckten teile für diesen Drucker hergestellt habe, leider nicht viel getaugt hat. Es bekommt Wochen bis Monate nach der Fertigung von innen heraus Risse und zerbricht dann irgendwann.

Nun sind sehr viele Teile kaputt gegangen und eine größere Wartung ist notwendig geworden.
Das ist eine gute Gelegenheit gleich noch ein paar Schwächen zu beseitigen.

Ich habe ja Vorbereitungen zum einfachen Austausch der Druckköpfe getroffen, und dann auch einen weiteren zusammengebaut für 3mm Filamente.
Das wechseln hat aber gezeigt, das es beinahe unmöglich ist, die Schrauben auf der Rückseite der Druckkopfhalterung fest oder loszuschrauben, ohne den ganzen Drucker hervorzuziehen und umzudrehen.

Deshalb habe ich mir dafür Rädelschrauben angefertigt.

Ein weiteres Problem ist die unterschiedliche Länge von der Druckdüse zur Befestigung. Dadurch ändert sich die Nullposition der Z-Achse natürlich jedes mal. Deshalb habe ich nun eine Verstellung mit Schwalbenschwanzführung eingebaut.

Nun ist das Druckkopf Auswechseln auf der mechanischen Seite nicht mehr ganz so kompliziert.

Nur das Einfädeln des Filamentfadens beim “Gregs Wade reloaded” Antrieb ärgert mich immer mal wieder ein wenig, besonders wenn die Materialspule bald leer ist, und der Filamentfaden deshalb sehr krumm von der Rolle kommt.

Außerdem habe ich auf der Z-Achse auf Bronzegleitlagerbuchsen gewechselt.

Dual Extruder und gesteuerte Lüfter am Ramps 1.4 mit Repetier Firmware (2)

Nun kommt der zweite Teil: Woher weiß denn die Druckerelektronik von der Erweiterung?

Nun, das muss in die Firmware hineinkompiliert werden.
Das klingt schlimmer als es ist.
Da ich die Repetier-Firmware verwende, muss man also die Repetier-Firmware herunterladen.
Dabei durchläuft man auf der Internetseite das onlinetool zum erzeugen der Konfiguration, die man sich hinterher fertig herunterladen kann.

Es muss nur jeweils für die nun neu hinzugekommenen Funktionen (die in der Firmware bereits enhalten, aber deaktiviert waren) der benutzte Anschluß festgelegt werden.

Die Anschlüsse sind alle Nummeriert, und der Schaltplan vom Ramps 1.4 zeigt die Zuordnung der Anschlüsse zu den Arduino- bzw. Atmega-Prozessorpins. Es gibt dazu eine einheitliche Nummerierung auf arduino.cc
https://www.arduino.cc/en/Hacking/PinMapping2560
Die Nummern in der Spalte “Digital Pins” entsprechen den Dxx Nummern im Repetier-Firmware Onlinekonfigurator.
Den Schaltplan findet man im Reprap Wiki:
http://reprap.org/wiki/RAMPS_1.4

Wie man an den Skizzen im ersten Beitrag sehen konnte, habe ich mir den Anschluß AUX2 ausgesucht. Hier kommt noch eine Besonderheit: Der Anschluß hat zusätzlich noch “Axx” Anschlüsse. Die gehen auf Pins am Atmega-Prozessor die auch als Analog-Eingang verwendet werden können. Ich habe mich an die D-Anschlüsse gehalten.
Will man die A-Anschlüsse auch verwenden, braucht man deren D-Nummern. Das die doppelt benamt sind war mir erst nicht klar, ich habe dann später aber festgestellt das der Anschlußplan von Ramps die erforderlichen zusätzlichen Nummern enthält.

Für die hier benutzen Erweiterungen sind keine weiteren Änderungen an der Firmware notwendig. Wer sich unsicher ist kann später in der pins.h bei der Hardware Nummer 33 nachsehen.

Wenn man nun die Firmware und die config.h heruntergeladen hat, braucht man die Arduino Classic IDE. Sie trägt die Versionsnummer 1.0.6
Das lädt man sich ebenfalls herunter und installiert es.
Dann wird die Firmware in einen Ordner entpackt, die config.h hineinkopiert und per doppelklick auf die repetier.ino Datei die IDE aufgerufen.

Nun Rechts oben im Menü den richtigen Arduino aussuchen, also den Arduino Mega 2560, und die richtige virtuelle serielle Schnittstelle.
Dann kann mit dem Button Upload (ganz links zu finden) die neue firmware automatisch kopiliert und in den Drucker geladen werden.
Danach stehen die gewünschten Funktionen zur Verfügung, wenn man alles richtig gemacht hat.
pins.h in arduino -> hardware “== 33″ – keine änderung nötig
features in firmware aktivieren.

Elektronik und anderes Gefrickel