{"id":47,"date":"2006-02-26T23:42:19","date_gmt":"2006-02-26T22:42:19","guid":{"rendered":"http:\/\/gafu.de\/wp_alt\/?p=43"},"modified":"2006-02-26T23:42:19","modified_gmt":"2006-02-26T22:42:19","slug":"atzfeste-schale","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.gafu.de\/?p=47","title":{"rendered":"\u00c4tzfeste Schale"},"content":{"rendered":"<p>Seit den ersten Versuchen zum Herstellen von Leiterplatten aus Leiterplattenrohmaterial benutze ich noch einen Gegenstand: Eine Entwicklerschale, wie sie normalerweise im Fotolabor zum Einsatz kommt. Diese Schale hat etwa die halbe Gr\u00f6\u00dfe einer A4-Seite und besteht aus weichen Plaste und besitzt einen etwa 5cm hohen Rand.<br \/>\nBesonders wichtig ist nat\u00fcrlich, das der Kunststoff gegen allerlei Chemikalien best\u00e4ndig sein muss, die man u.a. auch im Fotolabor benutzt.<br \/>\nIm Elektronikbedarf f\u00fcr den Hobbybastler wird nun alles als &#8222;\u00e4tzfest&#8220; gekenntzeichnet, was best\u00e4ndig gegen Chemikalien zum \u00c4tzen von kupferbeschichteten Leiterplatten ist. Theoretisch zumindest. Kurzum: Meine Plasteschale war angeblich &#8222;\u00e4tzfest&#8220;.<\/p>\n<p>Nachdem ich nun dieser Tage schon festgestellt hatte, das Plasteflaschen von normalem Sp\u00fclmittel (bei mir Sp\u00fclmittel der Marke FIT) nicht best\u00e4ndig gegen NaOH-Lauge sind und sich binnen weniger Wochen aufl\u00f6sen, folgte der n\u00e4chste kleine Chemieunfall heute im heimischen &#8222;Labor&#8220;&#8230;<\/p>\n<p>Nach dem letzten Anlauf zur Leiterplattenherstellung lie\u00df ich ruhigen Gewissens das \u00c4tzmittel (Ammoniumpersulfat) in der so genannten &#8222;\u00e4tzfesten Schale&#8220; eintrocknen und kristallisieren, um es bis zur n\u00e4chsten Verwendung trocken zu lagern. Binnen ein paar Tagen hatte sich die beinahe ges\u00e4ttigte L\u00f6sung auch vollst\u00e4ndig in Kristalle verwandelt und konnte nun in der Schale f\u00fcr die n\u00e4chste Verwendung verbleiben. Dachte ich zumindest.<\/p>\n<p>Entsprechend gro\u00df war heute die \u00dcberraschung, als ich einem Bekannten das Verfahren vorgef\u00fchrt habe. Nach erfolgreichem Belichten und Entwickeln ging es nun an den letzte Schritt, dem Aus\u00e4tzen des \u00fcberfl\u00fcssigen Kupfers um nur die gew\u00fcnschten Leiterbahnen \u00fcbrig zu behalten. (Das Rohmaterial ist vollst\u00e4ndig mit einer Kupferschicht versehen)<\/p>\n<p>Ich w\u00e4hnte mich also noch in tr\u00fcgerischer Sicherheit als ich meine sogenannte \u00e4tzfeste Schale auf die Warmhalteplatte gestellt hatte, und nun zu den verkrusteten Kristallen wieder Wasser hinzugab, um selbige darin aufzul\u00f6sen. Das Wasser wiederum versickerte zwischen den Kristallen und trat zur allgemeinen \u00dcberraschung unter der Schale wieder aus.. In der Zwischenzeit erhitzte sich die ausgelaufene L\u00f6sung auf der hei\u00dfen Platte bis zur chemischen Instabilit\u00e4t und quittierte mir den Vorgang mit einer Wolke aus Chlorgas und Ammoniak&#8230;<\/p>\n<p>Nach dem \u00d6ffnen des Fensters, meine Atemwege waren danach auch sch\u00f6n frei, hab ich das mal genauer &#8222;unter die Lupe&#8220; genommen.. nach dem Reinigen der Schale bot sich dieses Bild:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blog.gafu.de\/wp-content\/2006\/05\/aetzfeste_sch.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit den ersten Versuchen zum Herstellen von Leiterplatten aus Leiterplattenrohmaterial benutze ich noch einen Gegenstand: Eine Entwicklerschale, wie sie normalerweise im Fotolabor zum Einsatz kommt. Diese Schale hat etwa die halbe Gr\u00f6\u00dfe einer A4-Seite und besteht aus weichen Plaste und besitzt einen etwa 5cm hohen Rand. 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