{"id":914,"date":"2015-01-06T00:05:24","date_gmt":"2015-01-05T22:05:24","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.gafu.de\/?p=914"},"modified":"2015-07-26T16:15:59","modified_gmt":"2015-07-26T14:15:59","slug":"selbstbau-3d-drucker-teil-12-hallo-welt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.gafu.de\/?p=914","title":{"rendered":"Selbstbau 3D Drucker Teil 12- Hallo Welt!"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem nun in den vorhergehenden Teilen so langsam klar wird, das sich das Monstrum der Fertigstellung n\u00e4hert, und auch auf manchem Foto so St\u00f6pselketten zu sehen sind (Die Fotos sind teilweise erst nach dem Bau entstanden), hier noch ein wenig Aufkl\u00e4rung dazu:<\/p>\n<p>Ich habe, um die Kosten gering zu halten, einige Teile aus China bestellt.<br \/>\nLeider war ja gerade (Vor-)Weihnachtszeit, und da haben sich wohl beim Zoll die Pakete &#8222;etwas&#8220; aufgestapelt.<\/p>\n<p>Kurzum: Am 17.11. bestellte Zahnriemen kamen erst heute, am 05. Januar an.<br \/>\nDamit ich also weiterbauen konnte, und auch schon ein wenig ausprobieren, habe ich 4 Meter Kugelkette im Baumarkt gekauft und Kugelkettenantriebsr\u00e4der mit meinem CTC 3D-Drucker gedruckt, und die Riemen durch Kugelketten ersetzt.<\/p>\n<p>Dabei folgende Erfahrung: Die Kugelketten (2.5mm Kugeldurchmesser, aus Messing) l\u00e4ngen sich mit der Zeit, sind mit Kabelbindern aufgrund der kleinen Zwischenr\u00e4ume schwer zu befestigen. Die kleinen Zwischenr\u00e4ume sind ebenso das Problem beim drucken der Antriebsr\u00e4der sowie bei deren mechanischer Best\u00e4ndigkeit.<br \/>\nDie Antriebsr\u00e4dchen nutzten sich schnell ab, besonders wenn am Anfang schon mal in die falsche Richtung zum Endstop gefahren wurde, und was eben sonst noch so schief geht. War die Kette bereits paar mal \u00dcbergesprungen, traten dann auch beim Drucken Schrittverluste durch \u00dcberspringen der Kette auf, weil die d\u00fcnnen Stege der Antriebsr\u00e4dchen abgenutzt waren.<br \/>\nEs geht ganz gut wenn man langsam druckt, so bis 50mm\/s auf der Y-Achse und 100mm\/s auf der viel leichteren X-Achse waren problemlos und zuverl\u00e4ssig m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zum Thema: Hallo Welt!<br \/>\nIch habe mit dem 3D-Drucker das erste Teil gedruckt, es sollte was n\u00fctzliches sein: Also wurde es ein <a title=\"Filamentabroller mit 608 Kugellagern\" href=\"http:\/\/www.thingiverse.com\/thing:46016\">Filamentspulen-Abroller mit 608 Kugellagern<\/a>.<br \/>\n<a title=\"Der erste Druck\" href=\"\/wp-content\/2015\/01\/I3-hallowelt.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"Der erste Druck\" src=\"\/wp-content\/2015\/01\/I3-hallowelt-600.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich habe davon mehrere gedruckt, und da zeigten sich auch gleich mehrere Probleme:<br \/>\n*Das Modell ist mist. Die STL-Datei fehlerhaft (\u00e4u\u00dfert sich im Versatz des &#8222;Aufbaus&#8220; nach Rechts, die Laschen f\u00fcr die Kugellager haben die Symmetrieachse sind au\u00dfermittig). Ich habs dann sp\u00e4ter selbst nochmal neu konstruiert.<br \/>\n*Der Materialfluss aus dem Hotend kommt \u00fcberhaupt nicht in gang, gr\u00f6\u00dfere Druckgeschwindigkeiten unm\u00f6glich<br \/>\n*Es zieht viele F\u00e4den und macht haufenweise &#8222;blobs&#8220;.<\/p>\n<p>Aber es druckt! \ud83d\ude00<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Doch nun zu den Problemen:<br \/>\nDer schlechte Materialfluss: Ich habe die D\u00fcse innen mit 1.35mm weiter aufgebohrt, bis die Wandst\u00e4rke mit der D\u00fcsenbohrung nur noch etwa 0,5mm betrug. Vorher war es gut das Doppelte. Damit wurde der Widerstand beim probeweisen h\u00e4ndischen Extrudieren bereits geringer.<br \/>\nTrotzdem gings noch nicht gut. Immerhin fr\u00e4ste nun das Antriebsrad nicht mehr ins Filament weil es so schwer ging. Danach war dann das Hotend undicht und es quoll Material heraus. Au\u00dferdem ist in den Achsl\u00f6chern f\u00fcr die Lager die Oberseite der L\u00f6cher schlecht ausgeformt, was am fehlenden L\u00fcfter f\u00fcr die Werkst\u00fcckk\u00fchlung liegt. (Ich verwende hier PLA)<\/p>\n<p>Es zieht F\u00e4den und so:<br \/>\nDie Einstellung f\u00fcr Retrakt, das zur\u00fcckziehen des Filamentfadens beim &#8222;\u00fcberspringen&#8220; von L\u00fccken in denen nicht gedruckt wird, muss noch eingestellt werden. Ich habe ja einen Bowden-Extruder, also der hei\u00dfe Extruder mit dem Materialvorschub nicht in einer Einheit, sondern mit einem Schlauch dazwischen, durch den das Material zur Schmelzzone vorgeschoben wird. Das macht h\u00f6here Einstellungen notwendig als man das vom direkten Antrieb am Druckkopf kennt. Ich habe durch versuche herausgefunden, das 3,5mm bei meinem Aufbau ganz gut funktionieren.<br \/>\nDabei ist der 4\/2mm Teflon-Schlauch 65cm lang und 1,75er Filament drinn.<\/p>\n<p>Folgefehler herausquellendes Material:<br \/>\nMein Extruder ist ein China &#8222;All Metal Hotend&#8220;. Der Aufbau ist dem britischen E3D Hotend nachempfunden. Der K\u00fchlk\u00f6rper und der W\u00e4rmeisolator aus Edelstahl (ein hohlgebohrter 6mm Gewindestab, der an einer Stelle eine sehr geringe Wandst\u00e4rke hat) ist f\u00fcr 3mm Filamentdurchmesser passend, im Inneren ist f\u00fcr das 1.75mm Material ein Teflonschlauch bis auf die oberseite der D\u00fcse eingesteckt.<br \/>\nErstmal kam es bei 4.5mm Retakt zur totalen Verstopfung, weil der Teflonschlauch hochgerutscht ist und das verfl\u00fcssigte PLA am kalten Metall der Hitzebarriere festgeklebt ist. Das ist ein Problem und erfordert eine konstruktive \u00c4nderung. Ich habe die D\u00fcse oben 2mm tief aufgebohrt und einen neuen l\u00e4ngeren Schlauch bis in die D\u00fcse gesteckt. Ist so zwar nicht mehr &#8222;All Metal&#8220;, taugt aber besser f\u00fcr den Druck mit PLA.<br \/>\nDann war auch das herausquellen des Materials besser. Sowohl die D\u00fcse, als auch die Hitzebarriere haben keine glattgedrehten Enden (Chinaqualit\u00e4t eben), weshalb sich hier beim zusammenschrauben keine Abdichtung ergibt. Teflonband wollte ich keins reinwickeln, da das auch nicht lange h\u00e4lt. Meine Ma\u00dfnahme die bisher dicht h\u00e4lt ist viel altmodischer und gar nicht hochtechnisch:<br \/>\nIch habe die beiden Oberfl\u00e4chen von Hand \u00fcber Kreuz glattgefeilt, mir aus d\u00fcnner Pappe einen Dichtungsring ausgeschnitten und die Pappedichtung \u00fcber den Teflonschlauch gef\u00e4delt, und dann alles zusammengeschraubt. Taugt.<br \/>\nD\u00fcsengewinde ist \u00fcbrigens metrisches M6 Gewinde.<\/p>\n<p>F\u00fcr den aktiven L\u00fcfter f\u00fcrs Werkst\u00fcck habe ich eine Luftd\u00fcse konstruiert und mit dem CTC Drucker ausgedruckt:<br \/>\n<a title=\"Werkst\u00fcckk\u00fchlung am 3D-Drucker\" href=\"\/wp-content\/2015\/01\/i3-aktivkuehlung.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"Werkst\u00fcckkk\u00fchlung am 3D-Drucker\" src=\"\/wp-content\/2015\/01\/i3-aktivkuehlung-600.jpg\" \/><\/a><br \/>\nDie Konstruktion ist, wie man sieht, einfach gehalten. Der kleine 40x40mm L\u00fcfter hat 12V 180mA, ist also etwas st\u00e4rker und macht durch die vergleichsweise gro\u00dfe \u00d6ffnung ganz sch\u00f6n viel Wind (und L\u00e4rm, kann aber im Repetier\/im Slicer per PWM langsamer eingestellt werden).<br \/>\nPraktisch ist, das ich gleich die Befestigungsschrauben vom Hotend-halter f\u00fcr den L\u00fcfter mitverwenden kann. Das Hotend kann sowohl mit als auch ohne L\u00fcfter angeschraubt werden.<br \/>\nDie D\u00fcse rechts und damit auch die ausgedruckte Wurst liegt im Windschatten des Heizblocks, deshalb habe ich den dann nochmal um 180 grad gedreht und daf\u00fcr dann die andere Seite ein wenig W\u00e4rmeisoliert. So liegt die &#8222;frischgelegte Wurst&#8220; besser im Wind \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Doch nochmal zur\u00fcck zum schlechten Materialfluss. Zwei Testw\u00fcrfel zum finden der korrekten Einstellungen sp\u00e4ter war ich immernoch unzufrieden, trat mehr oder weniger auf der Stelle. Irgendwas passte ganz und gar nicht.<br \/>\nAuf der dem L\u00fcfter abgewandten Seite wurden die Ecken nicht gut gedruckt, die W\u00fcrste kr\u00e4uselten sich und schmolzen nicht richtig zusammen. Auch nach dem Drehen des Heizblocks um den Windschatten zu verkleinern. An der K\u00fchlung lag es wohl nicht.<br \/>\nEin Test mit einem Temperaturme\u00dfger\u00e4t mit Typ K Thermoelement brachte dann ein weiteres Problem an den Tag: Die D\u00fcsentemperatur wurde im Hostprogramm 25 grad zu hoch angezeigt, die D\u00fcse hatte also gar nicht 200 grad, sondern nur 175. Und das, obwohl bei Zimmertemperatur der Wert genau stimmte. Da man nicht genau weiss, was die Chinesen da f\u00fcr einen Thermistor eingebaut haben, habe ich mal die onlineshops abgegrast was die so verkaufen, und tats\u00e4chlich, einer gab an sein Thermistor entspr\u00e4che dem Kennfeld Nummer 8 in der Firmware.<br \/>\nAlso die Arduino-IDE aufgerufen und nachgesehen, tats\u00e4chlich, auch Nummer 8 ist ein 100k Thermistor, jedoch mit einer abweichenden Kennlinie. Nach Neukompilieren und Aufspielen der ge\u00e4nderten Firmware stimmt die Temperatur nun im kalten und im hei\u00dfen Zustand, und nun werden auch die Ecken beim Testw\u00fcrfel besser.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem nun in den vorhergehenden Teilen so langsam klar wird, das sich das Monstrum der Fertigstellung n\u00e4hert, und auch auf manchem Foto so St\u00f6pselketten zu sehen sind (Die Fotos sind teilweise erst nach dem Bau entstanden), hier noch ein wenig Aufkl\u00e4rung dazu: Ich habe, um die Kosten gering zu halten, einige Teile aus China bestellt. 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