{"id":1253,"date":"2016-05-21T17:14:13","date_gmt":"2016-05-21T15:14:13","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.gafu.de\/?p=1253"},"modified":"2016-05-22T11:55:23","modified_gmt":"2016-05-22T09:55:23","slug":"erfurt-mehr-3d-drucker","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.gafu.de\/?p=1253","title":{"rendered":"Erfurt: Mehr 3D-Drucker."},"content":{"rendered":"<p>Da ich nun h\u00e4ufiger in Erfurt unterwegs bin, hat es mich auch ins lokale Hackspace verschlagen, den <a title=\"Bytespeicher Erfurt\" href=\"https:\/\/bytespeicher.org\">Bytespeicher<\/a>.<br \/>\nDabei ist mir aufgefallen, dass da zwischen meiner Vorstellung \u00fcber die Anzahl der vorhandenen 3D-Drucker und der tats\u00e4chlich vorhandenen Anzahl eine ziemliche L\u00fccke klafft \ud83d\ude42<\/p>\n<p><a title=\"3D Drucker CAD\" href=\"\/wp-content\/2016\/05\/diy-um300-cad-600.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"\/wp-content\/2016\/05\/diy-um300-cad-600.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das l\u00e4sst sich bestimmt \u00e4ndern, und deshalb habe ich auf der entsprechenden Mailingliste nachgefragt, ob jemand mitmachen m\u00f6chte.<br \/>\nEs wird also eine Arbeitsgruppe, Zirkel, oder neudeutsch ein Workshop veranstaltet werden, bei dem eine Hand voll solcher Ger\u00e4te aufgebaut werden.<br \/>\nEine Ank\u00fcndigung gibts bereits auf <a title=\"https:\/\/makerspace-erfurt.de\" href=\"https:\/\/makerspace-erfurt.de\/2016\/05\/einen-3d-drucker-selber-bauen\/\">https:\/\/makerspace-erfurt.de<\/a> zu lesen.<\/p>\n<p>Nun m\u00f6chte das nat\u00fcrlich auch vorbereitet sein, und dar\u00fcber will ich nun hier ein wenig aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen plaudern.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Vorteil wenn man selbst baut ist nat\u00fcrlich, das man sich vorher \u00fcberlegen kann, was die Kiste so k\u00f6nnen soll, und dann baut man das eben so.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt soll es nat\u00fcrlich auch nicht so teuer werden, und da muss man nat\u00fcrlich irgendwo eine Balance finden.<\/p>\n<p>Ich bin Mitglied im 3d-druck-community Internetforum wo sich ein Personenkreis eingefunden hat der alles zum Thema 3D-druck behandelt. Dort haben einige einen Druckerbausatz aus China f\u00fcr sich entdeckt.<br \/>\nWen es interessiert oder wer einfach ein paar Fotos sehen will um was es geht, wird <a title=\"china DIY-UM Bausatz im 3ddc-Forum\" href=\"http:\/\/www.3d-druck-community.de\/thread-5547.html\">hier im 3ddc-Forum<\/a> f\u00fcndig.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal habe ich mit ein paar Leuten gesprochen die mitmachen wollen, und vorgeschlagen den China-Bausatz nachzubauen. Mit ein paar \u00c4nderungen nat\u00fcrlich.<br \/>\nDie Pr\u00e4zisionsteile sollten aus dem Inland bestellt werden um Problemen mit der Qualit\u00e4t aus dem Weg zu gehen.<br \/>\nNun wurde aber das Pflichtenheft gleich l\u00e4nger. 30cm Bauraum statt 22cm, und zwei Extruder werden gew\u00fcnscht.<br \/>\nGut, zwei Extruder ist nat\u00fcrlich schon stand der Technik, auch wenn viele meist nur einen benutzen.<\/p>\n<p>Aus eigenen Erfahrungen mit der Technik sagt mir aber mein Bauchgef\u00fchl, dass dann die Mechanik auch ein wenig stabiler werden sollte wenn man die Spannweiten vergr\u00f6\u00dfert. Und so kommt es, das man den Bausatz nun doch nicht 1:1 nachbauen kann.<br \/>\nEs wird also einiges anders werden. Dazu habe ich noch selbst einige Anforderungen aufgestellt.<br \/>\nZwei der Drucker sollten im neu gegr\u00fcndeten Makerspace Erfurt zum Einsatz kommen, und da habe ich mir gedacht, die Drucker sollte man stapeln k\u00f6nnen. Es bleibt vielleicht nicht bei zwei St\u00fcck.<\/p>\n<p>Das \u00fcbliche Problem ist, das die meisten Drucker oben einen Kabelstrang herausstehen haben, der den Druckkopf bedient und das Filament muss ja auch noch irgendwie da hin.<br \/>\nDa braucht es dann wieder einen extra zu bauenden Kasten, damit sich oben eine Fl\u00e4che ergibt.<br \/>\nOder man w\u00fcrde gleich die senkrechten Konstruktionsprofile l\u00e4nger lassen&#8230;<\/p>\n<p>Als mechanische Struktur wollte ich schon immer mal das Prinzip vom Ultimaker* nachbauen. Das haben andere auch schon gemacht, mit ausgefr\u00e4sten Sperrholz oder Faserplatten. Ich habe 2..3 Leute gefragt was sie f\u00fcr das Fr\u00e4sen der Platten haben wollen und fand es zu teuer. (Es geht mit Material etwa um 200 Euro nur f\u00fcr die Geh\u00e4useteile)<\/p>\n<p>Konstruktionsprofile aus Extrudiertem Aluminium sind hier fast genauso billig wie in China, deshalb sollen die f\u00fcr das Geh\u00e4use zum Einsatz kommen. F\u00fcr das Drucken von ABS und anderen schwierigeren Sorten soll das Geh\u00e4use geschlossen werden k\u00f6nnen. Die Rahmenbauweise erleichtert das ganze nat\u00fcrlich ungemein.<\/p>\n<p>Warum die &#8222;Ultimaker*&#8220;-Bauart?<br \/>\nDie hat ein paar interessante Eigenschaften:<br \/>\nEine geringe bewegte Masse. Da keine Motoren herumgefahren werden, ist eine hohe Dynamik beim Positionieren der Druckd\u00fcse m\u00f6glich, die bei schwereren Konstruktionen schnell f\u00fcr \u00dcberschwing- und Nachschwingeffekte sorgt, die sich dann in Form von Unsauberkeiten im Werkst\u00fcck zeigen.<\/p>\n<p>Da sich nat\u00fcrlich das ganze Stundenlang immer hin und her bewegt, entstehen vergleichweise leicht Kabelbr\u00fcche. Wenn alle Motoren aber fest montiert sind, werden schon mal einige Leitungen nicht mehr auf Biegung beansprucht, und damit reduziert sich das Ausfallrisiko.<\/p>\n<p>Nachteile gibts nat\u00fcrlich auch: Die Zuf\u00fchrung des Materials \u00fcber einen Schlauch ergibt Einschr\u00e4nkungen wenn man sehr weiche Materialien drucken m\u00f6chte.<br \/>\nUnd nicht zuletzt sieht ein Delta Drucker irgendwie noch toller aus (was sein Hauptvorteil ist).<\/p>\n<p>Nun habe ich mir \u00fcberlegt, die \u00e4u\u00dferen Linearwellen eine Gr\u00f6\u00dfe st\u00e4rker zu verwenden, also 10 statt 8mm, um der gr\u00f6\u00dferen Spannweite gerecht zu werden. Das ist erstmal kein Problem, bis auf.. genau. Die Zahnriemenr\u00e4der.<br \/>\nIch habe keine gefunden, die klein sind, aber trotzdem 10mm Wellendurchmesser erlauben.<br \/>\nGT2-Riemenscheiben mit 20 Z\u00e4hnen sind zu klein f\u00fcr eine 10er Bohrung, mit 32 Z\u00e4hnen sind mir mechanisch zu gro\u00df. 24 oder 25 Z\u00e4hne w\u00e4ren toll, und die sind kaum zu bekommen, schon gar nicht mit 10er Loch.<\/p>\n<p>Erstmal drucke ich deshalb welche aus PLA, die nat\u00fcrlich nicht Temperaturbest\u00e4ndig genug sind, aber ansonsten recht brauchbar sind. F\u00fcr den Prototyp wird das reichen, f\u00fcr sp\u00e4ter muss man dann wohl welche aus Aluminium mit 8er Loch kaufen und das Loch auf 10mm aufbohren. Ich werde einen 9,8er Bohrer und reine Reibahle besorgen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich passt mit den dickeren Wellen auch sonst nichts mehr mit dem Bausatz zusammen, weil es nun andere Kugellager, andere Gleitlager, und andere Wellenabst\u00e4nde braucht. Das gibt einiges an Arbeit, da nun viele Teile neu konstruiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich will man den Preis m\u00f6glichst niedrig halten, da sowohl der Makerspace als auch die anderen Teilnehmer das als Hobbyprojekt laufen haben und hier das Budget nat\u00fcrlich ordentlich begrenzt ist.<\/p>\n<p>Dazu habe ich mir verschiedene Dinge einfallen lassen. Das beginnt mit Materialbestellungen aus Fernost, die bei einigen Teilen doch erheblich geringere Preise als bei der Lokalen Beschaffung versprechen.<\/p>\n<p>Auch konstruktiv l\u00e4sst sich was machen. In der Summe sind die Verbindungen der Profilschienen mit Standartteilen auch nicht gerade billig. Ob &#8222;Automatikverbinder&#8220; oder au\u00dfen angeschraubte Winkelchen, und nicht zuletzt die ganzen Schiebemuttern, da summiert sich einiges zusammen.<br \/>\nMit etwas Gefummel beim zusammenbauen werden es sicher auch Vierkantmuttern tuen, die daf\u00fcr nicht an Ort und Stelle haften bleiben. Mit einem starken Magneten kann man sich aber helfen, wenn man nicht welche aus Edelstahl nimmt.<\/p>\n<p>An der R\u00fcckwand bietet sich ein Aluminiumblech an, welches vollfl\u00e4chig mit den Konstruktionsprofilen verschraubt wird. Das gibt einiges an Stabilit\u00e4t in der Konstruktion.<\/p>\n<p>In den letzten Tagen habe ich einige Lieferquellen durchforstet und erste Teile bestellt. In der Zwischenzeit ist nat\u00fcrlich noch vieles zu Konstruieren, damit ein Prototyp entstehen kann.<br \/>\nIch m\u00f6chte in den n\u00e4chsten 4-6 Wochen soweit sein, das die Kiste weitgehend fertiggestellt ist.<br \/>\nL\u00e4uft es und es sind keine weiteren Beanstandungen zu machen, kann es an die Planung des Workshop gehen.<br \/>\nEs wird entsprechende Listen mit ben\u00f6tigten Bauteilen geben, die dann die Teilnehmer \u00fcberwiegend selbst bestellen m\u00fcssen. Das erlaubt die Ausnutzung von Freibetr\u00e4gen bei dem Import von Bauteilen aus China, und nicht zuletzt kommt ja einiges an Material zusammen was auch eine Menge kostet, wenn man man mehrere Drucker zusammenrechnet. Das m\u00f6chte ich nicht alles auslegen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nachsatz:<br \/>\nDa wir hier im &#8222;Rechtsfreien Raum Internet&#8220; in Deutschland sind, m\u00f6chte ich nicht unerw\u00e4hnt lassen, das die Marke Ultimaker und jegliche eventuell andere genannte Marke ihren jeweiligen Eigent\u00fcmern geh\u00f6rt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ich nun h\u00e4ufiger in Erfurt unterwegs bin, hat es mich auch ins lokale Hackspace verschlagen, den Bytespeicher. 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