{"id":1183,"date":"2016-01-24T14:33:03","date_gmt":"2016-01-24T12:33:03","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.gafu.de\/?p=1183"},"modified":"2016-01-24T14:33:03","modified_gmt":"2016-01-24T12:33:03","slug":"arduino-mega-2560-ams1117-spannungsregler-und-cpu-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.gafu.de\/?p=1183","title":{"rendered":"Arduino Mega 2560, AMS1117 Spannungsregler und CPU Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Nun wieder mal was neues..<br \/>\nIch hatte mich <a href=\"http:\/\/www.fingers-welt.de\/phpBB\/viewtopic.php?f=14&#038;t=5840&#038;hilit=arduino+Mega\">HIER<\/a> ja bereits zu dem ganzen \u00c4rgernis ausgekotzt.<\/p>\n<p>Nun habe ich zwei tote Arduino Mega hier liegen, und gestern kamen aus China neue CPUs. Die kosteten etwa 4,70 E pro St\u00fcck, w\u00e4hrend die hier f\u00fcr 11,50 feilgeboten werden. F\u00fcr 7,40 E gibts aus China einen komplett neuen Arduino Mega.<\/p>\n<p>Aber es geht ja ums Prinzip, wegwerfen kann ja jeder.<\/p>\n<p>In beiden F\u00e4llen ist bei meinen Arduinos die CPU zum Teil gestorben, der ADC ist kaputt, die CPUs verbraten viel mehr Strom als sie d\u00fcrfen und erhitzen sich entsprechend.<\/p>\n<p>Ursache ist in beiden F\u00e4llen die Stromversorgung gewesen. Beim Teilnehmer 1 habe ich die Beleuchtung des angeschlossenen Displays stark flackern sehen als der Atmega kaputt ging. Der Spannungsregler fing an zu schwingen.<br \/>\nDaraufhin habe ich am Ersatzboard noch einen zus\u00e4tzlichen Kondensator (0805-SMD) direkt an die Beinchen des Spannungsreglers gel\u00f6tet. Au\u00dferdem wurde auf die Platinenunterseite direkt auf die Durchkontaktierungen ein kleiner K\u00fchlk\u00f6rper geklebt. Die Eingangsspannung wurde schon im Sommer von 12 auf 10,5V gesenkt um die Verlustleistung zu begrenzen. Im prinzig ging es dem Regler also gar nicht so schlecht.<\/p>\n<p><a href=\"\/wp-content\/2016\/01\/arduino-ams1117.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/2016\/01\/arduino-ams1117-600.jpg\" alt=\"\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der zweite Teilnehmer hat nur ein paar Tage durchgehalten, da hatte der Spannungsregler dann gleich komplett auf Durchzug geschaltet und die 10,5V auf die 5V-Elektronik gebr\u00fcckt. Das hielt auch gar nicht lange an, denn nach kurzer Zeit sprengte sich der vorgeschaltete Schaltregler mit einem lauten Knall in die Luft.<\/p>\n<p><a href=\"\/wp-content\/2016\/01\/pi3-stepdown.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/2016\/01\/pi3-stepdown-600.jpg\" alt=\"\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wegen der hohen Spannung hatte diesmal nicht nur der Atmel-CPU einen Schaden, sondern sind auch 4 Motortreiber kaputt. Leider waren da auch teure Silent Steptick dabei. Also 40-50 Euro Schaden und der Aufwand das ganze Elend wieder instand zu setzen.<\/p>\n<p>Also gestern den ersten kaputten Arduino mega zur Brust genommen.<br \/>\nAls kleine Schwierigkeit ist noch zu erw\u00e4hnen, das der Chip 100 Anschl\u00fcsse hat, die sehr eng zusammen liegen.<\/p>\n<p>Hinweis: Bitte denkt an statische Aufladung beim Hantieren mit den CPUs. Wenn ihr keine geeignete Arbeitsumgebung (ausreichend hohe Luftfeuchte, Baumwollklamotten, unlackierter Holztisch, keine Plastest\u00fchle) habt, dann Anstistatikmatte, Armband und so nicht vergessen)<\/p>\n<p>Nun zur Instandsetzung: Wie bekommt man das Ding \u00fcberhaupt herunter, ohne die Leiterplatte zu besch\u00e4digen.<br \/>\nEs gibt zwei praktikable Methoden:<br \/>\nMethode 1: Vorw\u00e4rmen und dann mit Hei\u00dfluft alle L\u00f6stellen auf einmal fl\u00fcssig machen. Dazu braucht man eine spezielle D\u00fcse oder gleich die ganze Reworkstation, ich habe beides nicht.<br \/>\nDann br\u00e4uchte man eine Siebdruckmaske um L\u00f6tpaste aufzubringen und k\u00f6nnte es mit Hei\u00dfluft wieder verl\u00f6ten.<br \/>\nDeshalb habe ich die archaische Methode 2 angewandt:<br \/>\nAbflexen von 3 Pinreihen direkt am Chip mit dem Stabschleifer (Dremel ect) mit mini-Trennscheibe. Aufpassen das man nicht bis auf die Platine kommt.<br \/>\nDie vierte Reihe kann man dann mit viel Zinn benetzen und \u00fcber die ganze Breite auf einmal abl\u00f6ten. Mit Entl\u00f6tlitze die ganzen Reste entfernen.<\/p>\n<p>Dann muss der neue drauf. Eine Ecke ist etwas mehr schr\u00e4g &#8222;abgeflacht&#8220; als die anderen 3, das dient als Orientierung f\u00fcr die richtige Montagerichtung.<\/p>\n<p>Ein kleines Pad verzinnen, den Chip auflegen und positionieren und ein Beinchen anl\u00f6ten. Kontrollieren ob alles fluchtet. Dann ringsherum reichlich Flussmittel auf die Beinchen auftragen und mit L\u00f6tzinn alles anl\u00f6ten. Es werden sich bei unter 0,5mm Abstand eine Menge L\u00f6tzinnbr\u00fccken<br \/>\nbilden, was sich nicht vermeiden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Nun mit Entl\u00f6tlitze alles \u00fcberfl\u00fcssige Zinn entfernen. Dann alles mit dem Mikroskop kontrollieren. Mit blo\u00dfem Auge kann man das gar nicht sehen ob alles passt. Ich habe zum Beispiel dieses olle Beinchen nicht gesehen, weil je nach Licht\/Blickrichtung es nicht gegl\u00e4nzt hatte.<br \/>\nDie kleinen Strukturen sind leider schon recht nah an der optischen Aufl\u00f6sung unserer Augen. Gesehen habe ich nur den Versatz der Beinchen auf einer Seite.<\/p>\n<p>Mit dem Auge sieht man etwa das hier:<br \/>\n<a href=\"\/wp-content\/2016\/01\/mega2560.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/2016\/01\/mega2560-600.jpg\" alt=\"\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit dem Mikroskop dann schon eher das hier:<br \/>\n<a href=\"\/wp-content\/2016\/01\/mega2560-pin-kurzschluss.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/2016\/01\/mega2560-pin-kurzschluss-600.jpg\" alt=\"\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da hing wohl ein abgetrenntes Beinchen noch in der Entl\u00f6tlitze, und hat sich zur\u00fcck auf die Platine gemogelt.<\/p>\n<p>Fehler dann entsprechend nochmal nacharbeiten, wenn n\u00f6tig direkt unter dem Mikroskop.<br \/>\n<a href=\"\/wp-content\/2016\/01\/mikroskop-loetspitze.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/2016\/01\/mikroskop-loetspitze-600.jpg\" alt=\"\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nun mal vorsichtig mit dem Labornetzteil mit Strombegrenzung bei 50mA das Teil an den Strom bringen. Geht das Netzteil in Strombegrenzung ist noch was faul.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun wieder mal was neues.. Ich hatte mich HIER ja bereits zu dem ganzen \u00c4rgernis ausgekotzt. Nun habe ich zwei tote Arduino Mega hier liegen, und gestern kamen aus China neue CPUs. Die kosteten etwa 4,70 E pro St\u00fcck, w\u00e4hrend die hier f\u00fcr 11,50 feilgeboten werden. 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