Halbautomatische Leiterplattenbohrmaschine (1)

Nach einiger Zeit habe ich wieder die Notwendigkeit kleine Bauteile auf Leiterplatten zu löten.
Praktisch ist es dann natürlich, wenn die Leiterplatten schon die passenden Leiterbahnen besitzen, zumindest wenn man mehrere gleiche braucht.

Also habe ich mal wieder die ganzen Sachen die man dazu braucht ausgemottet und war auch soweit erfolgreich damit, doch dann war da ja wieder das Elend mit den vielen kleinen Löchern die da zu bohren sind.
Schnell sind es mehrere hundert, und dann verkrampft man auch leicht, und bohrt löcher nicht rechtwinklig, und überhaupt macht das alles nicht so viel spaß.
Man müsste zumindest eine Maschine haben, die die Bohrmaschine hält, und auf Knopfdruck schön senkrecht das Loch bohrt.

Das wäre wirklich toll so eine Maschine zu haben. Nun. Also. Ach egal, bau ich eben eine.

Das Projekt hatte einige Zeit zu reifen, und entwickelte sich über die letzten Monate.
Ich habe mir so etwas ähnliches wie eine Ständerbohrmaschine mit Automatischem Vorschub vorgestellt, aber natürlich viel viel kleiner, und dann schön mit Licht, und die blöden Späne kann es ja auch gleich wegpusten….

Also dann mal los.

Zunächst gehts los mit einem kleinen Kastengehäuse, wo die Luftpumpe und Elektronik und was noch so anfällt unterkommen muss. Das Holz ist gebraucht und hat deshalb einige Löcher.

Da drauf muss ein Deckel. Der trägt dann die Bohreinrichtung, also muss da irgendwie sowas wie eine Halterung drauf.
Die Halterung besteht auch aus Sperrholz und wird in den Deckel eingesteckt und verklebt. Daher müssen da Schlitze hinein. Dazu bohre ich eine Reihe löcher und entferne dann die Stege dazwischen mit dem Stechbeitel.

Aus China kam ein kleiner Motor mit einem noch viel kleineren Bohrfutter.
Ich erinnerte mich irgendwo im Internet Gleiter gesehen zu haben, die auf Alumuniumstrangprofilen laufen.
Das könnte doch als Linearführung für mein kleines Maschinchen auch funktionieren. Natürlich kleiner.

Ich habe im CAD einen Halter entworfen, an den 3 Pads geschraubt werden die in den Nuten des Strangprofiles laufen. Durch Unterlegen von einzelnen Papierblättern kann ich die Gleiter spielfrei einstellen.

Nach oben und unten muss dann auch noch gefahren werden. Ich versuche das mal mit einem Servo und Zahnstange und Zahnrad aus dem 3d-Drucker. Das Zahnrad zeichnet FreeCAD mit der InvoluteGear Funktion, aber Zahnstangen kann es nicht. Habe ich dann einfach mal so grob hin improvisiert und offenbar ganz gut getroffen. Passt.

Auf dem Foto sieht man auch schon so grob, wie das mal zusammen gehören soll.

Für die Optik bekommt das Gehäuse Hammerschlaglack.

(Fortsetzung folgt)

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