{"id":1189,"date":"2017-08-08T21:55:48","date_gmt":"2017-08-08T19:55:48","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.gafu.de\/?p=1189"},"modified":"2017-08-08T21:55:48","modified_gmt":"2017-08-08T19:55:48","slug":"mikroskop-fuer-elektronik","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.gafu.de\/?p=1189","title":{"rendered":"Mikroskop f\u00fcr Elektronik?"},"content":{"rendered":"<p>Da die elektronischen Bauteile immer kleiner werden, die Augen aber nicht besser, ist man \u00fcber kurz oder lang auf optische Hilfsmittel angewiesen.<\/p>\n<p>Irgendwann muss also ein Mikroskop her. Ich schreibe hier nur kurz auf, worauf es meiner Erfahrung nach an kommt.<\/p>\n<p>Dem Einen oder Anderen wird es vielleicht hier im Blog aufgefallen sein, das ich Mikroskopfotos in manchen Beitr\u00e4gen verwendet habe, zum Beispiel dieses hier:<br \/>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"\/wp-content\/2016\/01\/mega2560-pin-kurzschluss-600.jpg\" \/><\/p>\n<p>Daher hier ein kurzer Abriss zum Mikroskop. Was braucht man denn f\u00fcrs Elektronik basteln?<br \/>\nErst einmal muss es ein Auflichtmikroskop sein, weil man ja nicht-transparente Dinge unter dem Mikroskop betrachten m\u00f6chte.<br \/>\nAu\u00dferdem ist ein Stereomikroskop sinnvoll.<br \/>\nWeiterhin gibt es zwei Anforderungen, die miteinander zu tun haben: Vergr\u00f6\u00dferung und Arbeitsabstand.<\/p>\n<p>Da hole ich einmal weiter aus. Das Foto oben ist ein Atmega2560 im TQFP-100 Geh\u00e4use. Die Vergr\u00f6\u00dferung des Mikroskops welches ich verwende ist 20x.<br \/>\nDas klingt sehr wenig, ist aber schon ganz ok. W\u00e4hlt man die Vergr\u00f6\u00dferung deutlich h\u00f6her, verkleinert sich der Abstand zwischen der Objektivlinse und dem Objekt. Um darunter aber noch arbeiten zu k\u00f6nnen, etwa etwas anzul\u00f6ten, ist mehr Platz unter der Linse nat\u00fcrlich besser. Gleichzeitig ist mit starker Verg\u00f6\u00dferung der Bildausschnitt so klein, das es schon schwierig wird auf einer Leiterplatte erst einmal die richtige Stelle unter die Linse zu bekommen, weil einem schon die Orientierung leicht abhanden kommen kann.<br \/>\nAndererseits ist nat\u00fcrlich mehr Vergr\u00f6\u00dferung f\u00fcr das sehen besser.<br \/>\n20x oder 40x ist also schon einmal ein guter Anfang.<br \/>\nUnter meinem Mikroskop habe ich ca. 7cm Abstand zwischen der Linse und dem Objekt, das reicht aus um mit dem L\u00f6tkolben zu hantieren.<\/p>\n<p>Bei den Mikroskopen kommen zumeist standartisierte Teile zum Einsatz, so dass man nachher die Linsen noch austauschen kann um eine andere Vergr\u00f6\u00dferungsstufe zu erreichen.<\/p>\n<p>Ich habe meins bei ebay als Ausstellungsst\u00fcck gekauft, neue kosten um 150 Euro. Seit ich es habe verwende ich das Ger\u00e4t h\u00e4ufiger, die Anschaffung hat sich also gelohnt.<\/p>\n<p>Von billigen USB-Mikroskopen w\u00fcrde ich abraten, da diese zu hohe Latenzen haben und man das, was man unter dem Mikroskop tut etwas zeitverz\u00f6gert auf den Monitor bekommt, was zum darunter arbeiten schlecht ist.<\/p>\n<p>Eine Sache noch: Wie bei der S\u00e4ulenbohrmaschine ist die maximal m\u00f6gliche Werkst\u00fcckgr\u00f6\u00dfe nat\u00fcrlich vom Abstand des Mikroskopst\u00e4nders zur Optik abh\u00e4ngig. Leider sind Mikroskope mit weiter Ausladung sehr viel teurer als die &#8222;standart Labormikroskope&#8220;. Wenn man also nicht wei\u00df wie man sein Geld unterbringen soll weil man so viel davon hat, dann m\u00f6chte man ein Spezialteil mit weiter Ausladung und zus\u00e4tzlicher Kamera und Monitor dran, da sich damit entspannter arbeiten l\u00e4sst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da die elektronischen Bauteile immer kleiner werden, die Augen aber nicht besser, ist man \u00fcber kurz oder lang auf optische Hilfsmittel angewiesen. Irgendwann muss also ein Mikroskop her. Ich schreibe hier nur kurz auf, worauf es meiner Erfahrung nach an kommt. 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