{"id":25,"date":"2005-01-19T15:33:32","date_gmt":"2005-01-19T14:33:32","guid":{"rendered":"http:\/\/gafu.de\/wp_alt\/?p=18"},"modified":"2005-01-19T15:33:32","modified_gmt":"2005-01-19T14:33:32","slug":"nie-wieder-maxtor","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.gafu.de\/?p=25","title":{"rendered":"nie wieder maxtor"},"content":{"rendered":"<p>Heute gibts mal einen kleinen Bericht \u00fcber meine neueste Festplatte&#8230; diesmal war sie von Maxtor. Damals noch f\u00fcr reichlich 300 DMark bei einem H\u00e4ndler hier in Plauen erworben, mit 7200 Umdr. und 60 GByte Kapazit\u00e4t. Die Festplatte wurde in mein neues Geh\u00e4use eingebaut und sollte von da an dort still und leise ihre Arbeit verrichten.. das funktionierte ganz gut, bis zum Dezember 2004. Fehlerhafte Sektoren, unlesbare Dateien bis hin zum teilweisen Verlust des MBR. MBR \u00fcberschreiben brachte nichts, es wurde immer schwieriger von der Platte \u00fcberhaupt noch was runter zu lesen. Daraus resultierte dann ein Datenverlust mittleren Umfangs.. vieles konnte ich sichern, manches aber auch nicht. Was am Ende alles so auf der Strecke geblieben ist, merkt man erst im laufe der Zeit, wenn man die Daten wieder einmal br\u00e4uchte. Bis dahin hielt ich Festplatten ja f\u00fcr einen relativ sicheren Speicher.. wo zwar von Seiten des Betriebssystems mal was schief laufen kann, aber das i.d.R. nur die Systempartition betrifft.. diesmal waren alle betroffen.<\/p>\n<p>Insgesamt ganze 2,5 Jahre lief die Festplatte, dann war es vorbei mit der Datensicherheit. Lange genug um die gesetzliche Gew\u00e4hrleistung von 24 Monaten zu \u00fcberschreiten. Auf dem Weg war nichts mehr zu machen. Maxtor bietet aber zus\u00e4tzlich noch eine etwas l\u00e4ngere Herstellergarantie, die jedoch abh\u00e4ngig vom Produktionsdatum ist (statt vom Kaufdatum). Also die Festplatte ausgebaut, die Seriennummer in das Formular auf der Maxtor-Internetseite eingetragen und tats\u00e4chlich die Meldung bekommen, das aus dieses Ding noch Garantie besteht. Bis dahin lief es ja noch ganz gut.<\/p>\n<p>In einem Verfahren von nur 7 mehr oder minder komplizierten Online-Formularen, dem download einer Diagnosesoftware die praktischerweise erst einmal die Erstellung einer Bootdiskette notwendig machte. (Woher soll ich denn im Jahr 2004 eine leere Diskette herbekommen, die noch dazu noch v\u00f6llig Fehlerfrei sein musste??)<br \/>\nNachdem ich also eine Diskette gefunden hatte, mit der auch das Programm zufrieden war, und mehrmals die Daten drauf gespeichert hatte, gelang es mir schlie\u00dflich alle Dateien von dieser herunter zu kopieren, das kleine Programmchen auf eine vern\u00fcnftige Startdiskette zu kopieren (mit deutschem zeichensatz und was man sonst noch so braucht) und schlie\u00dflich unter echtem DOS auszuf\u00fchren. Das Programm beherrschte verschiedene Tests bishin zur low-level-formatierung.. Ich steigerte mich vom einfachen Test, der jeweils mit einem Fehlercode kurz nach dem Anfang abbrach, bis hin zum Low-Level-Format, welches mit selbigem Fehler ebenfalls den Dienst quittierte. Dabei kamen von Seiten der Festplatte die merkw\u00fcrdigsten Ger\u00e4usche..<\/p>\n<p>Der erzeugte Fehlercode musste nun nur noch in das Formular eingetragen werden.. aber ich hab zu lang gebraucht, und musste die ersten Formulare noch mal neu ausf\u00fcllen.. Nat\u00fcrlich \u00fcbernimmt Maxtor keine Haftung f\u00fcr verlorengegangene Daten, man bekommt die empfehlung die Festplatte zuvor noch an eine Datenrettungsfirma zu \u00fcbergeben. Ein Unterfangen das nicht nur das Ende der Garantiezeit besiegelt, sondern au\u00dferdem noch exorbitante Kosten verursachen w\u00fcrde. Fraglich erscheint mir, warum ich erst einen von satten 4 m\u00f6glichen Punkten ausw\u00e4hlen musste, wie sich der defekt der Festpl\u00e4tte \u00e4u\u00dfert, obwohl ich dann sowiso die diagnosesoftware herunterladen und ausf\u00fchren musste. Eine genaue Problembeschreibung war mit der Auswahl aus 4 M\u00f6glichkeiten jedenfalls v\u00f6llig unm\u00f6glich, ich vermute eher das ist nur Dummenfang.. der Fehlercode ist das Aussagekr\u00e4ftige.. aber so kommt sich der Mensch eben nicht v\u00f6llig unn\u00fctz vor, wenn er auch mal was gefragt wird. Irgendwie erinnert mich das an ein gro\u00dfes amerikanisches Software-Unternehmen, bei dessen neuester Version des Betriebssystems man mehr denn je das Gef\u00fchl hat, das eben dieses Unternehmen jegliche Benutzer ihrer Software f\u00fcr ziemlich dumm h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Nach dem akribischen Ausf\u00fcllen der Formulare erhielt ich nun eine RMA-Nummer von Maxtor, die zur Bearbeitung der Garantie unbedingt erforderlich sei. Die ganze Seite (3-4 A4-Seiten) mit der RMA-Nummer und Adressen und meinen Daten sowie einer umfangreichen Anforderungsliste zur Verpackung ect. ect. sollte ich nun unbedingt ausdr\u00fccken. Das war l\u00e4cherlich. Egal, ich speichere die HTML-Seite ersteinmal ab und erspare mir die Verschwendung von Papier und Tinte. Kurz darauf erhalte ich selbigen Text der HTML-Seite nochmals als E-mail von Maxtor. Was soll ich davon halten? Was glaubt man bei Maxtor, wie dumm die Kunden sind?<\/p>\n<p>Nachdem ich die Liste der Anforderungen an die Verpackung gelesen hatte und nicht gewillt war einen Maxtor-vertreter zu finden um von ihm einen speziellen Maxtor-Festplattenversandkarton k\u00e4uflich zu erwerben, konnte ich doch etwas passendes finden. Also auf zur Post.. Maxtor h\u00e4lt es nat\u00fcrlich nicht f\u00fcr notwendig in Deutschland eine Sammeladresse zu besitzen, sondern ein Internationales Paket ist erforderlich.. nat\u00fcrlich auf Kosten des Kunden. Auch ist es zur Abwicklung der Garantie unerl\u00e4sslich, die Festplatte mit einem Paketdienst zu versenden, \u00fcber den Maxtor den Transportweg bis zum Kunden zur\u00fcckverfolgen kann. DHL war geeignet. Was soll der Schwachsinn? F\u00fcr gut 16 Euro konnte ich dann die defekte Festplatte als internationales Paket nach Irland zu Maxtor schicken, als &#8222;Geschenk&#8220;. Sonst w\u00e4ren mitunter nocheinmal Steuern f\u00fcr den EX- und Import von Waren angefallen.<\/p>\n<p>4 Wochen passierte ersteinmal gar nichts. Gestern jedoch war es dann soweit, der UPS-Mann klingelte und \u00fcberreichte mit ein Paket&#8230; &#8230;aus Ungarn. Die original-Maxtor-Tranportverpackung mit der Austauschfestplatte. Ein Karton aus einfacher Wellpappe mit zwei Kunststoff-Formteilen die in der Mitte die Festplatte einklemmten. Ich glaube mein Paket war besser, da war die Festplatte mit Schaumstoff gepolstert. Bei der Maxtor-kiste musste die Festplatte nen ziemlich harten Schlag abbekommen wenn der Kartonmal herunterf\u00e4llt.. passiert beim Postversand schon mal. Eine Verpackung aus einer Kombnination von Antistatikt\u00fcte f\u00fcr die Platte und Styroporchips zum Polstern hatte Maxtor \u00fcbrigens ausdr\u00fccklich verboten.<\/p>\n<p>Dann nichts wie los.. Die Ersatzfestplatte war zun\u00e4chst einmal ein anderes Modell als mein Originalger\u00e4t. Maxtor schrieb, man bem\u00fche sich die Festplatten gegen gleichwertige andere zu ersetzen, die &#8222;die selben Tests durchlaufen haben wie neue Maxtor-Festplatten&#8220;. Es werden also kaputte Festplatten wieder zusammengefriemelt. Immerhin stimmte die Kapazit\u00e4t, es waren immerhin knappe 60 GByte. Alles andere jedoch war entt\u00e4uschend. Zur\u00fcck bekam ich ein veraltetes Modell mit nur 5400 Umdrehungen, was zudem nur 16bit-Modus auf der IDE-Seite unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Alles in Allem ziemlich entt\u00e4uschend, schlie\u00dflich ist es nicht mein Fehler, wenn Maxtor Schrott produziert hat.<br \/>\nNochmal internationaler Versand wird zu teuer, ich h\u00e4tte mir sonst schon fast ne neue 60er Platte kaufen k\u00f6nnen.<br \/>\nDaraus folgt nur ein Schlu\u00df: Ich werde diese grandiosen Erfahrungen beim n\u00e4chsten Festplattenkauf in guter Erinnerung behalten, und mich f\u00fcr einen anderen Hersteller entscheiden. Vielen Dank, Maxtor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute gibts mal einen kleinen Bericht \u00fcber meine neueste Festplatte&#8230; diesmal war sie von Maxtor. Damals noch f\u00fcr reichlich 300 DMark bei einem H\u00e4ndler hier in Plauen erworben, mit 7200 Umdr. und 60 GByte Kapazit\u00e4t. 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