Mehr 3D-Drucker: Projektfortschritt

Ich hatte ja angekündigt einen Workshop zum 3d-Drucker-bau vorzubereiten.

Nun, es geht voran.
Zunächst stand mein eigener Drucker erstmal im Vordergrund, der als Prototyp für die nächsten dienen sollte.
In den letzten Wochen habe ich nahezu alle Druckteile im CAD neu konstruiert und ausprobiert und zum Teil auch wieder verworfen, nochmal geändert oder ganz anders neu gemacht.

Viel viel Arbeit (und das unterschätze selbst ich jedes mal wieder) steckt in der Verkabelung. Ich hatte vieladrige Steuerlitze gekauft und mir überlegt wie man die vielen Adern verwendet. Die Querschnitte entsprechend den Strömen, wieviele Adern man wo benötigt und was eben noch so alles daran hängt.

Elektrik

Alleine die ganzen kleinen Crimpkontakte haben gefühlt “einen ganzen Tag” in Anspruch genommen.

Aber nun ist es so weit, der Prototyp läuft und ich bin weitgehend damit zufrieden. Natürlich gibts immer hier und da noch ein wenig “Feinschliff” zu tun, aber so wie er ist bringt er schon ordentliche Druckergebnisse.

Damit konnte ich den mit selbst auferlegten Zeitplan einhalten und so kam es, das am Dienstag der Auftrakt zum Workshop stattfinden konnte.
Der Prototyp wurde vorgeführt, das weitere Vorgehen besprochen und auch manche Frage beantwortet.

Nebenher kommt nun die Sträflingsaufgabe auf mich zu, das alles noch möglichst umfassend zu dokumentieren. Ich hoffe meine Motivation hält bis zum Schluß an.

Etwas Panik bekam ich dann doch, weil ich angekündigt hatte die ganzen Druckteile anzufertigen, und nicht so recht voran kam.
Das hat mehrere Gründe. Einer ist die schlechte Verfügbarkeit von Antriebsrädchen für den GT2 Zahnriemen für 10mm Wellen, was dazu führt das ich nun selbst welche aus SAN (Styrol-Acrylnitrid) drucke. Da in jedem Drucker 12 Stück gebraucht werden, nimmt das allein schon viele Maschinenstunden in Anspruch, da diese Teile einen hohen Detailgrad benötigen.

Zahnriemenrädchen

Weiterhin hat der Drucker auf aufgrund konstruktiver Merkmale (z.B. die Motoren hinten mit extra Halterungen) natürlich viele Einzelteile die gedruckt werden müssen. Wenn nun der Drucker schon mit den Riemenrädchen belegt ist, wird es schwer noch alle anderen Teile rechtzeitig fertig zu bekommen.

Teileproduktion

Zu meinem Glück funktioniert der neue Drucker aber nun gut genug, um diesen einen Teil der Arbeit erledigen zu lassen. Das entspannt die Situation dann doch.

Bisher läufts also erstmal, und bis auf ein paar Schrauben die sich gelockert haben schlagen sich beide Maschinen nun wacker.

Druckteile
Auf das die Kartons voll werden !

Die Trockensocken

Einzelsocken als Trockenmittelbeutel :)

Wer schon Elektronikgeräte, Lederwaren u.ä. auspackt findet oft so ein kleines Beutelchen, gefüllt mit transparenten kleinen Kugeln.
Das ist ein Trockenmittel, um die Luftfeuchtigkeit in der Verpackung niedrig zu halten.

Will man Dinge trocknen, braucht man also nur genug frisches Trockenmittel mit dem zu trocknenden Gegenstand in einen luftdichten Behälter zu packen und abzuwarten, bis das Trockenmittel die Feuchtigkeit gebunden hat.

Natürlich müsste man sehr lange sammeln um eine ausreichende Menge an Trockenmittel zusammen zu bekommen, man kann sich das Zeug aber auch einfach im Netz bestellen. 4 Euro pro Kilo kostet es etwa.

Das Trockenmittel mit dem ungiftigen orangefarbenen Indikator bietet sich an um Gewürze zu trocknen. Damit bekommt man beispielsweise Chilis so trocken, das sich im Mörser daraus Pulver herstellen lässt. Nur an der Luft getrocknet sorgt die Restfeuchtigkeit nämlich dafür, das die Früchte sich nur grob zerkleinern lassen und dann eher lederartig sind und sich gegen weitere Zerkleinerung wehren.

Genauso kann man Kräuter für Gewürzsalz entspechend vortrocknen.

    Das mache ich so: Ich nehme so einen hermetisch dichten Lebensmittelbehälter und fülle ich einen daumen dick (hoch) Silicagel rein, lege ein Blatt Papier oben drauf und da drauf die zu trocknenden Dinge.
    Mindestens 3…4 Tage muss es da drin bleiben, dann ist es so trocken das es beim Berühren schon bröselt.

Natürlich gibts auch technische Anwendungen für Trockenmittel, nicht nur in der Chemie.
Beim 3d-Drucken gibts Probleme wenn das Material für den Druck zu viel Wasser aufgenommen hat. Dann verdampft es beim Schmelzen im Druckkopf und sorgt für Unregelmäßigkeiten.

Nun ist meine kleine Trockenmittelkiste nicht groß genug für die Filamentrollen. Und mit der Zeit sammeln sich verschiedene Farben und Materialen an, die alle irgendwie vor dem Einsatz nochmal getrocknet werden wollen.

Es braucht also viel von dem Zeug. Nun hat mich Jojo im Bytespeicher darauf gebracht, Silikatkatzenstreu auszuprobieren, was im Prinzip das gleiche wäre.

Ich habe also im Baumarkt einen 5-Liter Sack Silikatkatzenstreu gekauft. Da sind gar keine Kugeln drinn, sondern Bruchstücke, so wie feiner Split. Zum Glück ist wenigstens der ganze Staub nicht mit dabei, aber die Bruchstücke selbst sind Korn 0,5-8mm etwa.
Mein loses Silicagel war ja schon schlimm genug, da sich die Kugeln aufladen beim umrühren zum trocken, und auf dem Laminatboden springen wie ein Gummiball.
Bei dem Katzenstreu ist auch noch sehr kleinteiliges Zeug mit drinn, das krümelt ja noch mehr herum.

Die blau gefärbten Teile haben keine Indikatorfunktion, sondern sollen das Produkt offensichtlich nur “frischer” aussehen lassen.

Also wie macht man das Krümelzeug nun verwendbar?

Nach einigen Tagen ist mir eine Lösung eingefallen: Übriggebliebene Einzelsocken mit dem Pulver auffüllen und zunähen. :)
Die kann man schön um eine Filamentspule rollen. Es krümelt nichts. Die Hülle ist wasserdampfdurchlässig.
Und mikrowellengeeignet.

Wenn man ausreichend große Mengen (z.B. 250 Gramm) in die Mikrowelle legt, ist die Energiedichte soweit ok, das die Teile nicht zerbrechen. Dazu lege ich zum regenieren einfach 2 Trockensocken auf einmal in die Mikrowelle.
Das aufgenommene Wasser kommt dann als Dampf wieder heraus.

Nachtrag:

    Meine Erfahrung mit dem Silikatkatzenstreu ist: Das ist Zeug ist eigentlich genauso wie das andere Silikatgel was ich habe, nur nicht in Kugelform, ohne Indikator, und wenn man es kauft ist es nicht gescheit getrocknet.
    Also vor dem ersten Einsatz erstmal ein Pfund davon für 4 Minuten in die Mikrowelle. Wenn sich der Dampf im Garraum niederschlägt rausnehmen und irgendwo hinhängen wo es nicht in der eigenen Kondensfeuchte liegt, sondern in ruhe ausdampfen und abkühlen kann.

Filamentextruder: Elektronik

Hier gehts weiter mit dem vorgestellten Filamentextruder.
Der ganze Drahtverhau braucht ein wenig Ordnung, es soll sich auch nachher ein Bedienfeld ergeben.

Dazu bekommt der Apparat einen doppelten Boden.
Beim zuschneiden der Holzteile für den Unterschrank in der Küche blieb ein passendes Stück übrig.

Aus dem mit dem Filamentextruder hergestellten Recyclingmaterial werden gleich die benötigten Teile für den Extruder gedruckt.

Los gehts mit 4 Stützen, und weiter mit 4 Baugruppenträgern, die gleichzeitig die Frontplatten der jeweiligen Baugruppe mit den Bedienelementen haben.

So soll es später leichter sein, Baugruppen zu ändern oder zu ersetzen.
Der Kasten wird 70mm hoch sein, deshalb steht das Maß für die Bedienfelder schon mal fest. Ein 24V Netzteil ist bereits beschafft und wartet auf seinen Einsatz.

Da die Heizung später durch ein leistungsfähiges 230V-Heizband ersetzt wurde, muss dieses nur dem Antriebsmotor der Förderschnecke und etwas Kleinkram betreiben und ist nun überdimensioniert.

Also los:

und von der anderen Seite:

Die Anordnung der verschiedenen Teile ergibt sich dann.

Schon mal alles zusammengestellt:

Nun fehlt noch etwas Kleinkram, ein weiteres Teil mit zusätzlichen Schaltern, Halter für Abdeckstreifen der ungenutzten Fläche, und natürlich der Kabelbaum nebst Steckverbindung nach oben zum Extruder.
Doch damit gehts ein anderes Mal weiter.

Erfurt: Mehr 3D-Drucker.

Da ich nun häufiger in Erfurt unterwegs bin, hat es mich auch ins lokale Hackspace verschlagen, den Bytespeicher.
Dabei ist mir aufgefallen, dass da zwischen meiner Vorstellung über die Anzahl der vorhandenen 3D-Drucker und der tatsächlich vorhandenen Anzahl eine ziemliche Lücke klafft :)

Das lässt sich bestimmt ändern, und deshalb habe ich auf der entsprechenden Mailingliste nachgefragt, ob jemand mitmachen möchte.
Es wird also eine Arbeitsgruppe, Zirkel, oder neudeutsch ein Workshop veranstaltet werden, bei dem eine Hand voll solcher Geräte aufgebaut werden.
Eine Ankündigung gibts bereits auf https://makerspace-erfurt.de zu lesen.

Nun möchte das natürlich auch vorbereitet sein, und darüber will ich nun hier ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.

Erfurt: Mehr 3D-Drucker. weiterlesen

Filamentextruder: Neues Getriebe

Nachdem sich mehrfach gezeigt hat, das die 6 und 8mm schmalen Zahnräder etwas schwach sind für die Kräfte die für den Antrieb der Förderschnecke des Filamentextruders nötig sind, habe ich das ganze nun ein ganz klein wenig überarbeitet.

Es gibt erstmal einen Satz neue Zahnräder. Der IC dient dem Größenvergleich.

Hier im vergleich mit dem alten Getriebe:

Dazu habe ich aus Blechteilen aus dem Baumarkt ein Gehäuse gemacht. An den Löchern lassen sich Kugellagerhalter befestigen.


Auf dem Foto fehlen natürlich noch die Kugellager und Wellen, die Zahnräder hängen nur so “zur Ansicht” an diesen dünnen Schrauben.

Auf dem Foto sieht man testweise das erste Zahnrad aus dem blauen ABS. Das war leider nicht abriebfest genug und musste nach einem Einsatz schon wieder ausgetauscht werden. Das erste Zahnrad mit der höhsten Umdrehungszahl und dem geringen Umfang neigt dazu, für den Werkstoff PLA durch Reibung zu warm und damit weich zu werden, deshalb hatte ich hier ein anderes Material ausprobiert.

geschirrspüler unterschrank

Da ich nach wie vor regelmäßig Brot backe, wurde sich beschwert über das Backofenzubehör, welches ständig im Weg herumsteht.
Zusätzlich steht der Auftisch-Geschirrspüler seit dem Umzug auf Stapelkisten.

Fast wäre er schon durch einen normalen schmalen 45cm Geschirrspüler ersetzt worden, weil er einmal das Wasser nicht mehr halten wollte.
Ich habe ihn aber gereinigt und seither funktioniert er wieder.

Nun kann man ja eins und eins zusammenzählen, die Backformen die früher im Ofen lagerten und mir nun beim Backen immer im Weg sind, könnten doch in einem Unterschrank unter dem kleinen Geschirrspüler verschwinden.

Nebenher waren mir neulich ein paar Spanplatten von einem zerlegten Schrank vom Straßenrand ins Auto gesprungen, ohne das für diese eine feste Bestimmung vorgelegen hätte.

Also gut, erstmal messen. Schöner siehts ja aus, wenn nachher oben alles in der gleichen Höhe ist. Damit ergab sich also auch, wie hoch der Sockel unter dem Geschirrspüler sein soll.
Die Spanplatten waren 56cm breit, das ist genau die richtige Tiefe für einen Küchenschrank.

Damit das auch von der Handhabung schön wird, habe ich kugelgelagerte Teleskopschienen bei ebay gekauft. 55cm lang. Der monetäre Anschaffungswiederstand war knapp 15 Euro für beide Schienen inclusive Versand.

Wenn man sich nicht so richtig sicher ist, wie man das am besten zusammenschustert, malt man sich erstmal ein paar Striche und Zahlen aufs Papier.

Dann den Korpus zusammenbasteln. Ich habe mir eine Lehre mit dem 3d-Drucker hergestellt um Löcher für Holzdübel möglichst genau bohren zu können. Dazu vielleicht später noch ein eigener Beitrag. Man kann es ja auch einfach mit Schrauben zusammenschrauben, sieht aber nicht so schön aus.

Rückwand ist einfache dünne Schrankrückwand, stabilisiert das ganze aber ganz gut.

Dann auf beiden Seiten die Teleskopschienen angeschraubt und den Innenabstand dazwischen gemessen. Danach wurde dann der Kasten gebaut.
Der Kasten besteht aus den gleichen Spanplatten wie der Korpus, 16mm stark, weil die ja da waren und nichts gekostet haben. Zum Glück ist der
Geschirrspüler schwer genug, so daß beim Herausziehen der Schublade der Schrank nicht einfach nach vorn kippt.
Die Schienen sind bis 45 Kilogramm geeignet und sollten das aushalten. Im nachhinein als ich den schweren Kasten fertig hatte, war ich froh die schwereren Schienen ausgesucht zu haben :)

Damit die Front zum nebenstehenden Spülenschrank passt, musste natürlich auch entsprechend der Sockel in der gleichen Höhe nachgebaut werden.
Da mein Schrank eine Spezialanfertigung ist, wird der Platz im Sockel natürlich nicht verschwendet und der Schubladenboden kommt einen halben Zentimeter über den Fußboden.

Praktischerweise hatte ich von den Edelstahlgriffen an den Küchenschränken (Nachdem ein Plastegriff gebrochen war, hatte ich alle ausgetauscht) zwei mehr gekauft als benötigt wurden, für eventuell nachfolgende Schränke. Das erspart die rennerei, nochmal das gleiche design nachzukaufen.
Die Griffe kamen damals 1 Euro pro Stück, waren ein schnäppchen. Der Edelstahl rostet dafür auch. Ab und zu einfetten, dann merkts keiner :D

Dank der langen Teleskopschienen kann diese Schublade nun auch das, was die anderen in der Küche nicht können: Sie geht komplett auf.

Wie so häufig fordert bauen auch Opfer. Die kleine Fußbank hatte kontakt zum Sägeblatt aufgenommen, das Brett ist halb durch. Das ist doch noch gut :) Das kann man doch noch nehmen. Ein bisschen Holzkitt, und dann geht das wieder.

Kontakte von einem Konto aufs andere Verschieben unter Android

Das war bisher mit großen schmerzen verbunden.
Bisher?

Nun, ab Android 5 gehts offenbar.

Auf dem Samsung Galaxy A5:
Kontakte App aufmachen (Nicht Telefonapp und dann auf Kontakte)
Menü ausklappen.
Gerätekontakte verschieben nach -> ist falsch.
-> richtiger: Einstellungen
-> Kontakte
-> Kontakte importieren/exportieren
-> vom Gerätespeicher importieren
-> Kontakt speichern in
-> Konto auswählen.

Danach wieder im Menü der Kontakte-App
-> Einstellungen
-> Kontakte
-> Anzuzeigende Kontake
-> das alte Konto anwählen

Zurück in die Kontake App,
Menü öffnen,
-> Auswählen
-> oben am Bildschirmrand neben “0 Ausgewählt” das viereck antippen
-> Papierkorb (auch oben)

Damit sind alle auf das neue Konto umgezogen.

defekte(?) HP Docking Station 1YR

Product #: 469619

Fehler: Laptop lädt nicht auf der Docking Station.
Verschiedene Netzteile erfolglos ausprobiert.

Fehlersuche im Gerät: ein Mosfet schaltet die Ladespannung nicht auf die Stromkontakte des Dockinganschluß.
Ursache unklar.

Es hat sich dann nach Hinweisen aus dem Internet herausgestellt, das diese Dockingstation nicht mit dem 65W Originalnetzteil vom Notebook läuft.

Ein Gebrauchtteil von ebay, 135W 19V 7.1A (HSTNN-HA01) hat dann für korrekte Funktion gesorgt. Es gibt noch ein stärkeres mit 150W, das ist aber scheinbar nicht von nöten, oder nur für die große Dockingstation mit eingebauten Laufwerken.

WordPress 3.8.1 kaputt nach Update des twentyfourteen Theme (Error 500)

Nach einspielen eines Update des Theme hier im Weblog war es kaputt.

Aus den Errorlogs des Servers ging ein Fehler in Zeile 40 der Datei /wp-content/themes/twentyfourteen/inc/widgets.php hervor.

Das Update hat diese Funktion hinzugefügt:
/**
* Constructor.
*
* @since Twenty Fourteen 1.0
*
* @return Twenty_Fourteen_Ephemera_Widget
*/
public function __construct() {
parent::__construct( 'widget_twentyfourteen_ephemera', __( 'Twenty Fourteen Ephemera', 'twentyfourteen' ), array(
'classname' => 'widget_twentyfourteen_ephemera',
'description' => __( 'Use this widget to list your recent Aside, Quote, Video, Audio, Image, Gallery, and Link posts.', 'twentyfourteen' ),
'customize_selective_refresh' => true,
) );

/**if ( is_active_widget( false, false, $this->id_base ) || is_customize_preview() ) {
add_action( ‘wp_enqueue_scripts’, array( $this, ‘enqueue_scripts’ ) );
}*/
}
Die letzten zeilen unten ab “if ( is_active_widget” laufen nicht, deshalb sind die nun bei mir auskommentiert.
Da ich dieses Widget gar nicht verwende, sollten die ohnehin nicht ausgeführt werden, was offenbar nicht funktioniert.

Nun läufts wieder.
Ich hoffe diese Fehlerdokumentation hilft dem Nächsten mit diesem Problem.
Deshalb war das Weblog die letzten Stunden down.

Arduino Mega 2560, AMS1117, ATMega CPU. Teil 2 – Firmware

Nachdem nun mechanisch alles in Ordnung gebracht wurde, kommt der zweite kniffelige Teil.

Mein Arduino Mega war noch über Seriell ansprechbar, daher wird hier nur die CPU selbst beschrieben, nicht der USB-Seriell-Wandler (Atmega18U2, CHG340 oder was eben so auf dem Board ist)

Es wird benötigt: Ein Programmer für Atmel 8-bit CPUs.
Software, Arduino IDE.

Ich habe folgende Tools:
UsbASP (fischl.de) als Programmer
AVR8-Burn-o-Mat als Frontend
Arduino-IDE 1.06 “classic”
Google :)

Neben der CPU sieht man einen ICSP-Anschluss aus einer 3×2 Pfostensteckerleiste. Das ist standartisiert, wer dazu noch keinen Adapter hat kann sich das googeln.

Die CPU ist nun noch komplett nackig, es fehlt der Arduino Bootloader und die passende Konfiguration in den Fuses-Registern.

Also ran an den ISCP-Anschluss, auf Pin1 aufpassen und UsbASP anschließen.
AVR8-Burn-o-Mat starten (Unter Linux: als Root, sonst hat das Programm keinen zugriff auf /usr/bin/avrdude, ggf. config anpassen um den korrekten Pfad zu ARVDUDE einzutragen. AVRDude wird dann auch als Root ausgeführt was wichtig ist für den Zugriff auf die USB-Hardware).

Zunächst müssen die FUSES gesetzt werden. Der Prozessor ist noch langsam und es ist zu empfehlen den Jumper für langsame Prozessoren am UsbASP zu stecken.
Google liefert dazu diesen Treffer:

http://www.codingwithcody.com/2011/04/arduino-default-fuse-settings/

Arduino Mega 2560
Low Fuse 0xFF
High Fuse 0xD8
Extended Fuse 0xFD

im AVR8-burn-o-Mat wählt man also den AVR-Type ATmega2560 aus, daneben ist der Button “Fuses”.
Der öffnet ein Dialogfeld mit vielen optionen.
Da wir schon wissen welche Hexwerte gebraucht werden wird der Reiter “Fuse HEX Editor” gewählt und die 3 Werte eingetragen.

Apply anklicken, dann oben “write Fuses”.
Die Ausgabe von AVRDUDE im Programmfenster beobachten, ob es geklappt hat.

Nun alles einmal abstecken und wieder anstecken, damit der Prozessor neu startet, am UsbASP den Jumper 2 wieder entfernen, sonst dauert das schreiben des Bootloaders sehr lange.

Jetzt kann das AVR8DUDE wieder zugemacht werden.
Wir brauchen nun die Arduino-IDE. (unter Linux wieder als Root)

In der Arduino IDE nun im Menü Tools wieder das Board “Arduino Mega2560″ auswählen. Dann den Programmer UsbASP auswählen, und im Menü Tools “Bootloader installieren” starten.
(Ausgabe in der Statusleiste beobachten)

Nun ist der Arduino Mega wieder einsatzbereit und kann ganz normal über die IDE per “upload” programmiert werden.

Arduino Mega 2560, AMS1117 Spannungsregler und CPU Teil 1

Nun wieder mal was neues..
Ich hatte mich HIER ja bereits zu dem ganzen Ärgernis ausgekotzt.

Nun habe ich zwei tote Arduino Mega hier liegen, und gestern kamen aus China neue CPUs. Die kosteten etwa 4,70 E pro Stück, während die hier für 11,50 feilgeboten werden. Für 7,40 E gibts aus China einen komplett neuen Arduino Mega.

Aber es geht ja ums Prinzip, wegwerfen kann ja jeder.

In beiden Fällen ist bei meinen Arduinos die CPU zum Teil gestorben, der ADC ist kaputt, die CPUs verbraten viel mehr Strom als sie dürfen und erhitzen sich entsprechend.

Ursache ist in beiden Fällen die Stromversorgung gewesen. Beim Teilnehmer 1 habe ich die Beleuchtung des angeschlossenen Displays stark flackern sehen als der Atmega kaputt ging. Der Spannungsregler fing an zu schwingen.
Daraufhin habe ich am Ersatzboard noch einen zusätzlichen Kondensator (0805-SMD) direkt an die Beinchen des Spannungsreglers gelötet. Außerdem wurde auf die Platinenunterseite direkt auf die Durchkontaktierungen ein kleiner Kühlkörper geklebt. Die Eingangsspannung wurde schon im Sommer von 12 auf 10,5V gesenkt um die Verlustleistung zu begrenzen. Im prinzig ging es dem Regler also gar nicht so schlecht.

Der zweite Teilnehmer hat nur ein paar Tage durchgehalten, da hatte der Spannungsregler dann gleich komplett auf Durchzug geschaltet und die 10,5V auf die 5V-Elektronik gebrückt. Das hielt auch gar nicht lange an, denn nach kurzer Zeit sprengte sich der vorgeschaltete Schaltregler mit einem lauten Knall in die Luft.

Wegen der hohen Spannung hatte diesmal nicht nur der Atmel-CPU einen Schaden, sondern sind auch 4 Motortreiber kaputt. Leider waren da auch teure Silent Steptick dabei. Also 40-50 Euro Schaden und der Aufwand das ganze Elend wieder instand zu setzen.

Also gestern den ersten kaputten Arduino mega zur Brust genommen.
Als kleine Schwierigkeit ist noch zu erwähnen, das der Chip 100 Anschlüsse hat, die sehr eng zusammen liegen.

Hinweis: Bitte denkt an statische Aufladung beim Hantieren mit den CPUs. Wenn ihr keine geeignete Arbeitsumgebung (ausreichend hohe Luftfeuchte, Baumwollklamotten, unlackierter Holztisch, keine Plastestühle) habt, dann Anstistatikmatte, Armband und so nicht vergessen)

Nun zur Instandsetzung: Wie bekommt man das Ding überhaupt herunter, ohne die Leiterplatte zu beschädigen.
Es gibt zwei praktikable Methoden:
Methode 1: Vorwärmen und dann mit Heißluft alle Löstellen auf einmal flüssig machen. Dazu braucht man eine spezielle Düse oder gleich die ganze Reworkstation, ich habe beides nicht.
Dann bräuchte man eine Siebdruckmaske um Lötpaste aufzubringen und könnte es mit Heißluft wieder verlöten.
Deshalb habe ich die archaische Methode 2 angewandt:
Abflexen von 3 Pinreihen direkt am Chip mit dem Stabschleifer (Dremel ect) mit mini-Trennscheibe. Aufpassen das man nicht bis auf die Platine kommt.
Die vierte Reihe kann man dann mit viel Zinn benetzen und über die ganze Breite auf einmal ablöten. Mit Entlötlitze die ganzen Reste entfernen.

Dann muss der neue drauf. Eine Ecke ist etwas mehr schräg “abgeflacht” als die anderen 3, das dient als Orientierung für die richtige Montagerichtung.

Ein kleines Pad verzinnen, den Chip auflegen und positionieren und ein Beinchen anlöten. Kontrollieren ob alles fluchtet. Dann ringsherum reichlich Flussmittel auf die Beinchen auftragen und mit Lötzinn alles anlöten. Es werden sich bei unter 0,5mm Abstand eine Menge Lötzinnbrücken
bilden, was sich nicht vermeiden lässt.

Nun mit Entlötlitze alles überflüssige Zinn entfernen. Dann alles mit dem Mikroskop kontrollieren. Mit bloßem Auge kann man das gar nicht sehen ob alles passt. Ich habe zum Beispiel dieses olle Beinchen nicht gesehen, weil je nach Licht/Blickrichtung es nicht geglänzt hatte.
Die kleinen Strukturen sind leider schon recht nah an der optischen Auflösung unserer Augen. Gesehen habe ich nur den Versatz der Beinchen auf einer Seite.

Mit dem Auge sieht man etwa das hier:

Mit dem Mikroskop dann schon eher das hier:

Da hing wohl ein abgetrenntes Beinchen noch in der Entlötlitze, und hat sich zurück auf die Platine gemogelt.

Fehler dann entsprechend nochmal nacharbeiten, wenn nötig direkt unter dem Mikroskop.

Nun mal vorsichtig mit dem Labornetzteil mit Strombegrenzung bei 50mA das Teil an den Strom bringen. Geht das Netzteil in Strombegrenzung ist noch was faul.

Hochwertige Kontakte wiederverwenden.

An einem Wagen habe ich eine Sitzheizung nachgerüstet. Damit das auch schön aussieht, gab es die originalen Schalter für das Armaturenbrett vom Schrott.

Leider hat der Schrotti entgegen der üblichen Verhaltensweise wenn man die Stecker nicht braucht, nämlich beim zerlegen einfach den Kabelbaum durchzuschneiden und die Stecker am Bauteil stecken zu lassen, diesmal wirklich nur die nackten Schalter geschickt.

Das Problem hatte ich dann erstmal so gelöst:

Das Teil oben am Bildrand war an der Klebenaht befestigt und sollte die Kontakte auf die Kupferbahnen drücken. Dazu wurde oben und unten Moosgummi aufgeklebt.

Das hat auch zwei Jahre lang relativ gut funktioniert, bis auf der Beifahrerseite zunächst die Schalterbeleuchtung immer wieder ausging, und später dann auch die Sitzheizung kalt blieb.

Das kann so nicht bleiben, nur wie macht mans besser (außer die teuren Originalstecker kaufen).
Ich habe da vor Wochen einmal einen alten HF-Verteiler der hochwertigeren Sorte von der Arbeit mitgebracht (die dort zentnerweise verschrottet wurden) und hineingesehen, und dabei die schönen vergoldeten Phosphorbronzekontakte gesehen.
Die würden sich doch gut bei meinem Steckerproblemchen anbieten.

Also auf zum Kontakte-ernten.

Es braucht natürlich einen Adapter bzw. Steckergehäuse damit die Kontakte auch dahin gelangen wo sie hin sollen, und vor allem dort bleiben.
Eine Aufgabe für den 3D-Drucker :)


Es sind zwei Teile geworden. Wer noch nicht erkannt hat, wozu das zweite Teil ist, sieht es im nächsten Bild.

Das Teil passt so genau, das es durch Passung im Schalter hält.
Das andere kann dann passend hineingesteckt werden. Durch die asymetrische Anordnung der Kontakte im Loch kann der Stecker auch nicht verkehrtherum eingesteckt werden.

Das wird also so eingebaut, nachdem über den Lötanschlüssen noch eine Isolierung aufgeklebt ist.

Elektronik und anderes Gefrickel