{"id":1880,"date":"2021-01-15T21:52:48","date_gmt":"2021-01-15T19:52:48","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.gafu.de\/?p=1880"},"modified":"2021-01-07T02:17:07","modified_gmt":"2021-01-07T00:17:07","slug":"50w-cob-led-scheinwerfer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.gafu.de\/?p=1880","title":{"rendered":"50W COB-LED-Scheinwerfer"},"content":{"rendered":"<p>Im Beitrag Nummer 7 zur Mechthild Fr\u00e4se war ja dieses Bild zu sehen:<\/p>\n<p><a href=\"\/wp-content\/2021\/01\/mechthild7-3.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/2021\/01\/mechthild7-3-600.jpg\" alt=\"Mechthild CNC Fr\u00e4se\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und ich habe auch bereits verraten, das es f\u00fcr eine LED-Lampe sein soll.<br \/>\nAlso mal n\u00e4her zu dem Thema. Es sind g\u00fcnstige LED-Treiber ICs entwickelt worden, die recht einfach funktionieren: Man schaltet so viele LED-Chips in reihe, bis man der Netzspannung nahe kommt. Dann muss man nur den Strom f\u00fcr eine LED steuern, also ein paar milliampere. Der Chip macht dann einfach nur in linearer Analogtechnik die Strombegrenzung und erw\u00e4rmt sich dabei, da ja Spannung abf\u00e4llt. Das kann man nun beliebig weit technisch optimieren, etwa indem man Parallel- und Reihenschaltung im Takt der Sinuswellen des Wechselstromes abwechselt, oder indem man den Peak zum laden eines Kondensators nutzt um die Leds mit der gespeicherten Energie in der fallenden Flanke der Sinuswelle noch etwas nachleuchten zu lassen.<br \/>\nOder man macht es so billig wie m\u00f6glich, und l\u00e4sst die LEDs einfach mit dem gleichgerichteten Wechselstrom im 100Hz Takt mitflimmern, und nebenbei wird das alles dann auch noch dimmbar.<\/p>\n<p>Diese sehr g\u00fcnstige Technik der Stromregelung f\u00fcr LED-Licht hat uns superbillige COB-Led Panels gebracht, die mit Leistungen im zweistelligen Bereich f\u00fcr wenige Euro erh\u00e4ltlich sind. Das muss nat\u00fcrlich auch einmal ausprobiert werden, und manchmal braucht man es irgendwo mal etwas heller, ohne gro\u00dfe Anforderungen an die Qualit\u00e4t der Beleuchtung zu haben. Also so ein 50W LED-Keks geordert.<\/p>\n<p><a href=\"\/wp-content\/2021\/01\/led50-2.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/2021\/01\/led50-2-600.jpg\" alt=\"COB-LED 50W\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Boden\/R\u00fcckwand vom Geh\u00e4use ist eingeebnet, das Modul habe ich dann probeweise Aufgeschraubt und ausprobiert. Und festgestellt, dass das K\u00fchlrippengeh\u00e4use grenzwertig ist, die Geh\u00e4usetemperaturen erreichen bereits mit offener Vorderseite 50..55 grad Celsius.<\/p>\n<p>Und was passiert, wenn das Ding umf\u00e4llt und auf den Rippen zum liegen kommt, und die Konvektion nicht mehr stattfinden kann. Alles nicht sch\u00f6n, so musste also etwas mehr Aufwand in die Sache investiert werden um dem Ger\u00e4t eine gewissen Lebensdauer zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><a href=\"\/wp-content\/2021\/01\/led50-3.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/2021\/01\/led50-3-600.jpg\" alt=\"COB-LED 50W\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst hier noch kurz eine L\u00f6sung zum Aufstellen, aus zwei Abschnitten Bandstahl, einer an den Enden U-F\u00f6rmig gewinkelt f\u00fcr zwei \u00e4u\u00dfere Standf\u00fc\u00dfe, und ein schwenkbarer dritter Fu\u00df, der das Leuchtengeh\u00e4use nach hinten abst\u00fctzt.<\/p>\n<p><a href=\"\/wp-content\/2021\/01\/led50-4.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/2021\/01\/led50-4-600.jpg\" alt=\"COB-LED 50W\" \/><\/a><\/p>\n<p>Durch einschwenken des beweglichen Teils wird das ganze Platzsparend.<\/p>\n<p><a href=\"\/wp-content\/2021\/01\/led50-5.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/2021\/01\/led50-5-600.jpg\" alt=\"COB-LED 50W\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr das Problem der m\u00f6glichen \u00dcberhitzung habe ich schlie\u00dflich oben ein Umgeh\u00e4use aufgesetzt, welches einen kleinen 40mm L\u00fcfter beherbergt, der immer einen gewissen Luftzug durch die K\u00fchlrippen sicherstellt.<br \/>\nAus praktischen Erw\u00e4gungen ist auch ein Schalter f\u00fcr das Licht, und eine Steckdose an Board.<\/p>\n<p><a href=\"\/wp-content\/2021\/01\/led50-6.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/2021\/01\/led50-6-600.jpg\" alt=\"COB-LED 50W\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein Halterahmen nimmt die Elektronik auf, in diesem Fall besteht die eigentlich nur aus der Stromversorgung f\u00fcr den L\u00fcfter, denn das LED-Modul bringt ja alles f\u00fcr den Betrieb n\u00f6tige mit. Also fast. Beinahe. Doch dazu gleich mehr.<\/p>\n<p>Komplettiert wird alles mit einer 10 meter langen Anschlussleitung mit angegossenem Stecker, so dass man im Aufstellort flexibel ist, und eine &#8222;eingebaute Verl\u00e4ngerung&#8220; dabei ist. Dadurch wird auch klar, was das mit der Steckdose soll.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zur beinahe vollst\u00e4ndigen elektrischen Ausstattung. Nach einer Weile fiel n\u00e4mlich die Schwachstelle der ganze Sache auf: Diese integrierten LED-Treiber sind empfindlich auf \u00dcberspannungen. Obwohl am Netzteil ein zus\u00e4tzlicher Varistor nachger\u00fcstet wurde und die Spannungsversorgung des LED-Panels dort vorbeigeschliffen wird, hat das Abschalten von 3 Leuchtstofflampen mit konventioneller Beschaltung (also Drosseln und altmodischen Leuchstoffr\u00f6hren) das LED-panel gekillt.<\/p>\n<p>Wie genau es ausgefallen ist kann ich nur mutma\u00dfen, aber vermutlich hat die steile Flanke der St\u00f6rspannung die Ausregelung durch die LED-Treiberbausteine \u00fcberfordert und die Led-Chips der LED haben zu viel Strom gesehen. Zumindest wurden mehrere gesch\u00e4digt, und somit die Reihenschaltungen unterbrochen. Durch die hohe anliegende Spannung hat es noch ein paar mal aufgeblitzt, und die defekten Chips haben sich dann mit schwarzer Verf\u00e4rbung im Leuchtstoff der wei\u00dfen LED zu erkennen gegeben. So lange, bis durch die elektrischen Entladungen die Isolation zur Aluminiumplatine besch\u00e4digt wurde, und der Fehlerstromschutzschalter dem Spiel ein Ende bereitete. <\/p>\n<p>In der Folge musste ich also ein neues LED-Modul einbauen, und habe ein komplettes C-L-C Entst\u00f6rfilter nachger\u00fcstet, sowie einen zus\u00e4tzlichen Varistor direkt an den L\u00f6tanschl\u00fcssen des LED-Moduls. Seitdem funktioniert das Ger\u00e4t ohne weitere Ausf\u00e4lle.<\/p>\n<p>Warum ich das hier soweit ausf\u00fchre: Man sollte der elektrischen Isolation bei diesen Modulen also nicht allzu weit \u00fcber den Weg trauen. In jedem Fall empfiehlt es sich, damit zu rechnen das die R\u00fcckseite Netzverbindung haben k\u00f6nnte, und entsprechende Vorsichtsma\u00dfnahmen zu treffen. Mein Scheinwerfer ist deshalb als Schutzklasse-1-Ger\u00e4t aufgebaut, also mit Schutzleiter am Geh\u00e4use. Eine Alternative k\u00f6nnten die neuerdings angeboteten LED-Module mit keramischen Tr\u00e4ger sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Beitrag Nummer 7 zur Mechthild Fr\u00e4se war ja dieses Bild zu sehen: Und ich habe auch bereits verraten, das es f\u00fcr eine LED-Lampe sein soll. Also mal n\u00e4her zu dem Thema. 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