{"id":1279,"date":"2016-08-14T21:56:59","date_gmt":"2016-08-14T19:56:59","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.gafu.de\/?p=1279"},"modified":"2016-08-17T21:15:30","modified_gmt":"2016-08-17T19:15:30","slug":"china-hakko-t12-loetstation","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.gafu.de\/?p=1279","title":{"rendered":"china-hakko-T12-l\u00f6tstation"},"content":{"rendered":"<p>Nach der L\u00f6tstation mit den teuren Weller-Heiz\/L\u00f6tspitzen habe ich nun noch einmal etwas neues probiert.<\/p>\n<p><a title=\"china hakko t12 loetstation\" href=\"\/wp-content\/2016\/08\/loetstationen-1.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"china-hakko t12 loetstation\" src=\"\/wp-content\/2016\/08\/loetstationen-1-600.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Man kennt ja die chinesischen Hakko-T912 L\u00f6tspitzen clone, sowie die dazugeh\u00f6rigen L\u00f6tspitzen, die au\u00dferordentlich billig sind. (Dauerl\u00f6tspitzen um 1 Euro).<\/p>\n<p>Leider haben die chinesischen Kopien einen gravierenden Nachteil, und das sind die Fertigungstoleranzen. Weil die gr\u00f6\u00dfer als beim Japanischen Original sind, hat man einfach aus der Passung von Keramikheizelement und L\u00f6tspitze eine Wurfpassung gemacht.<\/p>\n<p>Sehr sch\u00f6n zu sehen in diesem Video aus Australien: <a title=\"EEVblog #596\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0GdV7XBae74\">EEVblog #596<\/a><\/p>\n<p>Das macht nat\u00fcrlich alles nicht viel Sinn, doch es gibt ja noch Alternativen: Die Chinesen bauen auch die Hakko-T12 L\u00f6tspitzen nach, und diese haben das Heizelement in der L\u00f6tspitze integriert. Hier sollte also kein solcher Luftspalt zwischen Heizung und D\u00fcse sein.<\/p>\n<p>Ich habe mir <a href=\"http:\/\/www.ebay.de\/itm\/161945409811\">f\u00fcr 16 Euro ein Set mit &#8222;digital&#8220; Controller bei ebay<\/a> aus china bestellt und zusammengebaut. Bei 20V ist die Heizleistung etwa 35..40W. Im vergleich zu meiner alten Elv LS-50 L\u00f6tstation l\u00f6tet dieses chinesische Set ziemlich gut.<br \/>\nEs ist richtiges Silikonkabel dabei, der Griff ist handlich, wenn auch nicht so fein wie bei der Ersa iCon.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Steuerplatine hat ein Poti zum kalibrieren der Temperatur, hierbei ist ein Thermoelement zum feststellen der Temperatur an der L\u00f6tspitze hilfreich.<\/p>\n<p>Im L\u00f6tkolbengriff ist ein Ersch\u00fctterungssensor, der die L\u00f6tkolbentemperatur nach kurzer Zeit auf 200 grad C absenkt, wenn der L\u00f6tkolben nicht benutzt wird. (nach ca. 3-5 Minuten)<br \/>\nSobald man den L\u00f6tkolben wieder in die Hand nimmt, heizt er auf die eingestellte Temperatur hoch.<\/p>\n<p>Das Aufheizen von Zimmertemperatur auf 300 grad 10 Sekunden, wobei erst nach 1-2 Sekunden mit dem Aufheizen begonnen wird. Entsprechend im Bereich von 2-3 sekunden liegt die Zeit die zum Nachheizen nach der Temperaturabsenkung ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<p>Als Test habe ich versucht Elkos von einem Computermainboard auszul\u00f6ten ohne dieses vorher vorzuw\u00e4rmen. Das war bei der LS-50 immer ein Problem, doch mit den T12 L\u00f6tspitzen funktioniert es.<\/p>\n<p>Sozusagen Test bestanden.<\/p>\n<p>Was mich an meiner kleinn Ersa Icon L\u00f6tstation sehr st\u00f6rt, ist der Netzschalter auf der R\u00fcckseite. Immer ist man am fummeln um das Ger\u00e4t ein- oder aus zu schalten. Ich kenne keine andere wo das so d\u00e4mlich gemacht ist.<br \/>\nZum irgendwo mit hinzerren ist mir das Ger\u00e4t auch zu teuer, Ersatzl\u00f6tkolben f\u00fcr diese Station sind sogar teurer als eine neue Ersa iCon Pico \ud83d\ude41<\/p>\n<p>Nun, das muss hier nat\u00fcrlich anders sein. Aus China kommt eine best\u00fcckte Platine, die Steckverbinder f\u00fcr den L\u00f6tkolben, der Handgriff und eine L\u00f6tspitze.<br \/>\nIn der Fassung f\u00fcr die L\u00f6tspitze kontaktiert der mittlere Kontakt manchmal nicht gut, was dazu f\u00fchren kann das die L\u00f6tstation nicht aufheizt und nur &#8222;500&#8220; anzeigt, oder bei schlechtem Kontakt zwischen 500 und anderen Werten st\u00e4ndig wechselt und nicht richtig hei\u00df wird. Nachdem ich auf die Kontaktfeder einen kleinen L\u00f6tpunkt mit silberhaltigem L\u00f6tzinn gemacht habe, ist es nicht wieder aufgetreten.<\/p>\n<p>Das Geh\u00e4use habe ich wieder mit dem 3d-Drucker hergestellt, zu dem Bausatz ben\u00f6tigt man noch ein Anschlusskabel, Zugentlastung, Br\u00fcckengleichrichter, Siebelko und Netzschalter.<\/p>\n<p><a title=\"china hakko t12 loetstation\" href=\"\/wp-content\/2016\/08\/loetstation-gehaeuse.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"china-hakko t12 loetstation\" src=\"\/wp-content\/2016\/08\/loetstation-gehaeuse-600.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich habe einen 18V 36W vergossenen Blocktrafo verwendet, um den L\u00f6tkolben galvanisch getrennt vom Netz zu behalten. Bei Schaltnetzteilen ist der Bezug zum Netz unklar, und auf Schutzleiter will man den L\u00f6tkolben eigentlich gar nicht liegen haben.<br \/>\nDas hatte ich schon mal, und wenn man dann irgendeine Schaltung mit einem Computer verbunden hat, z.B. \u00fcber ein Audiokabel zur Soundkarte ist pl\u00f6tzlich die Versorgungsspannung mit Schutzleiter verbunden. L\u00f6tet man dann auf der positiven Spannung gibts einen Kurzschlu\u00df und grillt irgendwas. Entweder das Audiokabel, oder den Computer, oder die Schaltung an der man l\u00f6tet. Will man alles nicht haben.<\/p>\n<p>Will man also eine geringe Kopplung zum Netz, ist der altmodische Trafo mit Zweikammerwicklung im Vorteil. Der Trafo kann auch unterdimensioniert werden, da die L\u00f6tstation nur kurz aifheizen muss und danach die meiste Zeit nur wenige Watt Heizleistung bereitstellen muss. In der Ersa Icon ist z.B. f\u00fcr einen 80W L\u00f6tkolben ein 50W Trafo.<\/p>\n<p>Doch nun zum Zusammenbau.<br \/>\nDas Geh\u00e4use fasst den Trafo, der von hinten mit Anschl\u00e4gen f\u00fcr das Vergussgeh\u00e4use gehalten wird. Oben ist zwischen Prim\u00e4r und Sekund\u00e4rseite ein Trennsteg eingebaut, der zugleich den Trafo h\u00e4lt. Von vorn wird der Trafo von dem Steg an der Frontplatte gehalten, auf dem der Br\u00fcckengleichrichter sitzt.<br \/>\nDieser ist \u00fcberdimensioniert und wird nur lauwarm.<\/p>\n<p><a title=\"china hakko t12 loetstation\" href=\"\/wp-content\/2016\/08\/loetstation-trafogehaeuse.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"china-hakko t12 loetstation\" src=\"\/wp-content\/2016\/08\/loetstation-trafogehaeuse-600.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Anschluss der Spannungsversorgung zur Platine ist &#8230; pragmatisch ausgef\u00fchrt. Man k\u00f6nnte hier noch viel Aufwand machen, es geht aber auch so.<\/p>\n<p><a title=\"china hakko t12 loetstation\" href=\"\/wp-content\/2016\/08\/loetstation-stromversorgung.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"china-hakko t12 loetstation\" src=\"\/wp-content\/2016\/08\/loetstation-stromversorgung-600.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Leitungen am Schalter bekommen eine zus\u00e4tzliche Isolierung und Schrumpfschlauch \u00fcber die Schalteranschl\u00fcsse, da sie der Elektronik nahekommen.<br \/>\nVor dem Anschrauben der Frontplatte kann man dann die Leitungen in die Anschlussr\u00e4ume \u00fcber dem Trafo einschieben.<\/p>\n<p><a title=\"china hakko t12 loetstation\" href=\"\/wp-content\/2016\/08\/loetstation-trafoeinbau.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"china-hakko t12 loetstation\" src=\"\/wp-content\/2016\/08\/loetstation-trafoeinbau-600.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Fehlt nat\u00fcrlich noch eine Ablage f\u00fcr den hei\u00dfen L\u00f6tkolben:<\/p>\n<p><a title=\"china hakko t12 loetstation\" href=\"\/wp-content\/2016\/08\/loetstation-ablage.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"china-hakko t12 loetstation\" src=\"\/wp-content\/2016\/08\/loetstation-ablage-600.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Rohr ist eine Rohrniete aus einer Einweg-Kabeltrommel aus Sperrholz. Praktischerweise ist die B\u00f6rdelung deshalb schon drann gewesen. Ein paar L\u00f6cher durchgebohrt um die W\u00e4rmeabfuhr zu verbessern, und eine Schelle hergestellt. Im Geh\u00e4use habe ich Taschen einkonstruiert die zwei Vierkantmuttern aufnehmen, um die Schelle ordentlich befestigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zuletzt noch eine Erinnerung f\u00fcr mich selbst: Falls ich das nochmal bauen will, so sind die L\u00f6tkolben angekabelt:<\/p>\n<p><a title=\"china hakko t12 loetstation\" href=\"\/wp-content\/2016\/08\/loetstation-loetkolbenanschluss.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"china-hakko t12 loetstation\" src=\"\/wp-content\/2016\/08\/loetstation-loetkolbenanschluss-600.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Von dem Ersch\u00fctterungsmelder muss die Blechseite in Richtung L\u00f6tspitze zeigen. So ist der Kontakt unterbrochen, wenn der L\u00f6tkolben in der Ablage liegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der L\u00f6tstation mit den teuren Weller-Heiz\/L\u00f6tspitzen habe ich nun noch einmal etwas neues probiert. Man kennt ja die chinesischen Hakko-T912 L\u00f6tspitzen clone, sowie die dazugeh\u00f6rigen L\u00f6tspitzen, die au\u00dferordentlich billig sind. (Dauerl\u00f6tspitzen um 1 Euro). Leider haben die chinesischen Kopien einen gravierenden Nachteil, und das sind die Fertigungstoleranzen. 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