SMD-Lötstation mit Weller-Lötspitze (mit eingebautem Heizelement)

Ich wurde auf ein Projekt von Martin Kumm aufmerksam: Die SMD-Lötstation.
Vielen Dank hier ersteinmal für das Veröffentlichen dieser Arbeit.

Da ich nun mehrere Sachen mit SMD-Bauteilen am basteln bin, entstand natürlich der Wunsch nach einem passenden Lötwerkzeug auf Augenhöhe mit dem Stand der Technik.

Der Schaltungsentwurf wurde bereits von Einigen erfolgreich nachgebaut, wie man in den einschlägigen Foren lesen kann, so sollte das doch auch mir möglich sein. Der Platinenentwurf ist leider für zweiseitige Leiterplatten, so daß der gemeine Hobbyist die Platine schwerlich selbst herstellen kann. Deshalb habe ich eine neue Platine entworfen.

SMD-Lötstation Leiterplatte


So konnte ich mich noch ein wenig an KiCAD gewöhnen und „einlernen“, welches ich in Zukunft als Elektronik-CAD-Software einsetzen möchte.

Leider geht auch bei mir nicht immer alles glatt. Diesmal ging sogar einiges in die Hose.
Der Laserdrucker war beim Bedrucken der Belichtungsvorlage etwas sparsam mit dem Toner.
Das Leiterplattenmaterial war nicht nur überlagert, sondern auch ungleichmäßig mit Fotolack beschichtet.
Ich hab das Ende des Ätzprozesses verpasst und dadurch zusätzliche Unterätzungen bekommen.

Da ich aber keine Lust hatte nochmal neu anzufangen, habe ich die nicht so gut gewordene Leiterplatte trotzdem verwendet.
Nach dem bohren der Löcher, es befinden sich ja auf der Vorderseite die 7-Segment-Anzeigen und Taster, und der Bestückung der SMD-Bauteile fiel mir dann auf, daß die Pinreihenabstände der Kontakte zum Arduino-Uno Baord auch um 1/10 Zoll verrutscht waren.

Das kam so: ich habe das Bauteil im Bauteileeditor mit metrischem Rastermaß erstellt.
Kicad hat es danach aber beim abspeichern in die Bibliothek oder beim Einsetzen auf die Platine in zöllisches Raster konvertiert. Dabei war das gröbste Raster, also 0,1″ vorgegeben. Dies führte zur völligen Neuausrichtung aller Pins im Footprint. Immer zwei nebeneinanderliegende Lötaugen beisammen, und dann viel Luft dazwischen. Ich habe die Reihe dann im Footprinteditor seitlich wieder korrekt ausgerichtet, jedoch sind die Lötaugen wohl vorher schon eine 1/10″ reihe weiter auseiandergesprungen.
Deshalb hier ein Hinweis an mich selbst: Immer, immer, immer Bauteile ausschließlich in zöllischem Raster erstellen!

Nun war die Leiterplatte aber einmal soweit produziert, also wurde IMPROVISIERT.
Auf einer Seite Stiftleisten, auf der zweiten Seite ein Flachbandkabel. So konnte ich den seitlichen Versatz ausgleichen.

Ein Netzteil war nicht in Martin Kumms Projekt enthalten, jedoch wird hier auch nichts besonderes benötigt. Also ein einfaches Netzteil aus Sicherung, 230/12V Trafo, Brückengleichrichter und Siebelkos angelegt.
Leider waren die Trafos in der kleineren Dimension gerade nicht lieferbar, daher wurde es ein 36W Trafo. Der ist zwar aufgrund der geringen Einschaltdauer der Lötkolbenheizung überdimensioniert, aber man weiß ja nie wozu man es noch braucht.

Trafo

Weiter gehts im nächsten Beitrag mit dem Gehäuse.

Ein Gedanke zu „SMD-Lötstation mit Weller-Lötspitze (mit eingebautem Heizelement)“

  1. Hallo,
    ich habe die SMD-Lötstation von Martin Kumm nachgebaut und bin nun auf der Suche nach einem passenden Gehäuse dafür.
    Bei dieser Suche bin ich auf ihre Seite mit den Gehäuse- CAD -Zeichnungen gestoßen. Leider fehlt da aber die Zeichnungsdatei für die Frontplatte.
    Könnten Sie mir diese Datei noch zur Verfügung stellen ?
    Vielen Dank schon mal im voraus.
    Übrigens diese Seite ist ganz toll !!
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Jeutter

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