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Fensteraufarbeiten (4-Dichtungen)

Moin.

ein größeres Anliegen war es, die straßenseitigen Fenster auf ein höheres Schalldämmungsniveau zu bringen. Das ist eigentlich der größte Nachteil von den alten Holzfenstern, da hier die lauten Fahrgeräusche der Autoreifen auf der Pflasterstraße und das beständige Anhupen der Leute auf dem „Dorf“ die jemanden sehen den sie kennen, und die furchtbar schlechte Musikauswahl bei den alljährlichen Stadtfesten und Vernstaltungen auf dem Marktplatz zusammenkommen.

Also zunächst noch mal den Istzustand. Nach dem Einzug in die Wohnung habe ich ziemlich schnell die Fensterbeschläge nachgestellt und erstmal soweit einen ordentlichen Zustand der Fenster hergestellt, die schlimmsten Mängel auch mit kleinen Reparaturen beseitigt. Verzogene Fenster mit zuvor verstellten Beschlägen haben sich dann in den nächsten Monaten wieder etwas gerichtet, im Badezimmer war der Beschlag zu locker und zu schief, da musste ich das Loch ausbohren und einen Runddübel einleimen, um das wieder ordentlich und gerade zu montieren.

Die Fenster liegen ganz ordentlich am Rahmen an, und die Falzabstände sind sozusagen „nach DIN“ in Ordnung, Richtwert ist da glaube ich 1mm.
Fensterdichtung

Wenn man also an der mit dem Pfeil im Bild markierten Stelle eine Dichtung einbauen will, dann ist 0-1mm nicht genug. Gängige Dichtungen brauchen 1,5mm minimum und 4-6mm maximal. Wenn das Fenster nachher noch ordentlich schließen soll, muss also der Spalt größer werden. Man könnte unter den Fensterbändern etwas unterlegen und das gesamte Fenster 2mm nach innen holen, das vergrößert aber die spaltmaße der äußeren Falz unzulässig. Außen noch eine Dichtung ist schlecht für die Haltbarkeit der Fenster, insbesondere das Abtrocknen zwischen den aufgedoppelten Flügel.
Also habe ich mich entschlossen, auf der Innenseite der Falz 2mm abzunehmen. Dann muss eben in Zukunft IMMER eine Dichtung eingebaut sein, ggf. alle 10 Jahre erneuert werden.

Fensterdichtung

Ich habe verschiende Methoden ausprobiert, zum Beispiel das Seitwärts über die schmale Kante kippeln mit der Oberfräse mit Seitenanschlag. Ich habe damit keine ausreichend gleichmäßigen Ergebnisse bekommen.
Nächster Versuch war die Anschaffung eines Falzhobels (Simshobel ginge auch, da man in den vorhandenen Falzen die Anschläge nicht braucht), welcher natürlich vom Benutzer die Beherrschung von ein paar grundlegenden Fähigkeiten abverlangt, wie das Nachschärfen der Hobelmesser und das korrekte Einstellen des Hobels (kann ich). Ich habe einen gebrauchten Hobel mit Vorschneider (wichtig für die Ecken mit den Querholzstücken) für ungefähr 30 Euro gekauft. Die Ergebnisse sind deutlich schöner als das gekippel mit der Oberfräse.

Fensterdichtung

Es hat sich auch als Vorteilhaft herausgestellt, mit einem kleinen starken Magnet das Holz im Bereich der Schließmechanik auf Schrauben zu untersuchen, bei dem mittleren Fensterverschluss sind zwei kurz unter der Holzoberfläche verborgen die vor dem Hobeln gekürzt werden müssen. Dazu fräse ich an den gefundenen Stellen mit einem kleinen Kugelförmigen Entgratfräser aus Hartmetall kurz ins Holz, die weichen Eisenschraubenspitzen werden dabei entsprechend abgetragen und eingesenkt.

Fensterfalz vertiefen

An den Fensterbändern lässt sich der Hobel freilich nicht verwenden, da dieser nur auf ebenen Flächen einsetzbar ist. Hier bleibt mir nichts anderes Übrig als dort die Falz manuell zu vertiefen, mit Stechbeitel und Klüpfel.

Fensterfalz vertiefen
Insgesamt ist das schon alles mühsam und arbeitsaufwändig. Da ich einige Fensterflügel zu bearbeiten habe, und nach den ersten so die Arbeitsschritte und Techniken soweit ausprobiert und optimiert sind, kommt einem natürlich noch der Rationalisierungsgedanke.

Ich habe für die Oberfräse eine Fußplatte aus Holz hergestellt, und aus Holzleisten ein Konterprofil für die Fensterflügelfalze zusammengeleimt. Dann mit einem großen Forstner/ oder Kunstbohrer einen Werkzeugraum ausgebohrt, eine Querloch als Spanbohrung eingebracht und das Konterprofil mit der hölzeren Fußplatte in der korrekten Ausrichtung verschraubt. Eine Werkzeugverlängerung (Schaft mit Spannzange) und ein überlanger Fräser wurde notwendig um auf ausreichende Bearbeitungstiefe zu kommen.

Fensterfalz vertiefen

Mit solch aufwändiger Werkzeugführung war dann die Konsistenz der Fräsergebnisse viel besser, mit so einer Führung hätte man wohl auch im Ansatz an der Schmalseite des Fensterflügelprofils brauchbar arbeiten können, aber von der Idee war ich noch vom ersten Fräsversuch „geheilt“.

Doch genug der Umschweife, zurück zu den Falzen. Damit das ganze ordentlich ist, und auch das die selbstklebende Schaumdichtung eine glatte Oberfläche zum ankleben hat, muss die Falz noch lackiert werden. Hier an dieser speziellen Stelle ist es auf der „gleichwarmen“ Wohnungsseite, abseits von Regen und Wettereinflüssen. Da habe ich dann doch aus praktischen Gründen wieder zum Acryl-Fensterlack gegriffen, da hier zwei schichten innerhalb von einem Tag aufgetragen werden können, und aufgrund der schnellen Trocknung auch gleich am nächsten Tag schon das Dichtungsband geklebt werden kann.
So können die Fensterflügel recht zeitnah wieder eingebaut werden (und die nächsten für die nächste Runde ausgebaut werden..)

Fensterdichtung

Wenn man hier im Bild genau hinsieht, kann man die weiße Schaumdichtung und die frische reinweiße Lackfarbe in der Falz erkennen.

Dann nur noch die Lacknasen an den Kanten der Fensterbänder abkratzen und das Fenster kann eingebaut und in ein paar Tagen auch außenseitig lackiert werden.

Regalsystem IVAR

In Fortsetzung meines ewigen Umzugs läuft gerade wieder ein Großprojekt durch.
In folge fehlender Aufträge beim Auftraggeber von meinem Cheffe (der den Sub-Sub-Sub-Unternehmer darstellt) habe ich zwangsweise eine Woche Urlaub.

Eigentlich ist dafür zwar immernoch kein Geld da, aber nun muss die „Freizeit“ sinnvoll verbracht werden.
Also 700 euro in Ausstattung des Elektronikhobbylabors investiert.
Solide aus richtigem Holz sollte es sein. Nach einier Internetumschau habe ich festgestellt, das Modulare Regalsysteme entweder selbst zu bauen sind, oder einen in die akute Armut stürzen. Als Alternative bleibt noch Ikea, wo das Regalsystem IVAR zu einem Preis erhältlich ist, der etwa den Materialkosten im Holzhandel entspricht. Da mir die Zeit fehlt das alles selbst zu Bauen, wurde also eine Tour zum nächsten Ikea veranstaltet.
Die Vorteile vom Ivar-Regalsystem sind, das die Schränke und Regalböden mit 50cm Tiefe erhältlich sind, und die großen Ständer auch mit 230cm Höhe gefertigt werden. Beides ist das Maximalmaß, aber das ist genau das was ich wollte. Außerdem sollte das Regal um die Ecke gebaut werden, wofür Eckteile erhältlich sind. Und zuguterletzt habe ich eine Konfiguration gefunden, die geradezu auf den Zentimeter ins Zimmer passt. Im Netz wird empfohlen, einen Schrank mit einzubauen, da dieser die Ständerkonstruktion seitwärts total versteift.

Nach der Beschaffung mussten nun die ganzen Umzugskartons mit den „Schätzen“ aus dem Zimmer raus.
Das Wohnzimmer wurde zu Lager und Werkstatt erklärt und beschlagnahmt.

Ivar Regalsystem

Eine kurze Probe am Aufstellungsort: passt.

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Scheuerleisten im Flur

Eine besondere Arbeit ist das Anbringen der Scheuerleisten im Flur. Die geraden Vorwände haben viele Ecken und Winkel in den Türenbereichen, die einen lange aufhalten.


Und wenn mal keine Ecken sind, ist der Boden so krumm dass man seine Mühe und Not damit hat die Leisten entsprechend gebogen zu befestigen, damit sich nachher kein Unterstand für Kleintiere unter der Scheuerleiste bildet.

Jetzt habe ich zumindest auf der rechten Seite die Leisten drann und auf der linken Seite damit angefangen. Dort ist Mauerwerk als Untergrund, zum Teil krumm und buckelig, besonders unter den Heizkörpern. Als dann zu allem Überfluss an der entscheidenden Stelle auch kein Halt in einer angebohrten Mauerfuge zu erreichen war und der Dübel mühsam eingegipst werden musste, hat mich hier die Lust verlassen und ich verschiebe die Fertigstellung auf später.

Ohnehin muss ich noch einmal Holzleisten nachkaufen und mich später noch zur Genüge mit diesem Gebastel beschäftigen.

sofa-bruch

Kurz nach dem Kauf gab mein kleines Sofa mit einem lauten Knacken etwas in Richtung Boden nach. Nanu?

Die tragende Holzlatte hatte einen Ast und an dieser Stelle mangelnde Festigkeit. Zurückbringen erschien mir zu Aufwändig. Ein erster kleiner Reparaturversuch mit einer zweiten Leiste zur Verstärkung erweis sich als unzureichend.
Jetzt, >5 Jahre später hab ich mich endlich aufgerafft um diesem unmöglichen Zustande Herr zu werden.

Der neue Fuchsschwanz wurde aus dem Keller geholt, mit der Säge rückte ich der Lattenkonstruktion zu Leibe. Zunächst mussten sämtliche Klammern entfernt werden (Ein Wunder das sowas überhaupt zusammenhält). Die kurzen Querlatten wurden ein Stück eingekürzt um Platz für eine zweite Leiste zu Schaffen. Holzleim und einige Schrauben sorgen für eine feste Verbindung. Die Querlatten (im Bild senkrecht) wurden dann mit laaaaangen Schrauben ebenfalls wieder befestigt.

Sofa-reparatur

Am Ende musste nur noch der Bezug und der Schaumstoffstreifen wieder angetackert werden, einen Handtacker hatte ich bereits seit geraumer Zeit im Keller liegen.

Jetzt steht es wieder solide da und kann von besetzt werden.