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Küchenmixer Getriebeschaden

Beim Teig kneten mit den Knethaken des Küchenmixers (Handruhrgerät) begann ein Knethaken plötzlich zu taumeln und zu eiern.

Eine Obduktion der Maschine ergab, das das Gußteil mit der Rührstablagerung zerbrochen war.
Eine Rührstablaufbuchse ist abgebrochen. Das Material ist eine sehr leichte und sehr weiche Legierung, kein Zinkguß. Vermutlich eine Aluminiumlegierung.

Auch wenn sich eine Reparatur aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht rechnet, ging es mir doch um das Prinzip. Der Mixer wurde repariert.

Mehrere Lagen Glasfaxer-Epoxid-Verbundwerkstoff bilden eine neue tragende Hülle um das gebrochene Originalteil.

Nachtrag 17.04.14: Seit über einem Jahr hält die Reparatur bereits.

Electrobi ETT McPower LBN-305 Labornetzteil pfeift.

Electrobi hatte eine Aktion, bei der neben Restbeständen an Bauteilen als DDR Produktion (u.a. LED 7-segment-Anzeigen und Relais) auch die McPower LBN-305 Labornetzteile zu einem sehr günstigen Kurs an den Mann gebracht wurden.

Sehr handliches Schaltnetzteil mit einstellbarer Ausgangsspannung 0-30V und 0-5A.
Ich habe auch zugeschlagen, ohne große Erwartungen an die Qualität an die Geräte zu stellen.

Innen sieht es so aus:
Labornetzteil LBN305 Platine

Das Netzteil arbeitet auf den großen schwarzen Elko mit 3300µF. Der hat einen Lastwiderstand beigeordnet als Grundlast. Daneben diese offene Draht“Spule“ müsste der Shunt für die Strommessung sein. Dann kommt die stehende Drossel mit Ferritkern und ein 470uF Elko, ein Kerko, ein Kerko von GND nach Schutzleiter, das Kabel zu den 4mm Buchsen aussen und dort nochmal ein 470uF Elko. Also in summe 4240 uF.
Auf dem kleinen stehenden Platinchen ist die „Intelligenz“, ein TL494.
Hier muss man davon ausgehen das im Fehlerfall die Ladung der Kondensatoren einigen Schaden anrichten kann. Entweder schaltet man selbst nochmal ne funktionierende Strombegrenzung nach oder man nimmer die Geräte als I/U Ladegeräte.

Wenn mans weiss..
Die Ausgangsspannung ist relativ sauber, aber das Meßkabel vom Oszi sollte man nicht gerade an diesen Netzteilen vorbeiführen wenn man sich nachher nicht wundern will wo das ganze hochfrequente Gras herkommt.

Ein weiteres Manko ist, das die Netzteile im Betrieb ein Fiepen von sich geben.
Hier gibts was neues. Das ist gar kein PFC, sondern ein Schaltnetzteil im Schaltnetzteil.
Der Chip ist ein Controller für sparsame Steckernetzteile. Die Suche nach dem Datenblatt gestaltete sich etwas schwierig, weil der Hersteller aus jeder Typenreihe nur eine einzige Bauteilebezeichnung im Link aufs Datenblatt erwaehnt, damit aber die ganze Baureihe spezifiziert. Daher findet man zum TNY277 nichts. Der richtige Suchbegriff ist „Tiny-Switch III TNY274 Datasheet“
Google findet dazu http://www.powerint.com/sites/default/files/product-docs/tny274-280.pdf

Dieses Netzteil im Netzteil macht die Geräusche. Der Chip ist auf den ersten Blick auf 60 khz Schaltfrequenz ausgelegt, wird jedoch kein Strom hinten abgenommen lässt er so lange die Pulse aus, bis hinten die Spannung fällt. Aus dieser Hilfsspannung wird der Lüfter versorgt, und möglicherweise der TL494 auch.

Ein (Schall-) Reflektionsblech zwischen Lüfteröffnung und singendem Übertragertrafo könnte etwas helfen, damit der Schall nicht so leicht raus kann und innen sich etwas tot laufen kann.
Um das Singen des Netzteils sicher abzustellen, habe ich folgende Empfehlung:

Einen 820 Ohm Widerstand hier einlöten:

Labornetzteil LBN305 Platine

Der verballert ein 1/4W Strom, aber schont dafür die Nerven.
Eventuell muss man den Widerstandswert noch etwas ändern, bis ausreichend Wirkung eintritt, je nachdem wie die Bauteiletoleranzen gerade ausfallen. Da drinn sind 12.5V und mehr als 25 grad, bei kleineren Widerstandswerten als 820 Ohm reichen normale 1/4 Watt Widerstände nicht mehr aus, und die Wärmebelastung muss auf Zwei verteilt werden, oder z.b. ein 1W Metallschichtwiderstand verwendet werden.

Eine Versuch mit 1,2 Kohm brachte bei meinem Netzteil ein gerade noch hörbares Singen um 15 khz.