Kategorie-Archiv: Haus und Wohnung

Das Kompost Experiment

Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus und habe weder Grundstück noch Garten.
Da ich aber auf den Fensterbänken allerlei Grünzeug wachsen lasse, fällt natürlich auch jedes Jahr im Herbst einige Biomasse an, gleichzeitig wird im Frühjahr frische Erde gebraucht.

Nebenbei wird hier im Ort auch kein Biomüll getrennt gesammelt, obwohl das eigentlich Vorschrift ist.
Bei meinem Abfall ist der meiste Anteil Papier/Pappe und Kunststoffe.

Auf der Restabfälleseite gibts etwa gleichstand von Restabfall und Bioabfall. Eigentlich ist Bioabfall ja gar kein Abfall. Es ist ein Rohstoff. Ein Wertstoff. Der wird hier aber mit dem Restabfall verbrannt.

Nun möchte ich den Wertstoff Bioabfall aber nutzbar machen, und damit künstliche Düngemittel und zugekaufte Erde ersetzen. Deshalb habe ich einen „schnellkomposter“ in meinem Kellerabteil aufgestellt.
Schnell kompostet der dort nicht, da es zu kühl ist und auch keine Sonne die Kiste wärmt. Aber es muss auch nicht schnell gehen, es hat ja das ganze Jahr zeit Humus zu bilden.

Sorgen hatte ich über eventuell auftretende unangenehme Gerüche. Wenn man aber sorgfältig auf eine gute Mischung von trockenen und feuchten Zugaben und holzigen Pflanzenteilen die den Haufen luftdurchlässig halten achtet, kommt es nicht zu Zuständen mit Fäulnisprozessen die entsprechenden Gestank verursachen.

Das Experiment läuft jetzt seit 2,5 Jahren. Rückblickend kann ich ein paar Hinweise geben, falls es mir jemand gleich tuen will.
Probleme sind: Die richtige Biologie bekommen. Ich habe eine „Biologiespende“ von Omas Komposthaufen aus dem Garten hergenommen, was natürlich die beste Variante ist.
Der Komposthaufen wird im Keller zu trocken, da hier natürlich kein Regen fällt. Durch sehr ungünstiges Lüftungsverhalten hier im Haus ist der Keller im Sommer sehr feucht und im Winter trocken, so dass ich im Winter von Zeit zu Zeit den Kompost mit Wasser versorgen muss, damit mir die Biologie nicht eingeht (im ersten Winter passiert, alles komplett ausgetrocknet).
Mit größererem Haufenvolumen wird das aber weniger kritisch.
Um das Volumen zu erhöhen, kann man einfach Blumenerde aus dem Sack zu den Bioabfällen hinzugeben, auch abdecken mit etwas Erde verringert das Austrocknen.

Ich möchte dann die verbrauchte Erde aus den Blumenkästen im Winter dem Kompost zuführen und am Ende einen Kreislauf erhalten, bei dem durch hinzufügen von pflanzlichen Abfällen die Nährstoffe für die Pflanzen am Fenster immer wieder nachkommen.

Dieses Jahr ist das erste Jahr, in dem ich mit nennenswerten Mengen eigenem Kompost die Erde meiner Blumenkästen aufbessern kann. Ich werde zu gegebener Zeit berichten.

Beleuchtung Spülenschrank

Der Spülenschrank in der Küche ist sehr tief, und leider auch genauso dunkel.
Zusätzlich wirft am Tag selbst die Tür noch einen Schatten, so das es ohne Taschenlampe schwierig ist die dort untergebrachten halbaren Lebensmittel zu identifizieren, ohne erst alles auszuräumen.
Das nervt.
Geht schließlich auch anders.

Beim letzten FEW-Treffen habe ich gebrauchte LED-Leisten mit Aluminiumschiene bekommen, in denen im Grunde nur ein ganz schnöder LED-Klebestreifen eingeklebt und mit Epoxidharz vergossen ist.
Leider hat die Helligkeit der Leds offenbar durch Alterung in den letzten Jahren schon etwas nachgelassen, so das die Lichtleisten gar nicht mehr für jede Verwendung taugen.
Also erstmal ein Netzteil angetüddelt und ausprobiert, ob das im dunklen Schrank auch reicht, um „das Apfelmus“ zu finden 🙂
Es reicht.

12V Strom gibts dort sowiso, weil da ein Steckernetzteil das Küchenradio und die Beleuchtung vom drehbaren Regal versorgt. Leider wird dessen Leistung nun etwas knapp, da die beiden LED-Streifen sich jeweils ein halbes Ampere einverleiben, aber nur für 50mA Licht machen. Da das Schranklicht nur ein paar Minuten im Monat leuchten muss, spielt der schlechte Wirkungsgrad aber keine große Rolle.

Irgendwie muss das alles natürlich auch geschalten werden. Ein Schalter der manuell betätigt werden muss ist natürlich schon wieder umständlich, das ist ja schon der halbe Aufwand im Vergleich zur Taschenlampe. Das muss von selbst angehen.

Deshalb kommt hier ein Mikroschalter zum Einsatz, der von der Schranktür betätigt wird. Der Öffner schaltet das Licht aus, wenn die Tür geschlossen ist. Genau so wie im Kühlschrank.

Schranklicht

Weil der Betätigungsweg von dem Mikroschalter so kurz ist, und deshalb das ziemlich fummelig ist den Schaltpunkt richtig einzustellen, bekommt er noch etwas Hebelübersetzung. Das Teil mit dem 3d-Drucker herzustellen war am wenigsten Anstrengend, so ist es eine kleine Befestigungsplatte mit Langlöchern und ein Hebel geworden.
Aufgrund meiner unter der flachen Seite der Spüle nachgerüsteten Schublade befindet sich im Schrank bereits eine Holzleiste, an die ich den Schalter anschrauben kann.

Die Verkabelung erfolgt pragmatisch auf kürzesten Wegen.

Schranklicht

Nun sieht man auch etwas im unteren Schrankfach.

Alte Holzfenster – Kleinreparaturen

In meiner Wohnung habe ich alte Holzfenster.

Doppelte Fensterflügel mit 2x Einscheibenglas in jeweils einem eigenen Holzrahmen, die mit Verschraubungen „zusammengedoppelt“ sind.

Fensterglas traditionell mit Kitt eingebaut.

Das Holz ist noch ganz gut, die Farbe und der Kit nicht so. Überall bröselt es, hier und da mache ich jedes Jahr partiell das schlimmste wieder neu. Da mal einen Fensterschenkel anstreichen, hier mal ne Kittfuge.

Ich gehe mal davon aus, das man weiß wie man den Kitt in die Fuge bekommt. Doch damit das länger hält, muss das ausgetrocknete Holz an der Kittfuge erstmal mit frischen Leinöl gestrichen werden, damit nicht das ganze Öl (=bindemittel) aus dem neuen Kitt gesaugt wird.

Nach dem Kitten muss dann die Fuge ein paar wochen trocknen, bevor frische Farbe drauf kann. Und die muss drauf, damit das Sonnelicht den Kitt nicht zerstört.

Dann hält das wieder eine ganze Zeit.

Doch nun zur letzten Kleinreparatur. Ein Fensterflügel lag schlecht am Rahmen an (Was wohl an den vielen Knubbeln der Farbnasen lag) und beschlug zwischen den Scheiben. Wenns zwischen den Scheiben beschlägt wird das Holz feucht, was sehr schlecht für die Haltbarkeit ist, da die Feuchtigkeit schlecht wieder raus kann,

Daher wollte ich nur eben die Beschläge nachstellen, und die Farbnasen wegschleifen damit das Fenster besser abdichtet.

Der Vorreiber war schief. Beim Drehen veränderte sich der Montagewinkel. Die Schraube dreht aufgrund der vielen Farbschichten mit.

Das ist doch totaler Murks (und es ist an jedem einzelnen Fenster das gleiche Elend) 🙁

Mit viel Gewürge bekam ich das Teil abgeschraubt, und die Schraube hatte einen 40° Knick. Das Loch war ebenso schief im Fensterrahmen. Das war wohl die letzten 50 Jahre so. Geht ja überhaupt nicht.

Also statt mal eben die Schraube eine Vierteldrehung anziehen wurde es „die große Tour“. Abbeizen des ganzen alten Lacks um das Teil wieder beweglich zu machen, neulackieren der blanken Eisenteile.

Um das schiefe Loch loszuwerden habe ich es mit einem 8mm Bohrer ausgebohrt und einen Holzdübel eingeleimt. Dann durch den Holzdübel ein neues gerades Loch für die dicke Schraube vorgebohrt.

Am Ende alles wieder zusammen gebaut.

Ich hatte mir „mal eben den Beschlag kurz nachstellen“ irgendwie einfacher vorgestellt.

Hoffentlich sind nicht alle 9 Fenster und Oberlichter so.

Es wird wohl auf eine größere Instandsetzungsaktion hinauslaufen um da mal für einige Jahre die Ruhe hineinzubekommen.

geschirrspüler unterschrank

Da ich nach wie vor regelmäßig Brot backe, wurde sich beschwert über das Backofenzubehör, welches ständig im Weg herumsteht.
Zusätzlich steht der Auftisch-Geschirrspüler seit dem Umzug auf Stapelkisten.

Fast wäre er schon durch einen normalen schmalen 45cm Geschirrspüler ersetzt worden, weil er einmal das Wasser nicht mehr halten wollte.
Ich habe ihn aber gereinigt und seither funktioniert er wieder.

Nun kann man ja eins und eins zusammenzählen, die Backformen die früher im Ofen lagerten und mir nun beim Backen immer im Weg sind, könnten doch in einem Unterschrank unter dem kleinen Geschirrspüler verschwinden.

Nebenher waren mir neulich ein paar Spanplatten von einem zerlegten Schrank vom Straßenrand ins Auto gesprungen, ohne das für diese eine feste Bestimmung vorgelegen hätte.

Also gut, erstmal messen. Schöner siehts ja aus, wenn nachher oben alles in der gleichen Höhe ist. Damit ergab sich also auch, wie hoch der Sockel unter dem Geschirrspüler sein soll.
Die Spanplatten waren 56cm breit, das ist genau die richtige Tiefe für einen Küchenschrank.

Damit das auch von der Handhabung schön wird, habe ich kugelgelagerte Teleskopschienen bei ebay gekauft. 55cm lang. Der monetäre Anschaffungswiederstand war knapp 15 Euro für beide Schienen inclusive Versand.

Wenn man sich nicht so richtig sicher ist, wie man das am besten zusammenschustert, malt man sich erstmal ein paar Striche und Zahlen aufs Papier.

Dann den Korpus zusammenbasteln. Ich habe mir eine Lehre mit dem 3d-Drucker hergestellt um Löcher für Holzdübel möglichst genau bohren zu können. Dazu vielleicht später noch ein eigener Beitrag. Man kann es ja auch einfach mit Schrauben zusammenschrauben, sieht aber nicht so schön aus.

Rückwand ist einfache dünne Schrankrückwand, stabilisiert das ganze aber ganz gut.

Dann auf beiden Seiten die Teleskopschienen angeschraubt und den Innenabstand dazwischen gemessen. Danach wurde dann der Kasten gebaut.
Der Kasten besteht aus den gleichen Spanplatten wie der Korpus, 16mm stark, weil die ja da waren und nichts gekostet haben. Zum Glück ist der
Geschirrspüler schwer genug, so daß beim Herausziehen der Schublade der Schrank nicht einfach nach vorn kippt.
Die Schienen sind bis 45 Kilogramm geeignet und sollten das aushalten. Im nachhinein als ich den schweren Kasten fertig hatte, war ich froh die schwereren Schienen ausgesucht zu haben 🙂

Damit die Front zum nebenstehenden Spülenschrank passt, musste natürlich auch entsprechend der Sockel in der gleichen Höhe nachgebaut werden.
Da mein Schrank eine Spezialanfertigung ist, wird der Platz im Sockel natürlich nicht verschwendet und der Schubladenboden kommt einen halben Zentimeter über den Fußboden.

Praktischerweise hatte ich von den Edelstahlgriffen an den Küchenschränken (Nachdem ein Plastegriff gebrochen war, hatte ich alle ausgetauscht) zwei mehr gekauft als benötigt wurden, für eventuell nachfolgende Schränke. Das erspart die rennerei, nochmal das gleiche design nachzukaufen.
Die Griffe kamen damals 1 Euro pro Stück, waren ein schnäppchen. Der Edelstahl rostet dafür auch. Ab und zu einfetten, dann merkts keiner 😀

Dank der langen Teleskopschienen kann diese Schublade nun auch das, was die anderen in der Küche nicht können: Sie geht komplett auf.

Wie so häufig fordert bauen auch Opfer. Die kleine Fußbank hatte kontakt zum Sägeblatt aufgenommen, das Brett ist halb durch. Das ist doch noch gut 🙂 Das kann man doch noch nehmen. Ein bisschen Holzkitt, und dann geht das wieder.

Technischer Rückstand im Fluginsektenbeseitigungssegment.

Nachdem selbst meine Mutter inzwischen den Fliegen mit elektrischem Strom den garaus macht, habe ich den technischen Rückstand auf meiner Seite erkannt und diesen Sommer für 5 Euro eine elektrische Fliegen“klatsche“ erworben.
Es handelt sich ja mehr um eine Art Tennisschläger mit einem unter Hochspannung stehendem Gitter.

Erfahrungen mit der Technik:
ungeeignet für Obstfliegen (Maschenweite zu groß)
ungeeignet für Trauermücken (Maschenweite zu groß)
gut geeignet für Stechmücken
gut geeignet für Stubenfliegen

Zum zuschlagen ist das Gerät nicht gedacht, man wartet bis das fliegende Ungethüm sich auf einer Wand niederlässt und hält dann die Falle darüber. Beim Versuch zu entkommen nähert sich das Opfer dann dem unter Hochspannung stehendem Gitter.

Mein Modell hat jedoch einen Nachteil gegenüber dem mechanisch arbeitendem Pedant:
Es fehlt die Öse am Griff, um das Teil aufzuhängen.
Deshalb lag die Fliegenklatsche natürlich immer irgendwo herum, und gerade jetzt im Winter wo es an Einsatzmöglichkeiten für solch technisches Gerät mangelt, fällt es einem auf.

Doch dem kann abgeholfen werden mit der „Universalwaffe 3D-Drucker“ 🙂

Die 3D-Konstruktion ist einfach.

Mit zwei kleinen Schrauben in Reichweite an die Regalseitenwand geschraubt.

Und die Fliegenklatsche eingehängt.
Aufgrund der schnellen Umsetzung (1 Stunde) kann dieses Werk in die Kategorie „kleine Sonntagsbastelei“ einsortiert werden 🙂

Chilis 2015

Dieses Jahr habe wieder Chilipflanzen angeplanzt. Aufgrund dem Blattlausbefall im letzten Jahr, und weil ich bis auf die Habanero andere Sorten ausprobieren wollte, habe ich die Chilis nicht überwintert sondern neu gesäet.

Ein freundlicher Mensch aus dem Weltherrschaftsforum hat mir dazu letztes Jahr auf dem Postweg ein paar Schoten zur Saatgutgewinnung zukommen lassen. Danke nochmal dafür.

Dieses Jahr habe ich das Saatgut auf feuchtem Küchenpapier vorkeimen lassen und dann nach dem Keimen in die Erde umgesetzt. Das schien erst zu funktionieren, nachdem die Pflänzchen dann angewachsen waren und die ersten Blätter voll entwickelt waren, sind nacheinander von den 12..15 Pflanzen alle gestorben, bis auf eine die noch ein wenig vor sich hin kräbelte.

Die darauffolgende zweite Aussaat im März war leider auch nicht besser gelaufen, da kam gar keine Pflanze durch. Beide Aussaaten habe ich mit neu gekaufter Erde durchgeführt, und ich vermute auch hier das grundlegende Problem. Die Erde wird ziemlich feucht in diese Foliensäcke eingeschweißt, und gärt und fault dann vor sich hin.

Ich habe die neu gekaufte Erde nicht komplett in Pflanzgefäße verteilt sondern einen Rest davon mit alter Erde gemischt und in zwei große Blumenkästen gefüllt. Dort wurde dann mit Abstand von 1..2 Wochen etwas darin umgerührt und aufgelockert.

Nachdem also die Atmosphäre in der Erde auf Sauerstoff umgestellt war, und mit Impfung mit Erde mit passender Biologie, hat sich offensichtlich einiges in der Mikrobiologie in der Erde getan, denn der dritte Versuch war endlich von Erfolg gekrönt.

Dabei folgende Erkenntnis gewonnen: Blumenkästen mit Wasserspeicher sind zu naß für die Aussaat. Also erst umpflanzen wenn die Pflanzen groß genug sind um über die Wurzeln und Gefäße die Umgebungsbedingungen im Boden zu beeinflussen. Also nachdem sie mal so etwa 10cm hoch gewachsen sind.

Diese ungeplanten Experimente haben natürlich einige Wochen Zeit gekostet, so daß inzwischen mitte April die Pflanzen kaum das zweite Blätterpaar hatten.

Die mickrige Pflanze war übrigens eine Habanero, und die hat bis jetzt überlebt und mit nur geringem Vorsprung gegenüber den zweitschnellsten Pflanzen auch als erste geblüht und Früchte entwickelt. Einige Chilisorten sind recht empfindlich auf das absinken der Nährstoffversorgung und beginnen dann in Massen die Blüten abzuwerfen und wollen keine Früchte ansetzen.

Deshalb habe ich nach der Erfahrung vom letzten Jahr die Pflanzen bei beginnener Blüte dann leicht mit Flüssigdünger bei Laune gehalten. Der beim Umpflanzen eingebrachte Tomaten-Langzeitdünger hält offensichtlich eben nicht lange genug durch. Jedenfalls nicht, wenn sich die Pflanze mit dem kleinen Häufchen Erde zufrieden geben muss, der in einen Balkonkasten hineinpasst.

Fleissige Helfer haben sich auch um das gießen gekümmert, als ich im Urlaub war. Danke nochmal!

Das alles hat nun Früchte getragen. Am 13.09. sah die Situation bei den am besten entwickelten Pflanzen dann so aus:

Die zugesendeten Samen auf der Westseite:

Die überlebende Habanero an der Ostseite.

Insgesamt sind mehr als 100 Früchte an den Pflanzen, nun hoffe ich das sich der erste Nachtfrost noch lange genug Zeit lässt, damit noch viele davon reif werden. Die fehlende Sonne und die kühleren Temperaturen und die kürzer werdenden Tage verlangsamen das Abreifen der Früchte doch sehr.

Ladegerätechaos unterwegs

Da sich die Geräte mit Usb-Ladeanschluß immer weiter vermehren, hat man irgendwann einen ganzen Sack voll von den dazugehörigen Ladeadaptern dabei, und die Steckdosen sind auch irgendwie immer viel zu wenige.
Man bräuchte also sowas wie einen Usb-Hub, also mit mehreren Anschlüssen, aber mit mehr Strom, und ohne belegte Datenleitungen.
Ein USB Hub ist leider nicht so toll, weil er nur 0,5 Ampere Strom liefern kann (pro Anschluß), und dazu noch die schlauen Endgeräte verwirrt weil da auf den Datenleitungen was los ist, aber am Ende doch kein Host auf dem Usb-Bus antwortet.

Also man bräuchte das eben als richtiges Ladegerät.
Also mal so nachgesehen was man da so machen kann.
Ein kurzer Blick im Netz: Das gibts wirklich zu kaufen!
Und noch dazu so billich, das sich das gar nicht lohnt selber was zu bauen.

Ich fasse also kurz zusammen: „Der technische Fortschritt ist nicht aufzuhalten!“

Oder anders gesagt: Endlich sind die Probleme gelöst, die wir vorher gar nicht hatten (als das olle Nokia Mobiltelefon noch eine Woche durch hielt mit einer Akkuladung).

Mehrfach-USB-Ladegerät

Der kleine schwarze Kasten hat es in sich. Ich habe dieses Gerät für 16 Euro erworben. Die Anschlüsse sind mit verschiedenen Dingen wie Smartphone, Universal und Smart beschriftet.
Dabei liefern die Anschlüsse zwischen 1Ampere und 2,4 Ampere Strom, und zwar alle gleichzeitig. Im inneren Steckt ein 5V 8A Schaltnetzteil.

Ich habe dieses Gerät ausgesucht, weil zwei Anschlüsse den neuen Standart für schnelles Laden unterstützen und bis 2,4 Ampere liefern können.

Siehe auch:
http://m.electronicdesign.com/power/new-usb-spec-improves-charging-portable-devices

Nun reicht auch wieder die Dreifach-Steckdosenleiste und die große Sperrige kann wieder zu Hause bleiben.
Ich habe zwar noch kein Gerät welches den neuen Ladestandart unterstützt, aber so ist man für die Zukunft gerüstet. Strom kommt übrigens auch raus, wenn ‚herkömmliche‘ Geräte nach altem Standart angesteckt sind.

Küchen-Drehregal: zweite Etage

Nachdem ich letztes Jahr endlich einmal das laaaaaange geplante drehbare Regal in die Küchenecke gebaut habe (hier berichtete ich), ist mir tatsächlich eine zweite Kabeltrommel mit gleichem Außendurchmesser untergekommen.

Leider hatte die einen sehr großen Pappkern in der Mitte, so daß nur ein kleiner Rand übrig blieb um Dinge darauf abzustellen. Deshalb hier eine neue Variante:

Ich habe den Abstand der beiden Sperrholzscheiben abgemessen und 4 Distanzhülsen aus PVC-Rohr (M32 Elektroinstallationsrohr zur Kabelverlegung) hergestellt, diese längs eingeschnitten und über die Hohlnieten geklappt. Vorher musste natürlich die Pappe raus.

Dann wieder geschliffen und mit Leinöl gestrichen.

Natürlich war nicht nur der Durchmesser des Pappkerns anders, sondern jedes einzelne Loch.. Die Zentrierscheiben für das Zentralloch ließen sich nun nicht mehr mit der Lochkreissäge herstellen, da mein Lochkreissägensatz keine so großen Durchmesser bietet.
Daher auch hier eine neue Lösung: unten ist ein Distanzring zur Holzscheibe der unteren Trommel, und oben ebenfalls ein Distanzring zur Welle, dieses mal gedruckt mit dem 3D Drucker.

So musste nur der obere Wellenhalter abgeschraubt werden, und die Trommel und neue Distanzscheibe konnte über die Welle gefädelt werden. Dann wieder die Nockenscheibe aufgesteckt, und fertig ist die zweite Etage.

Kleine Sonntagsbastelei – Garagenlautsprecher

Angeregt durch ein Foto im Netz fand ich die Idee ganz kultig:
Lautsprecher in alten Kanistern, für das Radio in der Garage.

Nun, die Zutaten waren vorhanden:
Leere 5L Kanister,
ein eingelagertes Autoradio,
die alten Türenlautsprecher vom alten Skoda Felicia (verkauft),
Lautsprechergitter von anderen Türenlautsprechern der selben größe.

Herausgekommen ist das hier:
Kanisterlautsprecher.

Der Aufbau ist nicht weiter kompliziert:

Weiterlesen

Drehregal in der Küchenecke.

Nachdem ich nun endlich eine Buchen-Leimholzplatte in die schiefe Ecke neben dem Spülenschrank eingepasst hatte, entstand darunter ein großer toter Raum, der nur durch den schmalen Spalt zwischen den Schränken von vorn zugänglich ist.
Nun hat man ja allerlei Hausrat und Vorräte die untergebracht werden müssen, deshalb kann das so nicht bleiben.
Den Spülenschrank konnte ich noch ein wenig verrutschen, zumindest ca. 10 zentimeter, so weit es die Wasser- und Abwasseranschlüsse und der Abstand zur Kammertür zuließ.

Viel hat es nicht gebracht, der Abstand zwischen den Türen der beiden Schränke ist nur etwa 25-30cm.
Wie sollte man den Platz da nutzen?
Ich habe mich für ein drehbares Regal entschieden.

Nachdem der Gedanke daran längere Zeit in meinem Kopf herumspukte und ich mir bereits einem Jahr von einem Arbeitskollegen ein großes altes Radlager-Kugellager mitbringen ließ, dass nicht mehr gebraucht wurde da nicht mehr klar war zu welchem Ostblock-Fahrzeug es passen könnte, lief mir nun noch eine 50cm große Sperrholz-Kabeltrommel über den Weg.

Gerade mal ein paar Monate später 😀 habe ich diese dann mal übergeschliffen und mit Leinöl geölt, da ich wegen dem neuen Wohnzimmertisch sowiso Schleifmaschine und Holzöl bei der Hand hatte.

Doch wie weiter?
Nun, der mittlerweile angeschaffte 3D-Drucker half mir weiter: Ich war nun auch ohne Drehbank in der Lage, einen passenden Lagersitz für das Kugellager herzustellen. Als Achse habe ich ein einfaches 1m langes Eisenrohr 30x2mm bestellt und gehofft die angegebenen +/- 0,5mm Toleranz fallen negativ oder neutral aus, damit es in das 30mm Auge des Lagers passt.
Pustekuchen. Das Rohr war Oval, zwischen 30,0 und 30,3mm Außendurchmesser.

Nach sehr abenteuerlichen Methoden das Rohr in Rotation zu versetzen und Schleifmittel und Feilen hin position zu bringen, konnte ich die beiden Teile zusammenfügen. Durch „passung“ steckt und hält es nun zusammen.
Der Kugellagerhalter war weniger aufregend, nach einem Malheur beim ersten Druckversuch ist gleich ein brauchbares Teil herausgekommen.
Küchendrehregal
Das Lager ließ sich eindrücken und hält auch hier durch Formschluß in seinem Sitz.

Da das natürlich alles nicht so genau und solide wie eine richtige Metallbaukonstruktion ist, wird die Welle oben nochmal gegen Querkräfte abgefangen. Dazu habe ich einen Adapterring gedruckt um ein 608 Kugellager im Inneren am oberen Ende des Rohrs zu befestigen. Eine 8er Schraube kann dann einfach von oben in das Lager gesteckt werden, es kommen ja keine großen Kräfte drauf. Um den Adapterring einsetzen zu können habe ich die innenliegende Naht des Stahlrohres mit dem Stabschleifer abgeschliffen.

Küchendrehregal

So dreht sich nun die gesamte Achse und steckt unten in einem großen Kugellager, und hat oben ein kleines Kugellager für die Qeurkräfte. Das große Kugellager ist zwar ein Radialkugellager, welches in die falsche Richtung belastet wird, aber es ist sowas von überdimensioniert das mich das wohl überlebt.

Küchendrehregal
Die Kabeltrommel als rundes Regal mit 2 Böden hat leider im Zentrum viel zu große Löcher.

Daher hab ich aus Reststücken vom Fußbodenlaminat (das Zeug nimmt ja auch nur Platz weg und setzt Staub an) mit der Lochsäge Scheiben ausgeschnitten, die den Zwischenraum ausfüllen. Eine kleinere Scheibe für das Loch, und eine etwas größere Scheibe damit das ganze nicht durchfällt.
Küchendrehregal

Die beiden Scheiben aus dem Trägermaterial vom Laminat, eine Art Holzfaserplatte habe ich wegen der Beschichtungen dann mit fasergefülltem Epoxidharz zusammengeklebt, und nach der Aushärtung die Scheiben mit MS-Polymer in die Kabeltrommel eingeklebt.

Küchendrehregal

Damit die Trommelunterseite nicht am großen Kugellager auf der äußeren Lagerschale schleifen kann, musste noch eine Distanzscheibe zwischen Kabeltrommel und innerer Lagerschale eingefügt werden. Nun ist M30 nicht gerade eine Größe, zu der man im Haushalt eine Unterlegscheibe findet. Aber was solls, das geht auch aus Plaste. Also kurz mit dem 3D-Drucker eine Scheibe gedruckt. Viel muss es ja nicht aushalten, da oben die Kabeltrommel flächig aufliegt und unten der Druck direkt auf die dicke innere Kugellagerschale weitergereicht werden kann.

Küchendrehregal

Ursprünglich wollte ich das untere Kugellager auf eine Platte befestigen, und diese dann mit Gummi oder sowas am wegrutschen sichern. Da ich aber das obere Ende der Drehachse sowiso mit einem Kugellager versehen habe und dort ohnehin einen Halter brauche, kann ich das untere Ende auch genauso mit dem schweren Spülenschrank verschrauben, damit die Leimholzplatte oben herausnehmbar bleibt (zum Beispiel zum Saubermachen der Ecke).

Soweit sogut, alles dreht sich sehr leicht. Die Trommel habe ich nicht fest mit der Welle verbunden. Aufgrund der guten Lagerung reicht die Reibung der Kabeltrommel auf dem Distanzring unten völlig aus, um die Welle mitzudrehen.

Doch selbstverständlich fehlt noch etwas in der dunklen Ecke: Licht!
Und das kann ja wohl schlecht so altmodisch mit einem mit der Hand umständlich zu bedienenden Schalter gesteuert werden.
Das muss automatisiert werden.
Und Led-klebeband ist ja auch noch welches da. 12V Strom gibts an der Stelle ohnehin aus einem sparsamen Schaltnetzteil für das Küchenradio

Da das ganze ja ein drehbares Regal ist, wär es gut, wenn das Licht angeht wenn man es dreht. Also das ist ja mal einfach: Eine Nockenscheibe, die eine fast komplett umlaufende Schaltnocke hat, und ein Mikroschalter, der das Licht an macht. In einer position geht das Licht aus. Das ist sehr praktisch, weil das Regal so immer in dier gleichen Position „abgestellt“ wird, und wenn man einmal weiß was vorn drann steht, muss man nicht erst drehen und suchen, und braucht auch kein Licht, sondern greift einfach hin.
Küchendrehregal

Perfekt.
Und so siehts fertig aus:
Küchendrehregal

Naja.
Fast fertig. Ein bisschen niedrig, die Trommel.
Und so muss ich wieder Ausschau halten, bis mir wieder mal eine über den Weg läuft, die auch 50cm Durchmesser hat. Aber das ist ja, wenn man die gesamte Laufzeit des Projekts betrachtet, nur eine Frage der Zeit.

LED-Flächenleuchte

Wie funktioniert die Ausleuchtung in einer LED-Flächenleuchte? (Kleine Einbauleuchte)

Ich habe aus Neugier mal eine geöffnet, und ein Foto gemacht.
Die hier gezeigte Lampe hat eine Lichtaustrittsfläche von etwa 10x10cm und eine elektrische Leistung von ca. 3,5W.

LED-Flächenleuchte

Außen im Gehäuse ist ein LED-Klebestreifen untergebracht, der mit dem Vorschaltgerät mit 12V versorgt wird.
Die dicke Plexiglasscheibe mit dem Punktraster wird von den LEDs seitlich beleuchtet und verteilt das Licht.
Obendrauf kommt die weiße Scheibe, damit die Leuchte im ausgeschalteten Zustand auch schön Weiß aussieht.
Und ganz unten die transparente Scheibe mit der geriffelten Oberfläche, um das Licht besser zu streuen.

Kurzum: Alles keine Raketentechnik!

Glutinleim – Holzleim – Temperiertes Wasserbad

Zur Reparatur von älteren Möbeln, die mit Heißleim geklebt sind, eignet sich der moderne Holzkaltleim (Polyvinylacetat) nicht so gut. Der originale Heißleim, also Haut- und Knochenleim bindet besser mit den Resten der alten Verleimung.

Wie es funktioniert weiß Lothar Jansen-Greef, Tischer und Möbelrestaurator aus Bad Arolsen. Dieser Fachmann macht sich die Mühe, vieles Wissenswertes über das alte Tischlerhandwerk in seinem Youtube-Kanal aufzubereiten. Hier der Film zum Heißleim:
youtube – Haut und Knochenleim

Was man also braucht ist neben dem Leim selbst, der aus Schlachtabfällen gewonnen wird (im Mittelalter gab es in jeder Stadt eine Leimsiederei, die wegen dem Gestank vor den Toren der Stadt angesiedelt war), ist ein temperiertes Wasserbad.
Nach einiger Überlegung bin ich auf ein sehr günstiges Fertigprodukt gestoßen, welches für diesen Zweck ideal ist:

Heissleim-Wasserbad
Ein Wasserbad mit Heizung und Thermostat. Kostet 13-15 Euro.

Die Mütter kennen es als Flaschenwärmer für Babynahrung 🙂
Ich habe die Temperaturen bei der jeweiligen Thermostateinstellung erfasst und auf dem Gerät notiert. Basteln ist nicht notwendig, das Ding kann mehr als nur lauwarm.

Das Glas was da genau hineinpasst und mit dem Rand oben bündig abschließt ist ein leeres Glas Rübensirup.

Netzwerkverkabelung (5) – Ordnung

Patchkabelchaos

Im Netzwerkschrank hat sich das Kabelchaos breit gemacht – deshalb hier ein wenig Ordnung. Ich habe 0,5m kurze Lan-Patchkabel in verschiedenen Farben bestellt.

So kann jeder Raum in einer eigenen Farbe gepatcht werden, so dass man am Switch leichter den richtigen Stecker findet. Die kurzen Leitungen verheddern sich auch nicht und müssen nicht zusammengebündelt werden.

Switch Ablage

Aus einem Reststück Fußbodenlaminat und zwei übriggebliebenen Möbelwinkeln und 5er Maschinenschrauben entstand eine Ablage für den Netzwerkswitch. Oben in das „Brett“ sind zwei kurze Schrauben eingeschraubt, die in Löcher auf der Unterseite vom Switch greifen. So verruscht er nicht und fällt nicht herunter.

Auf der freigewordenen unteren Ablage ist nun Platz für etwas neues.

Ikea Ivar Regalsystem gibt nach

Für die Bastelstube habe ich mich für das Ikea Ivar Regalsystem entschieden.

Nachdem es sich im Laufe der Zeit nun langsam füllt, gab das Material am großen Eck-Boden nach. Zunächst knackte das Holz häufig. Ich fand die Ursache aber erst nach 2 oder 3 Tagen.

Die größen Böden haben unten eine Holzleiste zur Verstärkung. Das ganze Teil hat sich so weit durchgebogen, das sich die Schrauben der Verstärkungsleiste aus dem Holz heruszogen. Zusätzlich war an der Stelle die Verarbeitung nicht so dolle: die Senklöcher der Schrauben waren nicht gleichmäßig tief hineingebohrt, so daß in Teil der Schrauben kaum 5mm tief in der Holzplatte saß.

Nachdem sich zwischen der geraden Leiste und dem durchgebogenen Brett am Ende ein fingerbreiter Spalt gebildet hatte, sah ich das Malheur. Als Notbehelf hab ich das ganze Gebilde erstmal auf die darunterliegende Etage abgestützt.

Regalstütze

Es muss also eine Verstärkung her, damit das auch dauerhaft hält. Weiterlesen

DSL Störungen – Verbindungsabbrüche

Seit einiger Zeit gibts immer wieder in den Abendstunden lästige Unterbrechungen beim DSL-Anschluß.
Heute ist nach längerer Zeit ohne Verbindungsabbruch ein zeitlicher Zusammenhang in der Wohnungsnutzung aufgefallen. Das Licht wurde eingeschaltet, und sofort war wieder ein Zusammenbruch der DSL-Verbindung.

Also der Sache gleich mal auf den Grund gegangen – Die Fritz!Box kann einem das DSL-Spektrum anzeigen. DSL-Spektrum aufrufen, Lampe schalten, kurz warten und neues Spektrum anzeigen. Bingo!
Wenn die Lampe an ist, verbindet sich die Box statt mit 11 Mbit neu mit 8 Mbit.

Allmähliche und geringfügige Änderungen der Übertragungseigenschaften können die Geräte DSLAM und DSL-Modem ausregeln, erfolgt jedoch eine abprupte Änderung muss die maximale Datenübertragungsrate zwischen beiden Endstellen neu ausgehandelt werden.

Praktischerweise ist das Spektrum in der Fritzbox mit einer Frequenzskale ausgestattet. So kann man die Störung schon etwa einordnen.

DSL-Spektrum

Ich habe das gestörte Spektrum und das nicht gestörte (konnte ja mit dem Lichtschalter umschalten) halbtransparent übereinandergelegt. Leider ist das obere Störabstandsspektrum zum Zeitpunkt des Screenshots bereits aktualisiert gewesen und zeigt eine saubere Übertragungsstrecke. Im unteren blauen Spektrum sieht man aber (in der halbdurchsichtigen Darstellung) sehr schön, das es einen Einbruch der Übertragungswerte ab 1,2Mhz gibt, die nach einem Störungsmaximum dann in einer breitbandigen Störung nach rechts fortsetzen.
Wenn man selbst nach Störungen sucht, ist es immer nützlich das obere gelbe Spektrum mit dem Störabstand zu beobachten, weil sich dort Unterschiede sehr schnell zeigen, während das untere Spektrum nur verzögert reagiert. Oben sah die Hüllkurve etwa so aus, wie die niedrigere Linie im blauen Spektrum.

Weiterlesen