Kategorie-Archiv: 3D Druck

tvb-gone Handsender Teil 2 – Batteriehalter und Gehäuse

Als Batterien verwende ich zwei CR2032 Lithium-Knopfzellen, die parallel geschaltet sind.
Reichelt Elektronik bietet kleine Blech-Batteriehalter an, die direkt auf Leiterplattenmaterial aufgelötet werden können. Dabei muss der kleinere Minuspol der Batterie als Leiterbahn hergestellt werden.
Die Batterhalter sind aus federndem Blech hergestellt und haben so starke Federn, dass die Batterien gut gehalten werden. Einen zusätzlichen mechanischen Schutz gegen herausrutschen finde ich unnötig.

Der Einfachheit halber habe ich einfach eine zweite Platine mit Hausmitteln hergestellt, und dort die Batteriehalter aufgelötet. Das ist einfacher als eine Doppelseitige herzustellen oder teuer herstellen zu lassen, macht aber dafür die Konstruktion 1,5mm dicker.

Das Gehäuse habe ich wieder im FreeCAD konstruiert und dann mit dem 3D-Drucker ausgedruckt.

Handgehäuse

Im Unterteil kommen die Batterien zum liegen, man sieht auch die Nocken auf denen die Leiterplatte gehalten wird.
Im Oberteil gibts vorn dann die Öffnungen für die verwendeten 3mm IR-Leds und weiter links im Bild den U-Förmigen Ausschnitt im Gehäusedeckel.
Der Ausschnitt befindet sich im zusammengebauten Zustand genau über dem Kurzhubtaster. Die entstandene Lasche kann somit leicht bis auf den Taster durchgedrückt werden. Die kleine Bohrung lässt einen Blick auf die eingebaute Kontroll-LED zu. Das Loch wird dann mit transparentem Heißkleber verschlossen, der das Licht der LED durchscheinen lässt.

Die FreeCad 3D-Konstruktionsdaten (und fertige STL-Dateien) kann wer möchte hier herunterladen:
tvb-gone-gehaeuse.rar [770 kB]

Bisherige Erfahrungen:
Bisher ging jeder Fernseher auszuschalten außer ein Modell von LG.
Es kann bis 15 sekunden dauern, bis aufgrund der Vielzahl der Codes und langsamen Übertragung der richtige Code gesendet wird.

3D Druck und „Gummi“-Teile aus Dichtungsmasse

Nach den bereits ein halbes Jahr zurückliegenden Versuchen mit MS-Polymer-Dichtungsmasse liegen nun mittelfriste Erkenntnisse zur Eignung und Haltbarkeit vor.

Die Erfahrungen sind positiv. Die Gummitaste an der Taschenlampe ist immernoch wie neu.

Da geht mehr, also eine neue Idee:
Ein Bohrstaubteller. Vielen Unbekannt. Ein Teil, das Steckt man auf den Bohrer eines Bohrhammers, wenn man in die Decke bohren möchte. Dann fällt der Staub nicht auf das rotierende SDS+ Bohrfutter und verteilt sich auf das Bedienpersonal der Bohrmaschine, hier einmal Kalfaktor genannt.
Der gemeine Kalfaktor mag es nicht so, ständig in einer Staubwolke zu stehen, Sand zwischen den Zähnen zu haben und einen Dreckregen in die Augen zu bekommen.
Ein Großteil des Bohrstaubs lässt sich ohne lästige Großtechnik einfach mit dem Bohrstabteller aufnehmen. Nach den Bohrungen kann der Teller dann am Boden oder im Kehrichteimer geleert werden.

Um so ein Teil selbst herzustellen habe ich mit dem 3D Drucker eine Forom gedruckt. Die musste natürlich vorher konstuiert werden. Eine rotationssymmetrische Außenseite (als Querschnittsprofil konstruiert und per „sweep“-befehl im CAD erzeugt) und ein Verteilerschieber der in der Mitte auf die Achse gesteckt werden kann um die Dichtungsmasse gleichmäßig in der Form zu verstreichen.

Beide zusammen mit einem 2mm Bohrer als Rotationsachse sind hier zu sehen:
Form für Bohrstaubteller

Die Form muss gut mit einem Trennmittel wie Silikonfett behandelt werden, um das Werkstück im ganzen mitsamt dem überhängendem Rand wieder herauszubekommen. Zur Hilfe habe ich in den Formboden ein 2mm Loch gebohrt, um die Unterseite des Werkstücks mit dem Einblasen von Druckluft in die Form schon mal zu lösen. Dann vom Rand her herausprokeln.

Form für Bohrstaubteller

Ich hab das Teil heil aus der Form bekommen und auch den Probeeinsatz nach 4 Tagen aushärten erfolgreich durchgeführt.

Ein wenig (mehr) Ordnung im Gewürzregal

Um etwas mehr Ordnung in das Gewürze-Abteilung zu bekommen, habe ich ein Teil entworfen, welches in alle Richtungen anreihbar ist, und die hierzulande überall erhältlichen Gewürzstreuer der Firma Ostmann aufnehmen kann.

gewürzablage

Vier mal ausgedruckt ergibt das eine schöne Doppelreihe in Regalbreite.
gewürzablage

Wie man sieht habe ich noch viele andere Behälter die nicht hineinpassen. Wenn deren Inhalt einmal aufgebraucht ist, werde ich dann die „richtigen“ nachkaufen und unten noch zwei weitere Reihen hinzufügen. Ich kann mir ja jederzeit noch weiter Elemente nachdrucken.

Die Beschriftung ist ausgedruckt und mit transparentem Paketklebeband auf dem Dosenboden angebracht. Wenn die Dosen leer werden, beginnen sie aufgrund der größeren Materialstärke des Deckels kopflastig zu werden. Damit sie dann nicht zum herausfallen neigen, sind sie mit dem Deckel nach hinten abgelegt.

Die Konstruktionsdatei im FreeCAD-Format und STL zum Nachdrucken gibts hier:
gewuerzablage.rar [0,5 Mbyte]

SMD-Lötstation – Gehäuse im 3D-Druck

Passend zu meiner Variante der SMD-Lötstation habe ich ein Gehäuse entworfen.

Nach einigem Gebastel im FreeCAD wurden 3 Gehäuseteile fertig.

Ein Gehäuse mit Montagenocken für den Netzteil und Frontplatte, und geneigter Front.
Aussparungen für die Luftzirkulation und die rückseitige Netzkabeleinführung gehören natürlich dazu.

Gehäuse

Passend zu dem Abmessungen des Gehäusekörpers eine Frontplatte mit allen benötigten Ausschnitten und Leiterplattenhaltern für die Steuerelektronik.

Frontplatte

Dazu ein Tastenfeld für die Temperatur und StandBy-Funktion.

Tasten

Und zuletzt, weil ja am Ende doch wieder nicht alles zusammen passt:
Ein Adapterring, damit es doch irgendwie zusammen geht:

Gehäuseadapter

Und zuletzt: Ein Handgriff für den Mini-Lötkolben:

Kolbengriff

Wer das alles nachbauen möchte, kann hier die Konstruktionsdateien und die STL-Dateien im Rar-Archiv (0,5Mbyte) herunterladen.

Weitere Details in der Fortsetzung zum Zusammenbau.

Palm Pre Halterung

Manchmal braucht man ein Navi im Auto, hat aber keins dabei.
Da liegt es nahe, das Smartphone rauszuholen, und damit zu navigieren.
Ich habe ein Palm Pre, für das es von O2 die kostenlose „Telmap“ app gibt. Der Fall ist natürlich auch schon einmal vorgekommen, praxistauglich war das aber nicht. Navigieren kann man nur, wenn man eine Datenverbindung hat. In der Pampa im Wald bei Regen im dunkeln, wenn man das Ding mal brauchen könnte, kann man nicht immer davon ausgehen. Der zweite Pferdefuß: Wie positioniert man das Gerät so, das es bei der Fahrt nicht herunterrutscht, aber das Display sichtbar bleibt, und man es nicht mit der Hand halten muss. Gerade bei meinem Fahrzeug hat der Designer mit allen Mitteln versucht, keine Ablagemöglichkeit auf die Oberseite des Armaturenbrettes zu integrieren.

Der Vorteil von Navigationsprogrammen, die die Routeninformation jedesmal frisch herunterladen ist natürlich die aktualität der Kartendaten und die Berücksichtigung von Stauinformationen (das Smartphone hat ja keinen TMC Empfänger).

Da zwängt es sich schon auf, ein Halter ist für diesen Einsatzfall gar nicht zu vermeiden.
Nach ein paar Erfahrungen mit 3D CAD war auch auf den zweiten Anlauf ein brauchbares Objekt zusammengeschustert.
Schraublöcher im Quadrat sorgen dafür, das man de Halter sowohl waagerecht als auch senkrecht befestigen kann.

Der 3D-Drucker materialisiert die Vision schließlich in schwarzem Plaste.
Palm Pre Halter
Nach ein wenig säubern der Kanten sieht es doch ganz ansehnlich aus.
Dazu braucht es dann natürlich noch eine haltekonstruktion, die irgendwo im Auto einen Halt findet. Eine Idee dazu muss aber erst noch reifen.

Palm Pre Halter
Damit das Telefon sich nicht an den Schraubenköpfen zerkratzt und nicht herumklappert, bekommt es ein kleines Polster in den Rücken.

Zuguterletzt noch der Test mit der Navi-Anwendung, ob die sinnvoller in waagerechter Ausrichtung oder senkrechter Ausrichtung den Bildschirm ausnutzt.
Palm Pre Halter

Hmm. Es scheint, als müsste ich zunächst einmal eine andere Navigationsanwendung suchen. Scheinbar hat O2 den Dienst inzwischen eingestellt. 🙁
So langsam kommen die Einschläge näher, die einem ein neues Gerät aufdrängen, auch wenn das alte noch funktioniert.

Zum Schluß noch die 3D Daten:
Freecad-Konstruktion und STL-Datei der Palm Pre Halteschale: pphalter.rar (786kB)
freecad objekt